Fatih Cengiz sicherte Westfalia Vinnum einen Punkt. © Matthias Henkel
Fußball

Traumtor rettet Westfalia Vinnum einen Punkt in einem „sehr wilden Spiel“

Mit dem FC Leusberg gastiert ein direkter Konkurrent von Westfalia Vinnum an der Borker Straße. In einem Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Hälften glänzt Vinnum mit einem Traumtor.

Dennis Gerleve konnte am Ende mit dem Ergebnis leben: „Unterm Strich ist das ein sehr wildes Spiel gewesen“, resümierte Vinnums Spielertrainer nach dem Heimspiel gegen den FC Leusberg. Mit 2:2 (0:2) endete das Fußball-Kreisliga-A-Spiel nach zwei komplett gegensätzlichen Halbzeiten.

Die Westfalia verschlief die erste Halbzeit des Spiels komplett. Schon nach vier Minuten musste Vinnums Torwart Patrick Fechner das erste Mal hinter sich greifen. Auch der frühe Treffer zog keine Reaktion des Gastgebers nach sich. Vinnum ließ sich hinten reindrücken und verlor zu viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Eine knappe halbe Stunde ging das passive Spiel gut, dann netzte erneut Leusbergs Nico Schäfer in der 33. Minute zum 0:2.

Westfalia Vinnum kommt heiß aus der Kabine

„Beim ersten Mal laufen wir nach einer geklärten Standardsituation nicht schnell genug raus und beim zweiten Gegentor stehen wir nach einem Einwurf wiederholt nicht gut. Die individuellen Fehler verfolgen uns ein bisschen“, erklärt Trainer Gerleve. Angeknockt ging es in die Halbzeitpause.

In dieser fand der Trainer die richtigen Worte. Gerleves Team kam wie ausgewechselt zurück auf den Platz, presste von Beginn an und belohnte sich direkt in der 52. Minute durch den eingewechselten Robin Hagenmeyer mit dem 1:2-Anschlusstreffer.

Jetzt war es am FC Leusberg, den Beginn der Halbzeit zu verschlafen. Der Gast ließ sich von Beginn an in die eigene Hälfte drängen und leistete sich zudem zu viele Fehler im eigenen Aufbauspiel. Drei weitere Chancen Vinnums in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte waren die Folge.

Fatih Cengiz glänzt mit Traumtor

In der 64. Minute schlug dann die Stunde von Fatih Cengiz. Die Nummer neun der Westfalia verwertete einen weitergeleiteten Kopfball nach einer Ecke artistisch, indem er per Fallrückzieher eiskalt ins linke Toreck traf – ein Traumtor. „Als der Ball in der Luft war, musste ich ihn einfach per Fallrückzieher nehmen. Es war mein erster Gedanke und auf den habe ich gehört. Ich wusste, dass es klappt“, so der Gefeierte nach dem Spiel.

Direkt in der nächsten Spielminute traf Vinnum schon wieder – diesmal hielt die Freude allerdings nur kurz. Der vermeintliche Doppeltorschütze Robin Hagenmeyer stand beim Zuspiel von Gerleve knapp im Abseits.

Die Schlussviertelstunde gehörte dann wiederum dem FC aus Leusberg. In der 79. Minute rettete die Latte das Unentschieden, nachdem Vinnums Torwart Fechner schon geschlagen war. In der hitzig geführten Schlussphase rettete Fechner schließlich durch einen parierten Freistoß einen Punkt, mit dem Trainer Dennis Gerleve gut leben kann: „Das war ein absolut gerechtfertigtes Unentschieden.“

Vinnum: Fechner – Wessels, Tetzlacht, F. Forsmann (46. Niewind), Gebauer (46. Hagenmeyer), Wendel (84. Stolzenhoff), Cengiz, Demir, Beck, Asemann

Tore: 0:1 Schäfer (4.), 0:2 Schäfer (33.), 1:2 Hagenmeyer (52.), 2:2 Cengiz (64.)