Karla Zuske machte vor dem Liga-Auftakt mit den Volleyballerinnen des SuS Olfen eine Ansage. © Jura Weitzel
Volleyball

SuS Olfen startet endlich in die Saison: „Training war mau – am Sonntag wird‘s wow!“

Als Quasi-Aufsteiger starten die Volleyballerinnen des SuS Olfen am Sonntag in ihre erste hoffentlich ganze Verbandsliga-Saison. Die Vorbereitung darauf war allerdings nicht perfekt.

Für die Volleyballerinnen des SuS Olfen beginnt am Sonntag die erste echte Verbandsliga-Saison, nachdem die vergangene Spielzeit Corona-bedingt abgebrochen wurde. Doch vor dem Ligaauftakt gegen den TSC Gievenbeck (15 Uhr, Hoddenstraße, Olfen) gibt es ein paar Probleme.

„Klar, die Mädels freuen sich extrem auf den Auftakt am Sonntag. Aber ich hoffe, dass nach der großen Freude keine Ernüchterung folgt“, so Trainer Dietmar Köhler etwas kritisch. „Eigentlich war die Vorbereitung noch viel zu kurz und die Trainingsbeteiligung war auch eher kritisch. Durchtrainieren konnten wir eigentlich nie.“

Doch trotz der schlechten Nachrichten und des vielleicht unzufriedenen Trainings gibt es zumindest aus den Reihen der Mannschaften eine Ansage an die Konkurrenz aus Gievenbeck. „Wir hatten Montag noch ein wirklich gutes Training und da hat Karla Zuske schon gesagt: Training war mau – am Sonntag wird´s wow. Mal sehen, wie es wirklich wird“, erzählt Köhler.

SuS-Volleyballerinnen gewannen zuletzt zwei Testspiele

Ein paar Testspiele machten die SuSlerinnen in den vergangenen Wochen dazu – unter anderem zuletzt zwei gegen die DJK Datteln, immerhin Oberligist und damit eine Klasse höher als die Olfenerinnen. „Die haben wir zwar beide gewonnen, aber ob das nun wirklich schon Verbandsliga-Niveau war, bezweifle ich. Die Mädels können sich ganz bestimmt noch steigern“, sagt Köhler. Mut machen dürften die Erfolge aber trotzdem.

Und Mut ist genau das, was es am Sonntag an der Hoddenstraße braucht, denn mit Gievenbeck ist wahrlich keine Laufkundschaft zu Gast. „Gegen Münsteraner ist es immer schwer. Die haben meistens einen großen Unterbau, weil da an Universitäten auch so viel gespielt wird. Das ist mit Sicherheit ein bisschen professioneller als bei uns. Die trainieren ja schon drei Mal die Woche.“

Dabei kennt Köhler seinen Gegner vom Sonntag noch sehr gut. Vor anderthalb Jahren verlor der SuS in der Verbandsliga-Relegation gegen den TSC und verpasste damit den Aufstieg. „Seitdem haben wir ja gefühlt erst fünf Spiele gemacht“, so der Coach lachend.

SuS Olfen hofft auf viele Fans an der Hoddenstraße

Personell können die Volleyballerinnen dabei quasi aus den Vollen schöpfen. 13 Spielerinnen stehen zur Verfügung. Da nur zwölf im Spielbericht eingetragen werden dürfen, muss eine sogar vermutlich von außen zusehen.

Dafür werden die Corona-Maßnahmen für ein bisschen Veränderung beim Spieltags-Ablauf sorgen. „Normalerweise haben wir uns einfach eine Stunde vor dem Anpfiff getroffen und jetzt wird das alles etwas früher. Wir müssen ja bei Spielerinnen und Fans die 3G-Regeln überprüfen, aber dann hoffen wir schon, dass viel los sein wird. Schließlich spielen die Fußballer ja auch auswärts“, hofft zumindest Dietmar Köhler.

In der Liga wird es dann allerdings trotzdem eine echte Herkulesaufgabe für die Volleyballerinnen, in der Verbandsliga zu bleiben. „Wir wissen, dass wir auf jeden Fall zu den großen Anwärtern auf den Abstieg gehören, aber werden uns trotzdem sicher nicht aufgeben. Mindestens die Heimspiele wollen wir alle erfolgreich gestalten“, lautet die Kampfansage.

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier