Eröffnung: B474 mit Geh- und Radweg fertiggestellt

Freude bei Anwohnern

Auf diesen Tag haben Anwohner der B474 in Tetekum fast 40 Jahre gewartet: Die Bundesstraße ist fertig erneuert und ein neuer Rad- und Gehweg eröffnet. Am Donnerstag gaben die Bürgermeister von Olfen und Lüdinghausen die Straße endgültig frei.

OLFEN/LÜDINGHAUSEN

, 13.10.2016, 19:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Für den Ausbau haben wir viele Jahre gekämpft, die Hoffnung haben wir nie aufgegeben“, erklärte Anwohner Heinz Kemmann am Donnerstag bei der Freigabe der ausgebauten Straße in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Mitte der 80er Jahre gab es bereits den Wunsch nach einem Geh- und Radweg. Immer wieder sprachen die Anwohner bei den zuständigen Behörden vor. Im Jahr 1994 gab es einen wiederholten Antrag mit einer Unterschriftenaktion.

Anfang 2008 wurde von Dirk Griepenburg, damaliger Leiter der Straßen-NRW-Niederlassung Münsterland, zugesagt, die Straße werde ausgebaut und ein Rad- und Gehweg angelegt.

Anwohner waren in den Ausbau eingebunden

Dies konnte geschehen, weil die ursprüngliche Planung für die B474n zwischen Olfen und Dülmen nicht mehr verfolgt wurde und so die B474 eine größere Bedeutung erhielt. Kemmann: „So ist es nun ein besonderer Tag, denn endlich haben wir auf dieser Straße mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.“ Kemmann hat die Arbeiten genau verfolgt, denn auf seinem Hofgelände war das Lager der Arbeiter. „Es war ein gutes Miteinander.“ Und die Straße sei nun sehr schön geworden.

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Die Bürgermeister Richard Borgmann (Lüdinghausen) und Wilhelm Sendermann (Olfen) sowie Vertreter des Landesbetriebs kamen am Donnerstag zum Hof von Heinz Kemmann und gaben die Straße offiziell frei. Froh über den Ausbau ist auch der stellvertretende Bürgermeister und Seppenrader Anton Holz. Denn auch er kann sich an viele Gespräche erinnern. Denn für den Ausbau mussten die Anlieger Flächen zur Verfügung stellen.

Der Schwerlastverkehr soll noch aus dem Dorf

„Wir haben jetzt an allen Bundesstraßen einen Radweg“, so Anton Holz. Doch einen großen Wunsch hat er noch. „Es wäre gut, wenn wir es schaffen, den Schwerlastverkehr aus unserem Dorf zu bekommen.“ Er hoffe, dass die Städte Lüdinghausen und Olfen gemeinsam mit dem Kreis es schaffen, eine Umgehung zu bauen. Dabei handelt es sich um die K8n, für die es unterschiedliche Varianten auf Olfener Gebiet gibt.

Zurzeit gibt es auf der Straße noch eine Tempobegrenzung auf 70 km/h. In einigen Wochen wird auf der Straße Tempo 100 wie für Straßen außerhalb von Ortschaften gelten.  

Daten und Fakten über den Bau
  • Baubeginn war am 28. September 2015. Die Fertigstellung war für den Sommer geplant, doch die Bauarbeiten verzögerten sich durch den feuchten Winter und schlechte Bodenverhältnisse.
  • 5000 Kubikmeter Straßenaufbruch und Boden wurden abgefahren, 9000 Kubikmeter Boden mussten eingebaut werden.
  • Die Baukosten betrugen drei Millionen Euro, vom Bund finanziert. Die Straße wurde auf einer Länge von 2,6 Kilometern ausgebaut.

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