Aktuell fehlen dem SuS Olfen wichtige Spieler wie Till Ott. © Jura Weitzel
Handball

SuS Olfen startet mit zwei krachenden Niederlagen – doch die Hoffnung stirbt noch lange nicht

Nach den ersten beiden Kreisliga-Partien gab es erstmal große Ernüchterung an der Hoddenstraße. Dennoch ist man sich bei den Handballern des SuS Olfen sicher, dass noch andere Zeiten kommen.

Die Ergebnisse der Kreisliga-Handballer des SuS Olfen sprechen eine deutliche Sprache: Zum Auftakt gab es eine 18:28-Niederlage, am Samstag wurde es beim 20:31 gegen Rauxel-Schwerin II sogar noch etwas deutlicher. Doch an der Hoddenstraße weiß man, woran es liegt und hofft im nächsten Spiel auf Besserung.

„Wir sind ja immer noch ein Aufsteiger in dieser Liga und haben aktuell eben ein echt heftiges Personalproblem, sodass es einfach wirklich schwierig ist, Spiele zu gewinnen“, findet SuS-Coach Karl Kunz Gründe für die aktuelle Misere. „Ganz wichtig ist uns aber, dass es keine Entschuldigung sein darf. Gerade offensiv ist das bisher noch viel, viel zu wenig.“

Dazu sind die Handballer gerade in einem echten Umbruch und müssen generell deshalb schon einige Probleme meistern. Zwar stieg der SuS vor zwei Saisons völlig verdient in die Kreisliga auf, doch vom damaligen Meisterkader ist nicht mehr allzu viel wieder zu erkennen. Ein paar Stammkräfte stellten in der Corona-Pause das Harz in endgültig zurück in die Vitrine, andere zog es zum Spielen in höhere Ligen. Eben deswegen wurden die erste und zweite Mannschaft auch bekanntlich gerade erst zusammengelegt.

Beim SuS Olfen fehlen noch viele Stammkräfte

Außerdem wird beim Blick auf die Spielerliste deutlich, dass bei den Olfenern aktuell noch richtig Qualität fehlt. „Wir sind am Samstag mit zwölf Spielern nach Rauxel-Schwerin gereist, von denen maximal vier wirklich erste Mannschaft gespielt hätten. Der Rest würde wohl eher zur Reserve zählen. Da ist es dann in der Kreisliga einfach sehr, sehr schwer“, so Kunz. Gerade Ausfälle wie Till Ott, Dominik Kaschinski, Michael Scholten oder Moritz Wienken schmerzen da sehr.

Dennoch denkt man an der Hoddenstraße trotz des vorletzten Tabellenplatzes und dem krachenden Fehlstart noch lange nicht daran, die weiße Kapitulationsflagge zu schwenken. „Wenn wir voll besetzt sind, haben wir sicher eine gute Chance, in dieser Liga mitzuhalten. Es war klar, dass es für uns nicht um den Aufstieg geht, aber wir werden alles dafür geben, in der Liga bleiben“, so der Coach kämpferisch.

SuS Olfen hat nun erstmal lange Pause

Hoffnung macht den Olfener dabei nun vor allem die lange Pause, die nun ferienbedingt auf dem Spielplan steht. Erst am 30. Oktober muss der SuS wieder aufs Parkett, dann geht es in der heimischen Halle gegen den Waltroper HV, der bisher einen Sieg und eine Niederlage verzeichnete. „Wir haben jetzt erstmal Pause und dann heißt es, die Wunden zu lecken. Michael Scholten und Dominik Kaschinski werden Ende Oktober mit Sicherheit wieder dabei sein, ob es für die anderen beiden reicht, wird man sehen“, so Karl Kunz, der durch die Wiederkehrer auf einen echten Schub hofft.

„Das sind natürlich echte Galionsfiguren, die eine Mannschaft mitreißen können und alle auf ein neues Niveau heben“, sagt er.

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier