Situation am Lippestrand in Olfen: Stadt will konsequent Bußgelder verhängen

Lippe

Party am Lippestrand: In den vergangenen Jahren kam es immer wieder dazu. Ein Problem nicht nur wegen Corona, sondern auch, weil das Gebiet ein Naturschutzgebiet ist. Die Stadt sucht Lösungen.

Olfen

14.05.2021, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Menschen feiern ungeachtet der Abstandsregeln eine Party am Olfener Lippebogen: Das Foto entstand im vergangenen Jahr, aufgenommen hatte es der Olfener Bürgermeister.

Menschen feiern ungeachtet der Abstandsregeln eine Party am Olfener Lippebogen: Das Foto entstand im vergangenen Jahr, aufgenommen hatte es der Olfener Bürgermeister. © Wilhelm Sendermann

Es ist ein Jahr her, dass der Bürgermeister Wilhelm Sendermann am Lippeufer in Olfen eine Beobachtung machte: Die Partyszenen an den renaturierten Stränden (mitten in der Corona-Pandemie) haben eine Diskussion in der Stadt ausgelöst. Bauliche Maßnahmen sollten das Problem lösen - und den Menschen den Weg in das Naturschutzgebiet erschweren. „So ganz geklappt hatte das zumindest im letzten Sommer nicht immer“, erklärt die Stadt Olfen jetzt aber in einer Pressemitteilung.

Deshalb habe es jetzt noch mal Gespräche zwischen Verwaltung und den beiden Vorständen des Zweistromlandes, Wolfgang Kiski und Ewald Steimann, gegeben. Mit der Einigung, dass eine neue Besucherlenkung und eine Beweidung der Flächen der richtige Weg sind, die Probleme der letzten Jahre in den Griff zu bekommen.

Problem dauerhaft in den Griff kriegen

„Wir werden jetzt dafür ein Gesamtkonzept vorlegen und mit den beteiligten Kommunen und den Fachbehörden abstimmen. Wir wollen dort die Probleme der letzten Jahre mit diesen Maßnahmen dauerhaft in den Griff kriegen“, erklärte Wolfgang Kiski, ehemaliger Beigeordneter der Stadt Haltern.

Ewald Steimann als Vorsitzender der Vogelsang-Stiftung ergänzte: „Wir wollen große Bereiche durch Beweidung vor den Menschen schützen und sie nur noch gezielt an einige Stellen heranlassen.“

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Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann konnte in diesen Prozess die guten Erfahrungen Olfens mit der Bewirtschaftung der Steveraue einbringen: „Dort klappt das Naturerleben durch die Menschen schon seit Jahren sehr gut. Warum soll das so nicht auch an der Lippe gehen?“ In diesem Jahr geht es aber nur wieder mit Überwachung durch die Ordnungsbehörden und die Polizei. „Wir brauchen für die geplanten Maßnahmen die Genehmigungen der Unteren Naturschutzbehörden, der der Naturschutzbeiräte, der Kreise Coesfeld und Recklinghausen und wollen natürlich die Räte von Olfen und Datteln einbeziehen“, so die beiden Zweistromland-Vorstände. Das wird jetzt angestoßen.

„Und deswegen wird auf jeden Fall die Stadt Olfen konsequent Bußgelder verhängen“, kündigt Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann für den kommenden Sommer an. Mit seinem Dattelner Kollegen André Dora wolle er noch in dieser Woche darüber sprechen.

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