Daniel Wessels und Westfalia Vinnum stehen vor einer Herkules-Aufgabe. © Jura Weitzel
Fußball

„Spielen, um zu gewinnen“: Westfalia Vinnum trifft im Pokal auf deutschen Ex-Nationalspieler

Viel schwieriger könnte die Kreispokal-Aufgabe für Westfalia Vinnum am Sonntag nicht sein. Auf der Gegenseite steht ein 150-facher Bundesliga-Spieler und zweifacher DFB-Pokal-Sieger.

Pokalspiele. Klein gegen Groß. Nervenkitzel. Es gibt viele Gründe, wieso Fußballer die sogenannten „Do or Die“-Spiele ganz besonders mögen. Gerade für Kreisligisten bietet sich dann im Kreispokal oft die Chance, das Unmögliche vielleicht doch möglich zu machen. Westfalia Vinnum hat genau das vor.

„Ich kenne hier im Kreis ja quasi gar keinen, aber Lippramsdorf scheint schon ein ziemlich harter Brocken zu sein“, lautet das erste Fazit von Westfalia Vinnums Trainer Dennis Gerleve beim Blick auf den Kreispokal-Gegner vom Sonntag (15 Uhr, Borker Straße, Vinnum).


Zwar ist der SV Lippramsdorf auf dem Papier „nur“ Bezirksligist und damit nur eine Klasse höher als der A-Ligist aus Vinnum, doch die vergangenen Testspiele lassen durchaus aufhorchen. Gerade das 1:1 gegen den neu strukturierten Oberligisten aus Haltern sprach eigentlich für sich. In den Wochen zuvor schlug der SVL dabei zwei A-Ligisten jeweils deutlich mit 5:1.

Und noch eine weitere Sache dürfte den Vinnumern durchaus Sorgen bereiten, denn auf der Bank der Gäste vom Sonntag sitzt ein Trainer, der mehr als 150 Spiele in der Bundesliga gemacht hat. Sven Kmetsch lief in seiner aktiven Zeit jeweils über 80 Partien für den Hamburger SV und Schalke 04 auf, gewann zweimal den DFB-Pokal mit den Königsblauen und kam sogar auf zwei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft.

„Das wird ein gutes Team sein“, ist sich der Westfalia-Trainer sicher. „Aber es ist unser Pflichtspielauftakt und wir sind extrem heiß darauf. Endlich geht es wieder um etwas.“ Trotz des guten Gegners will Gerleve auch auf gar kein Fall schon jetzt an ein Ausscheiden denken. „Wir fahren nicht zum Platz, um uns abschießen zu lassen. Wir spielen, um zu gewinnen. Ich denke durchaus, dass wir mit viel Kampf und Wille dagegen halten können.“

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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