Das ist das Konzept hinter dem Dorfladen in Olfen

Fragen & Antworten

Die Gründung der Unternehmergesellschaft am Donnerstag war ein wichtiger Schritt zur Eröffnung eines Dorfladens in Olfen. Die Initiatoren haben auch bereits erste Gespräche mit möglichen Lieferanten geführt. Wir beantworten Fragen zu der Gesellschaft und zum künftigen Dorfladen.

OLFEN/VINNUM

, 14.10.2017, 05:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ist das Konzept hinter dem Dorfladen in Olfen

Im zweiten Quartal des nächsten Jahres soll der Dorfladen in den ehemaligen Räumen der Sparkasse öffnen.

Bürger aus Vinnum haben bei der Gründungsversammlung der Unternehmergesellschaft „Dorfzentrum Unser Vinnum“ 52 Anteile im Wert von 14.350 Euro gezeichnet. 

Warum hat die Gesellschaft diesen Namen erhalten?

Thomas Lohmann, Sprecher des Arbeitskreises, erklärt, der Dorfladen sei nur ein Baustein des Dorfentwicklungskonzepts. Angedacht ist auch ein Gemeinschaftshaus. Doch zunächst soll der Dorfladen geschaffen werden. Dieser kann dann auch einen andern Namen haben. 

Können noch weitere Anteile gezeichnet werden?

Die Zeichnung von Anteilen ist jederzeit möglich. Selbst dann, wenn es den Dorfladen schon gibt.

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Wo gibt es die Formulare?

Diese liegen ab dem Wochenende am Standort des künftigen Dorfladens an der Hauptstraße aus. Dort befindet sich die gemeinsame SB-Geschäftsstelle der Volksbank und Sparkasse. Dort wird auch ein Briefkasten aufgehängt, in dem ausgefüllte Anträge geworfen werden können. Zudem können die Formulare auch bei der Gärtnerei Lohmann, Borker Straße 58, abgegeben werden.

Formulare liegen zudem bei der Volksbank und Sparkasse in Olfen und im Bürgerbüro aus. Denn, so Thomas Lohmann, auch Olfener können das Projekt in Vinnum unterstützen. Bürger aus anderen Städten ebenfalls. Dies gilt auch für Vereine und Unternehmen.

Wie hoch muss ein Anteil mindestens sein?

Der Mindestbetrag ist 250 Euro. Er kann auch höher sein, muss allerdings durch 50 teilbar sein. Es können auch mehrere Anteile gezeichnet werden, allerdings hat man auch bei mehreren Anteilen nur eine Stimme bei der Gesellschafterversammlung.

Hat man schon mit möglichen Lieferanten gesprochen?

Thomas Lohmann erklärt, man wolle großen Wert auf regionale Produkte legen. Es seien schon Unternehmer auf den Arbeitskreis zugekommen, man habe auch Kontakte geknüpft.

So haben die Bäckerei Artmann aus Selm, Kartoffel Vinnemann, der Biohof Mehring, das Schloss Sandfort, die Landfleischerei Volle, BBS-Schreibwaren und auch der Milchhof Billmann aus Waltrop Interesse an einer Zusammenarbeit. 

Welche Artikel sollen angeboten werden?

Thomas Lohmann geht von rund 1200 Artikeln aus. Es soll nicht nur Lebensmittel geben, sondern auch weitere Artikel, die in Supermärkten erhältlich sind. Thomas Lohmann: „Wir werden sicherlich nicht alle möglichen Zahnpasten anbieten, sondern uns auf zwei bis drei beschränken.“

Wichtig sei, dass, wie in einem Supermarkt, alles erhältlich sei. Die Preise sollen sich auch denen in Supermärkten angleichen.

Wird der Verkauf von ehrenamtlichen Kräften übernommen?

Nein, es sollen Teilzeitkräfte eingestellt werden, die dann auch den branchenüblichen Lohn erhalten.

Wie werden die Öffnungszeiten sein?

Sie müssen noch festgelegt werden. Allerdings soll der Dorfladen so öffnen, damit der Durchgangsverkehr auf dem Weg zur Arbeit bedient werden kann. So soll es auch belegte Brötchen und einen Kaffee to go geben.  „Zu Beginn werden wir lange Öffnungszeiten haben, um zu sehen, zu welchen Zeiten ein Einkauf gewünscht ist“, so Carsten Brass, Mitglied des Gesellschaftsrats. 

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Was sind die nächsten Schritte?

Wichtig ist nun die Werbung weiterer Mitglieder. Da es nun ein gewähltes Gremium – den Gesellschaftsrat – gibt, können auch Gespräche mit dem künftigen Vermieter und Lieferanten durchgeführt werden.

Sind die Initiatoren mit dem Verlauf der Gründungsversammlung zufrieden?

Sie sind sehr zufrieden. Wie Carsten Brass erklärt, hätten Vinnumer im Vorfeld mitgeteilt, sie könnten nicht zur Versammlung kommen, würden aber Anteile zeichnen.

Wie sieht die Finanzierung aus?

Vom Kreis kann eine Förderung von 30.000 Euro erwartet werden. Die Stadt Olfen hat angekündigt, man werde der Politik vorschlagen, das Gründungskapital zu verdoppeln.

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