Vor zehn Jahren kam ein Rückkehrer zu Westfalia Vinnum. © Sebastian Reith
Fußball

Westfalia-Urgestein schwärmt: „Das habe ich nur in Vinnum so erlebt“

Vor zehn Jahren ist der Fußballspieler nach einem kurzen Intermezzo zu Westfalia Vinnum zurückgekehrt. Ausschlaggebend war dafür vor allem ein Grund, der nichts mit dem Sportlichen zu tun hatte.

Was wäre Westfalia Vinnum heute ohne ihn? Vor zehn Jahren wechselte ein Spieler zurück an die Borker Straße zum heutigen Fußball-A-Ligisten. Nicht nur das Sportliche war ausschlaggebend.

„Vor 16, 17 Jahren habe ich schon einmal für Vinnum gespielt und habe damals viele Leute lieb gewonnen“, erinnert sich Helmut Stolzenhoff und kann es selbst kaum glauben, wie lange das schon her ist.

Helmut Stolzenhoff befindet sich im gehobenen Fußballalter, macht aber bei Westfalia Vinnum weiter.
Helmut Stolzenhoff befindet sich im gehobenen Fußballalter, macht aber bei Westfalia Vinnum weiter. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Trotzdem entschied er sich dann dazu, den Verein erstmal zu verlassen. Im Juli 2011, damals spielte Stolzenhoff für den PSV Bork, kamen seine alten Vinnumer Kollegen auf ihn zu und fragten, ob er nicht doch nochmal zurückkommen wolle. Stolzenhoff musste nicht lange überlegen und kehrte zurück.


Gemeinschaftsgefühl bei Westfalia Vinnum ist einzigartig

„Ich spiele total gerne in Vinnum“, sagt Stolzenhoff „Die Leute spielen hier nicht nur Fußball, sondern machen auch privat sehr viel gemeinsam.“ Er habe viele Freunde gefunden, mit denen er auch regelmäßig Ausflüge mache. Die Gemeinschaft in Vinnum sei einfach etwas ganz Besonderes: „So etwas habe ich in meinen anderen Vereinen, zum Beispiel in Waltrop und Bork, nie erlebt“, schwärmt Stolzenhoff.

Sportlich lief es in seiner Zeit bei Vinnum nicht immer erfolgreich. Manchmal spielte die Mannschaft gegen den Abstieg und manchmal spielte sie im gesicherten Mittelfeld – immer blieb sie in der Kreisliga A. Aber das ist für Stolzenhoff zweitrangig: „Die Mannschaft ist super und das Training macht Spaß – das ist das Wichtigste.“


Vinnumer Kern hat noch nicht genug

Auch personell gab es viele Veränderungen während seiner Zeit in Vinnum: „Ich habe bestimmt schon sechs bis sieben Trainer erlebt.“ Der Vinnumer Kern aus Michael Asemann, Stefan Olfens, Alex Höring, ihm und noch ein paar anderen sei aber immer geblieben. Mit Blick in die Zukunft sieht Stolzenhoff dennoch Gründe für eine Veränderung im Verein: „Die Mannschaft muss jünger werden, aber da ist die sportliche Abteilung auf einem guten Weg.“

Noch hat der „alte Kern“ um Stolzenhoff aber noch nicht genug. Erst vor Kurzem hat der 42-Jährige gesagt, dass er noch ein weiteres Jahr in der Kreisliga A dranhängt – ob es sein Letztes wird, weiß er nicht. „Jetzt steht erstmal die Vorbereitung an. Ich will auch nicht der 25. Mann im Kader sein. Aber solange es mir Spaß macht und der Trainer sagt, ‚dich kann man noch gebrauchen‘, bin ich da.“

Für den Fall, dass es irgendwann nicht mehr für die Kreisliga A reicht, hat Stolzenhoff auch schon einen Plan. „Dann bleibe ich dem Verein natürlich treu und gehe in die Altherrenmannschaft. Meine alten Freunde – Michael Asemann, Alex Höring und Co. – werden ja auch nicht jünger.“

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