Durch diese Tür führt der letzte Weg der Olfener

Trauerhalle und Kreuz eingesegnet

Es ist das letzte Haus für fast jeden Olfener. Die neue Doppeltür, die nun an der Seite der Trauerhalle nach draußen auf den Friedhof führt, strahlt an diesem Sonntagmittag hell im diffusen Licht der Sonne: Hier verlässt die Trauergemeinde künftig die Halle, um dem Verstorbenen das letzte Geleit zu geben. Am Sonntag wurde die umgebaute Halle eingesegnet.

Olfen

, 26.04.2015, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Trauerhalle auf dem Friedhof hat in den vergangenen Monaten ein helleres Gesicht bekommen. Die Pfarrer der katholischen und evangelischen Gemeinden segneten sie nun ein – und neben ihr auch das Holzkreuz am anderen Ende des Friedhofes. Rund 70 Gäste wohnten der Einsegnung bei.

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Eindrücke von der umgebauten Trauerhalle

Heller und offener zeigt sich nun die Trauerhalle des Olfener Friedhofs. Doch die Änderungen nach den Bauarbeiten sind nicht nur optischer Natur: Ein neuer Seitenausgang gestattet es Angehörigen nun, würdevoll die Halle zu verlassen - ohne noch einmal entlang der Stuhlreihen zu gehen. Auch das neue große Holzkreuz auf dem Friedhof wurde bei dem Akt eingesegnet.
26.04.2015
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Die Trauerhalle auf dem Olfener Friedhof ist von außen noch so, wie vorher - doch im Innern hat sich einiges getan.© Foto: Tobias Weckenbrock
Rund 70 Gläubige feierten die Einsegnung der Trauerhalle. Links führt nun ein Weg heraus auf dem Friedhof: So soll bei einer Beerdigung der Weg nach draußen für die Familie, die dem Sarg direkt folgt, leichter gemacht werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
Bernhard Lütkemöller, Pfarrer von St. Vitus, feierte die Einsegnung und weihte dabei die Räume mit seinem Weihwasser.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dieser Abschiedsraum kann komplett geöffnet werden, sodass er als kleine Kapelle fungieren kann.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von diesem Gang geht es in die Abschiedsräume und den Vorbereitungsraum. Im hinteren Teil rechts ist noch eine Möglichkeit für Trauerfeiern mit wenigen Gästen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Meeres- und Strandmotive und ein heller Anstrich sorgen für eine etwas leichtere Atmosphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem solchen Abschiedsraum werden die Verstorbenen aufgebahrt. Hier besteht die Möglichkeit, sich in Ruhe zu verabschieden und der Trauer freien Lauf zu lassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem solchen Abschiedsraum werden die Verstorbenen aufgebahrt. Hier besteht die Möglichkeit, sich in Ruhe zu verabschieden und der Trauer freien Lauf zu lassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem solchen Abschiedsraum werden die Verstorbenen aufgebahrt. Hier besteht die Möglichkeit, sich in Ruhe zu verabschieden und der Trauer freien Lauf zu lassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Pfarrer Thorsten Melchert und Priester Bernhard Lütkemöller (r.) in der Trauerhalle: Sie wird von den Protestanten und den Katholiken Olfens gemeinsam genutzt.© Foto: Tobias Weckenbrock
Pfarrer Thorsten Melchert und Priester Bernhard Lütkemöller (r.) in der Trauerhalle: Sie wird von den Protestanten und den Katholiken Olfens gemeinsam genutzt.© Foto: Tobias Weckenbrock
Thorsten Melchert (v.l.), Bernhard Lütkemöller und Bürgermeister Josef Himmelmann freuten sich anlässlich der Einsegnung der neuen Trauerhalle auf dem Olfener Friedhof.© Foto: Tobias Weckenbrock
Pfarrer Thorsten Melchert von der Evangelischen Christuskirchengemeinde Olfens segnete die renovierte und umgestaltete Trauerhalle.© Foto: Tobias Weckenbrock
Lütkemöller, Himmelmann, Melchert: Stadt und die beiden Kirchengemeinden zusammen organisierten die Umgestaltung der Trauerhalle.© Foto: Tobias Weckenbrock
Rund 70 Gläubige feierten die Einsegnung der Trauerhalle. Links führt nun ein Weg heraus auf dem Friedhof: So soll bei einer Beerdigung der Weg nach draußen für die Familie, die dem Sarg direkt folgt, leichter gemacht werden. Man muss nicht den anderen Trauergästen in die Augen sehen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Bürgermeister Josef Himmelmann sagte: "Es ist ein Anlass zur Freude in einem Gebäude der Trauer. Es ist ein intimer Ort, ein Ort der Stille geworden. Wir wollten dieses Haus würdiger und als Begegnungsstätte gestalten. Das ist uns aus meiner Sicht gelungen."© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Trauerhalle auf dem Olfener Friedhof ist von außen noch so, wie vorher - doch im Innern hat sich einiges getan.© Foto: Tobias Weckenbrock
Ins Licht: Der letzte Weg eines Olfeners führt aus der Trauerhalle durch diese Seitentür nach draußen auf den Friedhof zu seiner Gruft.© Foto: Tobias Weckenbrock
Melchert, Lütkemöller, Himmelmann: Für alle drei ist der Seitenausgang eine gute Möglichkeit, die Trauer besser zu verarbeiten.© Foto: Tobias Weckenbrock
Thorsten Melchert und Bernhard Lütkemöller (r.) feierten die Einsegnung zusammen mit 70 Olfenern. Darunter waren Mitarbeiter der Verwaltung wie Beigeordneter Wilhelm Sendermann und Markus Freck, der die Umbaumaßnahmen im Bauamt der Stadt organisierte, aber auch viele Angehörige der Kirchengemeinden und aus der Politik.© Foto: Tobias Weckenbrock
Pfarrer Bernhard Lütkemöller klärte die Frage, warum ein Ort wie dieser überhaupt gesegnet werden müsste. Denn eigentlich stehe fest: Gott ist überall.© Foto: Tobias Weckenbrock
Pfarrer Thorsten Melchert sagte: "Ich freue mich, dass an diesem Ort so viel Mühe aufgebracht worden ist. Das zeigt uns: Uns allen ist daran gelegenen, einen würdigen Ort für den Tod zu schaffen. Ich habe hier schon viele Angehörige beim Abschiednehmen begleitet. Ich bin froh, dass wir jetzt etwas Zeitgemäßes geschaffen haben."© Foto: Tobias Weckenbrock
Pfarrer Bernhard Lütkemöller klärte die Frage, warum ein Ort wie dieser überhaupt gesegnet werden müsste. Denn eigentlich stehe fest: Gott ist überall.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Asylkreis Olfen stellte eine Trauerkerze in Gedenken an die Flüchtlinge auf, die im Mittelmeer in den vergangenen Wochen ertrunken sind. Die Kerze hatte der Asylkreis selbst gestaltet. Heiner Dieckmann (l.) verlas dazu auch eine Fürbitte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Pfarrer Bernhard Lükemöller und Thorsten Melchert segneten gemeinsam mit den 70 Gästen das Holzkreuz. Es soll den Menschen Kraft im Tode und im Abschied geben.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Pfarrer Bernhard Lükemöller und Thorsten Melchert segneten gemeinsam mit den 70 Gästen das Holzkreuz. Es soll den Menschen Kraft im Tode und im Abschied geben.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Pfarrer Bernhard Lükemöller und Thorsten Melchert segneten gemeinsam mit den 70 Gästen das Holzkreuz. Es soll den Menschen Kraft im Tode und im Abschied geben.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Pfarrer Bernhard Lükemöller und Thorsten Melchert segneten gemeinsam mit den 70 Gästen das Holzkreuz. Es soll den Menschen Kraft im Tode und im Abschied geben.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Pfarrer Bernhard Lükemöller und Thorsten Melchert segneten gemeinsam mit den 70 Gästen das Holzkreuz. Es soll den Menschen Kraft im Tode und im Abschied geben.© Foto: Tobias Weckenbrock
Nach der Einsegnung der Trauerhalle ging es quer über den Friedhof auf den hinteren Teil. Dort hatte der Heimatverein organisiert, dass das große Holzkreuz erneuert worden ist. Es steht nun an der alten Stelle.© Foto: Tobias Weckenbrock
Nach der Einsegnung der Trauerhalle ging es quer über den Friedhof auf den hinteren Teil. Dort hatte der Heimatverein organisiert, dass das große Holzkreuz erneuert worden ist. Es steht nun an der alten Stelle.© Foto: Tobias Weckenbrock
Nach der Einsegnung der Trauerhalle ging es quer über den Friedhof auf den hinteren Teil. Dort hatte der Heimatverein organisiert, dass das große Holzkreuz erneuert worden ist. Es steht nun an der alten Stelle.© Foto: Tobias Weckenbrock
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Neu ist: Die Abschiedsräume im hinteren Teil der Halle sind vollkommen umgestaltet. Es ist dort heller und offener als zuvor, man kann die Räume aber auch verschließen und so in Intimität und Würde Abschied vom verstorbenen Angehörigen nehmen. Neue Technik zur Beheizung und Kühlung der Räume ist eingebaut worden.

Es steht ein Raum zur Verfügung für kleinere Trauergesellschaften, der dann auch als Kapelle fungieren kann. Die Kapelle selbst hat jetzt einen Seitenausgang. Dieser soll bei Beerdigungen künftig genutzt werden, um den engsten Angehörigen den Weg nach draußen leichter zu machen. Bis dato mussten sie immer nach hinten durch die Glastüren nach draußen ziehen – hinter dem Sarg her an den anderen Trauergästen vorbei. 

Dabei mussten sie oft die schweren Blicke der anderen Gäste ertragen und ihnen in die Augen blicken. Das ist nun anders geregelt. Vorne in der Andachtshalle, wo vorher ein Vorhang war, ist nun eine Wand eingezogen. Es gibt noch drei Abschiedsräume und einen etwas größeren Arbeitsraum. Für den Umbau gab die Stadt Olfen in etwa 300.000 Euro aus.

Gemeinsam ging es dann noch mit den Gästen quer über den Friedhof am zentralen Steinkreuz vorbei in den hinteren Teil des Friedhofes. Dort steht nun ein Eichenkreuz, das der Heimatverein aufgestellt hat. Die Eichenstämme sind gut abgelagert: Die Stadt Olfen stellte sie zur Verfügung, geschlagen wurden sie schon vor zehn Jahren.

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