Olfens Handballspielerin Bianca Eckmann zeigt nicht nur auf dem Feld vollen Einsatz, sondern kümmert sich auch auf Social Media um einen perfekten Auftritt ihrer Mannschaft. © Jürgen Weitzel
Handball

SuS Olfen zeigt auf Social Media seine kreative und sportliche Seite

Die Handballdamen des SuS Olfen sind trotz Corona-Pandemie und Lockdown weiterhin sportlich unterwegs. Dabei setzen sie nicht nur auf klassisches Onlinetraining, sondern werden ziemlich kreativ.

Normalerweise ist der Mai für die Handballdamen des SuS Olfen der Ausklang einer hoffentlich erfolgreichen Saison. Doch dieses Mal ist durch die Pandemie und den damit verbundenen Lockdown alles ein wenig anders verlaufen. Um neben den klassischen Alternativen wie dem Onlinetraining und Laufaufgaben noch mehr Abwechslung in den sportlichen Alltag zu bringen, hat sich das Frauenteam etwas Kreatives überlegt. Und das passiert nicht nur hinter verschlossenen Türen, sondern ganz öffentlich auf der Plattform Instagram.

So filmen sich die Damen etwa verkleidet bei einer Hula-Hoop-Choreo. Oder nehmen an der Wein-Glas-Challenge teil, bei der man zu zweit hintereinander sitzt und die vordere Person mit einem Glas zwischen den Füßen der Partnerin über den Kopf ein Getränk einflößt.

Dahinter stecken teaminterne Aufgaben, die sich die Handballerinen gegenseitig stellen. Zwei Frauen nominieren wiederum wieder zwei Frauen und stellen ihnen eine witzige Challenge. Nach ein paar Tagen muss diese dann erfüllt sein. Mit Videobeweis natürlich, der auf dem Instagramprofil der Olfener Damen landet.

Mehr Präsenz auf Social Media

Den Kanal hat Bianca Eckmann, die neu ernannte Social-Media-Managerin im Team, zu Beginn der Saison ins Leben gerufen. Die Mannschaft will so die Leute auf sich aufmerksam machen und zeigen: „Wir sind ganz schön cool drauf“. Denn gerade als Damenmannschaft habe man oftmals nicht so viele Zuschauer wie die Männer, findet Eckmann. Aufgrund des Lockdowns sei Social Media auch eine der wenigen Möglichkeiten, von sich hören zu lassen.

Zuvor war die Mannschaft nur auf Facebook vertreten. Doch hier war man mit der Tatsache unzufrieden, dass sich die Frauen nicht so direkt präsentieren können. Durch den Instagram-Kanal, auf dem sich beispielsweise jede Spielerin einzeln vorstellt, erhofft sich das Damenteam auch, die ein oder andere Frau zu erreichen, die Bock auf Handball hat. Denn Eckmann hat das Gefühl, dass beim SuS Olfen aus der Jugend nicht so viel nachkommt.

Challenges mit anderen Teams

Neben den teaminternen Aufgaben gibt es auch kleine Social-Media-Battles mit anderen Vereinen. Eckstein hatte vor einigen Wochen die Challenges der HSG Hohenlimburg auf Instagram entdeckt und die Videos sofort an ihr Team für die eigene Umsetzung weitergeleitet. „Ich wollte einfach mal schauen, was dabei so rumkommt“, erklärt die 24-Jährige. Am Ende wurde sie positiv überrascht, denn fast die ganze Mannschaft hat mitgezogen. Und so legt Hohenlimburg jede Woche mit einer neuen Aufgaben nach, der sich die Frauen aus Olfen dann stellen.

Trainerin Eva Bramsel zeigt sich stolz, dass ihr Damenteam so motiviert an die Challenges herangeht. Sie selbst macht bei den Aufgaben überwiegend mit – solange die Umsetzung noch klappt. „Wenn man mit einem guten Beispiel vorangeht, ziehen die Spielerinnen umso mehr mit.“ Grundsätzlich machen die Aufgaben dem ganzen Team superviel Spaß, weiß Eckmann. „Wir sind alle echt dankbar für eine solche Abwechslung.“

Positive Konsequenzen durch Instagram-Kanal

Die Arbeit hinter dem Instagram-Account hat Eckmann aber ein wenig unterschätzt. „Wenn man wirklich regelmäßig etwas postet, sitzt man schon länger daran“, erklärt sie. Gerade bei den Challenge-Videos, die die 24-Jährige noch zusammenschneiden muss, geht einiges an Zeit drauf. Durch ihren Instagram-Auftritt konnten die Handball-Damen auch schon erste positive Ergebnisse verbuchen. Vor zwei Monaten haben sie einen neuen Sponsor akquiriert, gerade in der Corona-Situation kein leichtes Unterfangen, weiß Eckmann.

Trotz der kleinen kreativ-sportlichen Abwechslung hofft Trainerin Eva Bramsel auf eine baldige Rückkehr in die Sporthalle. Bis es so weit ist, halten sich die Damen mit weiteren Challenges auf Trab. Eckmann hat etwa am vergangenen Wochenende vier Stunden mit einer Teamkollegin für ihre nächste Aufgabe geprobt. Das Ziel: im Handstand an der Wand ein T-Shirt anziehen.

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