Beim SuS Olfen herrscht "Fußball-Müdigkeit"

Fußball: Bezirksliga

Erstmals in dieser Saison sind die Bezirksliga-Fußballer des SuS Olfen auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Ein neues Gefühl für die Mannschaft von Norbert Sander. Dass jetzt Pause ist, darüber ist er froh. Er hat eine Art „Fußball-Müdigkeit“ in seiner Mannschaft festgestellt.

OLFEN

, 14.12.2015, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lukas Rischen (l.) und Dustin Brüggemann, der hier David Musiolik (2.v.r.) im Spiel beim VfB Hüls (0:2) foult, stehen mit dem SuS Olfen auf einem Abstiegsplatz.

Lukas Rischen (l.) und Dustin Brüggemann, der hier David Musiolik (2.v.r.) im Spiel beim VfB Hüls (0:2) foult, stehen mit dem SuS Olfen auf einem Abstiegsplatz.

Olfen ist nach dem Sieg des TuS Gahlen gegen den RC Borken-Hoxfeld (2:1) auf den 14. Rang gerutscht. So schlecht stand der Aufsteiger noch nie in dieser Saison da. Erst in zwei Monaten, am Sonntag, 21. Februar, haben die Olfener mit einem Heimspiel im Stever-Sportpark gegen Rot-Weiß Deuten wieder die Chance, die Abstiegsränge zu verlassen. 

Auf einem Abstiegsplatz zu überwintern ist letztlich genau so viel wert wie eine Herbstmeisterschaft. Es sieht nicht schön aus, aber am Saisonende wollen die Olfener den Erdrutsch auf Rang 14 als Betriebsunfall zu den Akten gelegt haben.

Die gute Nachricht für die Olfener: Es ist eng im Tabellenkeller. Und sie können hier schnell wieder rauskommen. Drei Viertel der Liga stecken im Abstiegskampf. Auch der FC Marl als Fünfter (24 Punkte) darf sich noch nicht in Sicherheit wiegen. Nur hat Olfen hier den drittschlechtesten Startplatz.

Norbert Sander hat bereits eine „schonungslose Hinrundenanalyse“ angekündigt. Alles soll auf den Prüfstand: Spieler, Methodik, Zusammenspiel, Umfeld. Dabei wird auch die Kadergröße zur Sprache kommen und ob der Verein in der Lage wäre, Neuverpflichtungen zu stemmen, nach denen es derzeit allerdings nicht aussieht. Die Spieler sollen eingebunden werden, Fragebögen bekommen und ausfüllen.

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Als einen Grund für die zuletzt schlechten Ergebnisse führte Sander „Müdigkeit“ an. Damit meint er keinesfalls zu wenig Schlaf oder fehlende Fitness. „Es ist eine Fußballmüdigkeit, eine Müdigkeit im Kopf“, meint Sander – eine Folge der nur zehntägigen Sommerpause, die seine Mannschaft gehabt hätte. Nach dem Aufstiegsspiel gegen den SC Südlohn am 25. Juni stieg Olfen direkt in die Vorbereitung ein.

Schon sieben Wochen später stand die Bezirksliga-Premiere an. Gerade deswegen tut die Pause den Olfenern gut. Alle vier Einladungen zu Hallenturnieren hat Sander ausgeschlagen. „Die Jungs sollen keinen Ball sehen“, sagt Sander und hofft, dass so die Galligkeit auf Fußball zurückkommt.

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