Bombenverdacht sorgte für Aufregung rund um den Bahnhof Dülmen

Verdachtsfall

Beim Umbau des Dülmener Bahnhofs wurde am Mittwochmorgen ein verdächtiger Gegenstand gefunden - die Vermutung, dass es sich um eine Bombe handeln könnte, sorgte für etwas Aufregung.

Olfen, Nordkirchen

, 17.03.2021, 11:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Befindet sich tief im Erdreich am Dülmener Bahnhof ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg? Aktuell wird der Bereich vorsichtig untersucht.

Befindet sich tief im Erdreich am Dülmener Bahnhof ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg? Aktuell wird der Bereich vorsichtig untersucht. © picture alliance/dpa

Ein Bombenverdachtsfall hat am Mittwochmorgen und -vormittag im Bereich des Dülmener Bahnhofs für etwas Aufregung gesorgt. Bei Untersuchungen im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen am Bahnhof war im Bereich Bahnhofstraße/Eisenbahnstraße ein Blindgänger-Verdachtspunkt festgestellt worden. Bei Bestätigung hätte das weitreichende Folgen haben können.

Ab 8.30 Uhr liefen die vorbereitenden Arbeiten auf dem Bahnhofsgelände. Eine Fachfirma im Auftrag des zuständigen Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg legte den in 3,5 Metern Tiefe liegenden Verdachtspunkt frei. Gegen 13 Uhr ging dann die Entwarnung heraus: Es handelte sich bei dem Fund nicht um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern um einen völlig ungefährlichen Stahlschachtdeckel. Das bestätigte die Pressestelle der Polizei in Coesfeld auf Anfrage der Redaktion. „Das hat sich also erledigt“, sagt Polizeisprecherin Britta Venker - Evakuierungsmaßnahmen seien nicht erforderlich.

„Es wurde aber auch schon mal eine alte Badewanne gefunden“

Hätte sich der Verdacht bestätigt, hätte in einem Radius von 250 bis 500 Metern evakuiert werden müssen. Und natürlich hätte dann am Nachmittag auch kein Zug mehr am Bahnhof in Dülmen los oder abfahren können. Das städtische Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr, DRK, THW, DLRG, der Baubetriebshof, die Deutsche Bahn und weitere beteiligte Stellen hatten sich auf den möglichen Einsatz bereits vorbereitet, müssen jetzt aber doch nicht aktiv werden. Schon am Morgen hatte die Polizei ausdrücklich gesagt, dass es nicht ungewöhnlich sei, wenn sich ein solcher Verdachtsfall nicht bestätigt. „Es wurde aber auch schon mal eine alte Badewanne gefunden.“

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