Florian Olbrich (l.) und der SuS Olfen verloren das nächste Spiel deutlich. © Ebmeier
Fußball

Zehnminütige Aussprache: SuS Olfen kassiert die nächste Klatsche

Beim Kellerduell gegen Teutonia SuS Waltrop zeigt der SuS Olfen eine inakzeptable Leistung und geht verdient mit 0:5 unter. Nach Abpfiff spricht sich der Trainer über zehn Minuten mit seinem Team aus.

Irgendwie passte es an diesem Sonntagnachmittag im Steversportpark alles zusammen. Das Wetter war mies, die Sonne zeigte sich nicht und auch der Fußball-Bezirksligist SuS Olfen legte eine rabenschwarze Leistung an den Tag. Nach dem 0:5 gegen Teutonia SuS Waltrop ist die Mannschaft von Patrick Linnemann weiterhin deutlich Tabellenletzter.

Dabei hatte sich der SuS doch nach der 2:9-Schmach aus der Vorwoche gegen die SG Castrop-Rauxel so viel vorgenommen. Es sollte die endgültig letzte Warnung vor dem Bezirksliga-Tabellenkeller sein, doch der Auftritt gegen Waltrop war ein weiterer großer Schritt in die falsche Richtung.

SuS Olfen verliert Kellerduell gegen Teutonia Waltrop mit 5:0

Coach Linnemann, der sonst immer hoffnungsvoll in die Zukunft sieht, war sinnbildlich für die momentane Situation an der Hoddenstraße. Nach dem Abpfiff holte er seine Spieler alle zusammen und sprach sich zehn Minuten mit seinen Jungs aus. Die Worte „fehlende Leidenschaft“ waren dabei immer wieder zu entnehmen.

„Es reicht einfach langsam. Wir dürfen uns nicht mehr auf den ganzen Ausfällen ausruhen. Natürlich sind die eklatant und es fehlt extrem viel Qualität, aber das darf keine Ausrede mehr sein. Wir waren heute keine Gegner, das war ein Trainingsspiel“, so ein enttäuschter Trainer. „Ich brauche Spieler auf dem Platz, die hier am Sonntag alles geben. Das hat heute kaum einer.“

Daniel Berger (l.) hatte wie die gesamte Mannschaft in zu vielen Zweikämpfen das Nachsehen.
Daniel Berger (l.) hatte wie die gesamte Mannschaft in zu vielen Zweikämpfen das Nachsehen. © Ebmeier © Ebmeier

Dabei sah es zumindest in den ersten Minuten gar nicht so schlecht aus, was die Olfener da auf den Kunstrasen zauberten. Okan Akti und Marvin Böttcher hatten durchaus große Chancen, die eigene Mannschaft in Front zu bringen und das Spiel in die gewollte Richtung zu lenken.

Dennoch waren es die Gäste aus Waltrop, die als Erstes jubelten. Felix Bramsel nahm sich aus 20 Metern ein Herz und traf wunderschön in den Olfener Torwinkel (11.), nur wenige Minuten später vollendete Marc Andre Vollmert einen Konter zum 2:0.

Nun schien der SuS gebrochen und nahm am Spiel im Prinzip nicht mehr teil. Da auch Waltrop allerdings nicht mehr wirklich Lust hatte, in die eigene Offensive zu investieren, schwamm die Partie so vor sich hin. Im zweiten Durchgang dauerte es dann sogar nur zehn Minuten, bis die Gäste durch abermals Bramsel (50.) und Vollmert (52.) sowie Lutz Hamann (55.) den Spielstand auf 5:0 aus Teutonia-Sicht stellten.

SuS Olfen fehlt aktuell das Selbstvertrauen

„Wenn du nach fünf Spielen eben nur einen Punkt auf dem Konto hast und dann auch noch zum wiederholten Mal nach zehn oder 15 Minuten mit 0:2 zurückliegst, fehlt es einfach Selbstvertrauen“, erkennt Kapitän Marvin Böttcher die aktuellen Probleme auf dem Spielfeld. „Wir sind eine junge Mannschaft, der es körperlich einfach noch etwas fehlt. Und wenn dann auch noch das Vertrauen in sich selbst nicht wirklich da ist, ist es sehr, sehr schwer.“

Für das Team um Böttcher heißt es nun dringend, die letzten Partien abhaken und irgendwie Kraft für die nächsten Wochen tanken. „Ich werde ab Dienstag nicht mehr über diese Spiele reden. Ich will ab nächsten Sonntag einen Neustart und erwarte von jedem Spieler, dass er alles dafür gibt“, lautet die Devise von Patrick Linnemann, die er seinen Spielern im Mannschaftskreis nach der Partie für die anstehenden Spieltage mitgab.

SuS: Maruhn (46. Hanisch) – Olbrich, Böttcher (46. Breuer), Berger (77. Kleischmann), Gelver, Scheele, Brinkbäumer, Lucau (79. Welterlich), Akti, Bluschke, Eingel.

Tore: 0:1 Bramsel (11.), 0:2 Vollmert (14.), 0:3 Bramsel (50.), 0:4 Vollmert (52.), 0:5 Hamann (55.)

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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