Ex-Bürgermeister Albert Knümann gestorben

Nachruf

Albert Knümann ist tot. Der ehemalige Olfener Bürgermeister starb am Freitag nach schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren. Er war von 1984 bis 1996 der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt. Wir blicken zurück auf einige wichtige Stationen seines Lebens.

Olfen

, 14.11.2015, 16:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der ehemalige Olfener Bürgermeister Albert Knümann - hier ein Bild von seiner Goldenen Hochzeit - ist gestorben.

Der ehemalige Olfener Bürgermeister Albert Knümann - hier ein Bild von seiner Goldenen Hochzeit - ist gestorben.

Albert Knümann wurde am 29. Mai 1932 in Olfen geboren. 1951 schloss er seine Schulausbildung mit der mittleren Reife ab, begann eine Ausbildung zum Industriekaufmann. 1958 wurde er Gerichtsvollzieher. Als solcher unterhielt er bis zur Pensionierung 35 Jahre lang ein eigenes Büro.

Seine politische Laufbahn begann 1971 in der CDU, dort wurde Knümann zwei Jahre später zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. 1975 wurde Albert Knümann in den Rat gewählt. 1979 bis 1984 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 1979 bis 1984 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender und übernahm dann das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters. Von 1994 bis 1999 vertrat er die Olfener CDU im Kreistag. 1996 schaffte die Stadt Olfen die Doppelsitze ab. Josef Himmelmann wurde hauptamtlicher Bürgermeister.

Träger der Ehrennadel

Auf Initiative von Knümann wurde der Heimatverein gegründet, deren Vorsitzender er von 1993 bis 1997 war. Er war seit über 50 Jahren Mitglied in der KG Kitt und gehörte der Bürgerschützengilde, dem Schützenverein Sülsen und der Kolpingsfamilie an.

Der Alt-Bürgermeister erhielt viele Ehrungen für seine Verdienste um die Allgemeinheit. 1996 verlieh ihm Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz. Seit 1996 ist er Träger der Ehrennadel der Stadt Olfen und Ehrenhauptbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr.

"Mit Leib und Seele Kommunalpolitiker"

Albert Knümann liebte seine Heimatstadt Olfen, verfolgte immer die Entwicklung der Steverstadt. In vielen Gesprächen mit dem Auto dieser Zeilen wurden Geschehnisse in Olfen und der Welt diskutiert. Erst vor einigen Monaten traf ich mich mit Albert Knümann, einem Zeitzeugen des Endes des 2. Weltkriegs. In seinem Wintergarten berichtete er über das Kriegsende, doch auch viele weitere Themen wurden angesprochen. Die Gespräche mit Albert Knümann waren geprägt von großem Vertrauen. Gern habe ich ihm zugehört, wenn er über sein Olfen sprach.

„Ich war mit Leib und Seele Kommunalpolitiker“, so Albert Knümann bei unserem letzten Gespräch. „Dies habe ihm immer großen Spaß gemacht und sei nie eine Last gewesen. Als Höhepunkt seiner Amtszeit nannte Knümann die Eröffnung der Südumgehung 1987 mit der Stadtkernsanierung. Wichtig seien auch der Bau der Stadthalle, der Mehrzweckturnhalle und der Gesamtschule, sowie die Umgestaltung des Friedhofs und der Friedhofshalle gewesen. Gern erinnerte er sich auch die Feier zum 1000-Jährigen.

Mit Albert Knümann hat die Stadt einen Bürger verloren, dem sie viel zu verdanken hat.

Das Seelenamt ist am Dienstag, 17. November, um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Vitus. Anschließend wird Albert Knümann auf dem Olfener Friedhof beigesetzt. 

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