Darum ist aus Sicht der Polizei die B235-Kreuzung kein Unfallschwerpunkt

Schwerer Unfall

Bereits den fünften Unfall innerhalb von nur drei Jahren hat die Polizei am Mittwochabend an der Kreuzung der B235 aufnehmen müssen. Muss sich hier baulich was ändern?

Olfen

, 21.03.2019, 13:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Mittwochabend hat es erneut einen schweren Unfall an der Kreuzung der B235 mit der B474 (Richtung Seppenrade) gegen.

Am Mittwochabend hat es erneut einen schweren Unfall an der Kreuzung der B235 mit der B474 (Richtung Seppenrade) gegen. © Thomas Aschwer

Die Situation schien am Mittwochabend eindeutig. Eine Pkw-Fahrerin befährt die B235 (Lüdinghauser Straße) Richtung Lüdinghausen und will nach links in die Brunswicker Straße Richtung Seppenrade abbiegen. Sie hält nach Zeugenaussagen zunächst kurz an, biegt dann aber doch ab und übersieht dabei ein entgegenkommendes Fahrzeug.

Die Folge: Ein heftiger Unfall mit zwei Schwerverletzten und hohem Sachschaden. Bauliche Veränderungen wird dieser Unfall nicht nach sich ziehen, obwohl es nicht zum ersten Mal einen schweren Unfall beim Linksabbiegen gegeben hat.

Menschliches Versagen sei kein Fall für die UnfallkommissionDarum ist aus Sicht der Polizei die B235-Kreuzung kein Unfallschwerpunkt

„Was taugen bauliche Veränderungen bei menschlichem Fehlverhalten?“, stellt Polizeipressesprecher Bjoern Korte eine rhetorische Frage. Die Antwort überlässt er den Menschen. Und doch stellen sich viele die Frage, warum die Kreuzung so gefährlich geworden scheint. Denn eigentlich ist der Bereich absolut übersichtlich. Wer von Olfen kommt und dann nach links in die B474 Richtung Seppenrade abbiegen will, hat freie Sicht. Doch wer kennt es nicht: Einen kurzen Moment nicht voll konzentriert - und schon ist es passiert. Auf der B235 in den vergangenen Jahren leider viel zu oft.

Bauliche Veränderungen Höhe Schliekerpark zahlen sich aus

Im weiteren Verlauf der Bundesstraße 235 geht es nach rechts Richtung Schliekerpark. Hier hat es in den vergangenen Jahren ebenfalls mehrere Unfälle gegeben. Und hier war es so, dass sie sich gleichen. „Dann ist es ein Fall für die Unfallkommission“, sagt Bjoern Korte. Und diese Kommission sei auch aktiv geworden. „Es wurden neue Leitlinien gezogen“, berichtet der Pressesprecher. Dazu habe es weitere Maßnahmen gegeben, um die Sicherheit zu erhöhen. Das Paket habe dazu geführt, dass der Abschnitt sicherer geworden ist. Ähnliches ist an der Kreuzung mit der Brunswicker Straße nicht zu erwarten. Bleibt also nur der Appell an alle Fahrzeugführer, hier besonders konzentriert zu sein.

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