Die Bagger an der Lippebrücke zwischen Olfen und Ahsen sind angerollt. © Niklas Berkel
Meinung

Baubeginn an der Brücke zwischen Olfen und Ahsen – besser spät als nie

Viele Bürger in Olfen und Ahsen haben sich in den vergangenen Jahren geärgert. Der Neubau der Brücke dauerte lange. Die Kritik darf aber nicht ungerecht werden, meint unser Autor.

Wäre ich Anwohner in Olfen und müsste jeden Tag rüber ins Ruhrgebiet, ich würde brechen. Ja, so hart kann ich es ausdrücken. Jeden Tag Ahsen umfahren, obwohl die direkte Verbindung doch direkt vor der Haustür ist. Warum haben es die Verantwortlichen nicht hinbekommen, diese Brücke schneller zu sanieren? Oder wenn es denn wirklich sein muss, neu zu bauen?

Das sind berechtigte Gedanken, die sich jeder Bürger stellen darf – vielleicht sogar sollte. Denn es ist wichtig, kritisch auf die Verantwortlichen unserer Städte, Kreise, Länder und auch des Bundes zu gucken. Aber nur mit Meckerei macht man es sich zu leicht. Bei näherem Hinsehen muss man den Verantwortlichen nämlich ein Lob aussprechen.

Bauvorhaben können lange dauern. Da sind Klimastandards, die erfüllt werden müssen. Besonders in der Lippeaue. Da sind Ausschreibungen, die bei so großen Bauvorhaben europaweit laufen. Auch das dauert viele Monate. Da sind die Verhandlungen um die Finanzierung. Bei den klammen öffentlichen Kassen in Nordrhein-Westfalen keine zu unterschätzende Kleinigkeit. Und dann fällt die Brücke auch noch in die Zuständigkeit zweier Kreise.

All dieser Probleme haben sich die Verantwortlichen angenommen. Und all diese Probleme dann doch noch ziemlich flott gelöst.

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Niklas Berkel