Patrick Fechner musste am Sonntag doch nochmal ins Tor von Westfalia Vinnum. © Timo Janisch
Fußball

Westfalia Vinnums Sportlicher Leiter musste doch noch einmal ins Tor – und hat kaum was verlernt

Etwas überraschend musste Patrick Fechner, Sportlicher Leiter bei Westfalia Vinnum, doch noch einmal zwischen die Pfosten beim A-Ligisten. Mit der Leistung war er sehr zufrieden.

Dass Fußball-Torhüter auch mal im höheren Alter ihre Top-Leistungen abrufen können, ist allgemein bekannt. Doch eigentlich sollte es dazu bei Patrick Fechner, Sportlicher Leiter von Westfalia Vinnum, gar nicht mehr dazu kommen. Deshalb hatte er im Sommer extra mit Marcel Müller einen neuen Torwart verpflichtet.

Doch die etatmäßige Nummer eins war am Wochenende beim Gastspiel in Flaesheim (1:3) terminlich verhindert und so musste dann Fechner doch nochmal zwischen die Pfosten. „Im Endeffekt bin ich ja immer noch Teil der Mannschaft und trainiere auch regelmäßig mit. Nur weil ich zeitlich etwas kürzer getreten bin, heißt das ja nicht, dass ich dann nicht einspringe, wenn Marcel nicht kann“, resümiert der Sportliche Leiter, der mit seiner Leistung vom Sonntag sehr zufrieden sein konnte.

„Es lief trotzdem echt noch ganz gut. Mit 39 Jahren verlernt man das Torwartgeschäft also doch nicht mehr“, sagt er lachend. Anfang August, beim Testspiel-Remis gegen RW Unna, stand Fechner zum bis dato letzten Mal auf der Vinnumer Torlinie. „Nur beim Rauskommen passte ab und zu das Timing nicht mehr wirklich. Aber natürlich ist es schön, wenn man merkt, dass man immer noch eine gute Leistung abrufen kann.“

Patrick Roser steht nicht nur als Torhüter auf dem Feld von Westfalia Vinnum, sondern engagiert sich auch abseits des Platzes. © Reith © Reith

Einzig, dass das Spiel in Flaesheim am Ende verloren ging, störte den Sportlichen Leiter am Ende dieses Sonntages ein wenig: „Die waren schon ganz klar feldüberlegen, aber wir haben das echt gut gemacht und wollten wie beim 1:0 durch Tempogegenstöße zum Erfolg kommen. Dann bekommt Murat (Cengiz) diese dumme Rote Karte und so wird es natürlich nicht einfacher.“

Zwar hielt die eigentliche Westfalia-Nummer zwei gerade nach der Pause einige Schüsse der Gegner, doch ein unglückliches Eigentor und ein „Sonntagsschuss“ sorgten dann für die Niederlage. „Irgendwann haben wir es dann nicht mehr geschafft, für Entlastung zu sorgen und hatten dann auch einfach Pech. Trotzdem war das ein wirklich gutes Spiel von uns“, erinnert sich Patrick Fechner.

Patrick Fechner lobt Saisonstart von Westfalia Vinnum

Und gerade dieser letzte Gedanke sowie die ersten Ligaspiele machen in Vinnum Hoffnung, dass sich die Seuchen-Saisons der Vergangenheit nicht wiederholen. „Dennis Gerleve und Marcel Gebauer machen da als Trainerduo schon echt einen sauberen Job“, lobt Fechner. „Allein, dass Gerle mit uns zusammen auf dem Eis steht, reißt die ganze Mannschaft mit. Wir waren hier noch nie eine Mannschaft, die durch wunderschöne Passstafetten glänzt, sondern eher über unsere Mentalität. Das verkörpert er einfach.“

Außerdem seien die vielen namhaften Neuzugänge ein großer Grund dafür, dass es aktuell so gut läuft. „Das sind alles richtig gute Jungs, die sowohl fußballerisch als auch menschlich super in die Mannschaft passen“, so der Sportliche Leiter, der abgesehen vom schwachen Auftritt gegen SW Meckinghoven (1:3) bisher nur gute Spiele seines Teams gesehen hat.

Westfalia Vinnum empfängt am Sonntag den FC Leusberg

Schon am Sonntag hat die Westfalia nun die Chance, eben diese Form beim Heimspiel (15 Uhr, Borker Straße, Vinnum) gegen den FC Leusberg zu bestätigen. „Es ist Heimspiel und da wollen wir uns natürlich von unserer besten Seite zeigen. Aber jede Mannschaft und auch die ganze Liga ist eine absolute Wundertüte. Da weiß man nie so richtig, was man bekommt. Trotzdem werden wir alles geben, um drei Punkte zu holen.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier