Die Betriebswege am Dortmund-Ems-Kanal sollen zwischen Datteln und Münster zu einem Radweg ausgebaut werden. © Stadt Olfen/nts Ingenieurgesellschaft
Verkehrswende

Erste Planungen für Radweg von Olfen nach Münster vorgestellt

Für Radfahrer könnte das Pendeln bald einfacher werden: Von Datteln soll es bald über Olfen bis nach Münster gehen. Gespräche wurden bereits geführt, erste Planungen nun vorgestellt.

Ein Radweg von Olfen bis nach Münster? Wenn es nach den Plänen mehrerer Bürgermeister aus dem Kreis Coesfeld geht, könnte das bald Realität werden. Im Olfener Bauausschuss wurden die ersten Entwürfe vorgestellt, wie ein solcher Radweg auf dem Gebiet der Stadt Olfen aussehen könnte.

Laut Stadtverwaltung sind funktionierende Radwege ein „zentraler Baustein der Klimaschutzaktivitäten in der Stadt Olfen“, heißt es in der Sitzungsvorlage zum geplanten Radweg. „Nur ein attraktives Alltagswegenetz kann Pkw-Pendler zum Umstieg auf Fahrrad und Pedelec motivieren“, ist die Stadt überzeugt.

Abstimmungsgespräche und Vorplanungen

Direkt, schnell und möglichst komfortabel soll die Verbindung der Städte untereinander sein, so die Forderung. Dazu haben sich die Städte Dülmen, Lüdinghausen, Olfen und Senden darauf verständigt, städtische Wege und Betriebswege des Dortmund-Ems-Kanals zu einer durchgehenden Radwegeverbindung umbauen zu wollen. Die soll in einer Richtung in Münster enden und in die andere Richtung bis Datteln führen.

Mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) seien schon mehrfach Abstimmungsgespräche geführt sowie bereits eine Vorplanung mit einer Ingenieursgesellschaft erstellt worden, berichtet die Stadtverwaltung.

Der Weg am Yachthafen muss noch breiter werden. © Stadt Olfen/nts Ingenieurgesellschaft © Stadt Olfen/nts Ingenieurgesellschaft

Vorreiter beim Radweg am Kanal ist die Stadt Münster, wo die Bauarbeiten für die 27 Kilometer lange „Kanalpromenade“ bereits in vollem Gange sind. Anders als in Münster müssen die Radfahrenden auf der sieben Kilometer langen Strecke in Olfen nach aktuellen Planungen allerdings auf eine durchgängige adaptive Beleuchtung verzichten. Diese sei unter anderem aus „naturschutzfachlichen und Kostengründen nicht beabsichtigt“ – und nicht notwendig.

Der Grund: Der Radweg soll in Olfen gar nicht direkt am eigentlichen Kanal entlang führen, sondern der Alten Fahrt folgen und somit Hauptachsen im Ort kreuzen. Auch deshalb ist noch einiges zu tun.

Sieben Kilometer lang, 3,5 Meter breit

Eine Ausbaubreite von mindestens 3,5 Metern auf Asphalt und reflektierende Fahrbahnrandmarkierungen sollen die Benutzung sicher und bequem machen. An Kreuzungspunkten, wie dem mit der Lüdinghauser Straße (L235), wäre eine sensorgesteuerte Ampelschaltung denkbar, die Radfahrende erkennt und automatisch umschaltet.

Ganz allein werden die Radfahrer den Weg allerdings nicht überall nutzen können. Die bisherigen Betriebswege der WSV sollen auch nach dem Umbau weiterhin als solche genutzt werden. Die Verkehrssicherungs- und Unterhaltungspflicht wird künftig allerdings auf die Stadt Olfen übertragen.

„Die Kostenschätzung sowie die konkrete Finanzierungsbeteiligung werden zur Ratssitzung am 14. Dezember aufgezeigt“, heißt es von der Stadtverwaltung. Die rechnet mit einer bis zu 90-prozentigen Förderung des Bauvorhabens.

Über den Autor
Redakteur
1989 im Ruhrgebiet geboren, dort aufgewachsen und immer wieder dahin zurückgekehrt. Studierte TV- und Radiojournalismus und ist seit 2019 in den Redaktionen von Lensing Media unterwegs.
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Dennis Görlich

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