Wie geht es mit den Bezirksbeamten für Olfen weiter?

rnPolizei in Olfen

Schon seit Monaten muss Olfen statt zwei Bezirksbeamten nur noch mit einem auskommen. Doch offenbar zeichnen sich in diesem Bereich gute Nachrichten ab.

Olfen

, 17.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Wie geht es eigentlich weiter mit Olfens fehlenden Bezirkspolizisten? Das interessierte auch Ratsmitglied Daniel Klingauf von der SPD im letzten Haupt- und Finanzausschuss: „Wie sehen die nächsten Schritte aus?“, wollte Klingauf wissen. „Innere Sicherheit geht uns ja alle was an und ich glaube wir alle waren der Meinung, dass es sehr schade ist, dass da inzwischen eine Diskrepanz ist.“

Langzeiterkrankung als Grund

Wir hatten Anfang März darüber berichtet, dass die beiden bisherigen Bezirksbeamten Gerd Olschewski und Berthold Olbrich in Olfen nicht mehr im Einsatz waren. Beide seien langzeiterkrankt hatte Rolf Werenbeck-Ueding von der Polizei Coesfeld auf Anfrage dazu gesagt.

Deshalb habe es „Personalmaßnahmen gegeben“. Konkret hieß das, dass Rolf Baumann von Lüdinghausen nach Olfen zurückgekehrt war, um den Posten wahrzunehmen. Er hatte 2014 die Stelle an Gerd Olschewski abgegeben, um zur Polizeiwache nach Lüdinghausen zu wechseln.

Unterstützung für Baumann

Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann hatte im Haupt- und Finanzausschuss gute Nachrichten zu verkünden. Sendermann: „Mir ist avisiert worden von der Polizei, dass da eine Änderung ab September vorgesehen sei“, sagte Sendermann. Er rechne damit, dass Olfen dann auch wieder auf einen zweiten Bezirksbeamten zurückgreifen könne.

„Es gibt den Plan, die Stelle neu zu besetzen“, bestätigt auf Anfrage Bjoern Korte von der Polizei im Kreis Coesfeld. Die entsprechende Stelle sei zum 1. September im Südkreis des Kreises Coesfeld ausgeschrieben. „Herr Baumann soll Verstärkung bekommen“, sagt Korte.

Etwas mehr als erforderlich

Das bedeutet, Rolf Baumann bleibt in Olfen. Berthold Olbrich wird, wie bereits vermutet, in den Ruhestand versetzt.

Rein rechnerisch ist das eigentlich nicht erforderlich. Laut Vorgaben der Landesregierung steht Orten von 10.000 Einwohnern jeweils ein Bezirksbeamter zu. Für Olfen wären es also eigentlich 1,25 Beamte statt zwei gewesen. Allerdings ist Olfen nicht die einzige Stadt mit einer „Überbesetzung“, auch Ascheberg hat zwei Beamte. Rechnerisch würden der Gemeinde 1,5 Stellen zustehen.

In einer vorherigen Version dieses Artikel hatten wir geschrieben, dass Gerd Olschewski weiterhin krank sei. Das war falsch. Wir haben die entsprechende Stelle aus dem Artikel entfernt.

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