Die Sonne lockt ins Freie, doch Olfener Gärtner rät zur Vorsicht

Beet- und Balkonpflanzen

Blumengeschäfte dürfen auch in Zeiten der Coronakrise öffnen. Doch Unternehmer wie die Olfener Anke und Michael Möller haben ein großes Problem.

Olfen

, 09.04.2020, 10:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anke Möller kann im Geschäft am Marktplatz weiter Blumen verkaufen. Die Nachfrage ist aktuell als deutlich geringer als vor der Corona-Krise.

Anke Möller kann im Geschäft am Marktplatz weiter Blumen verkaufen. Die Nachfrage ist aktuell als deutlich geringer als vor der Corona-Krise. © Möller

Wenn Michael Möller auf die Umsätze bei Schnittblumen in den vergangenen Wochen schaut, sind die Folgen der Corona-Krise deutlich. Der Olfener Unternehmer spricht von einem „zurückhaltenden Kaufverhalten“. Er kennt auch die Gründe: „Die Menschen können sich nicht gegenseitig besuchen.“ Dazu komme, dass es keine Hochzeiten oder andere Feiern gebe.

Doch nicht nur bei den Schnittblumen gibt es Einbußen. Ein ganz anderes Problem gab es bei den Frühjahrsblühern wie Primeln. Die frühsommerlichen Temperaturen haben ihre Entwicklung so schnell vorangetrieben, dass Möller viele Primeln wegwerfen musste.

Bis Ende April/Anfang Mai drohen Nachtfröste

Wer jetzt allerdings bereits auf Beet- und Balkonpflanzen setzt, könnte zu früh sein. Möller warnt davor, sie vor Ende April, Anfang Mai auszupflanzen. Aktuell sei es zwar schon recht warm, doch auch in den nächsten Wochen müsse man immer noch mit Frost rechnen. „Erst vor einer Woche hatten wir Temperaturen von minus 6 Grad.“

Der Olfener Traditionsbetrieb Möller hat den großen Vorteil, breit aufgestellt zu sein. Neben dem Verkauf in der Gärtnerei (Lüdinghauser Straße 56) an sieben Tagen in der Woche gibt es das Geschäft am Markt sowie Stände auf den Märkten in Bork, Selm und neuerdings auch in Olfen. Weitere Standbeine sind die Friedhofspflege und der Verkauf ungespritzter Tomaten ab Mitte/Ende Juni.

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