Fast fertig: Die neue Bilholtstraße bekommt noch Farbe und Bäume

rnBilholtstraße

Monatelang war die Bilholtstraße eine große Baustelle. Nun fehlen nur noch Bäume und die rote Farbe für die Radfurt. Der neue Mini-Kreisverkehr ist schon in Betrieb - nicht immer sachgemäß.

Olfen

, 27.10.2020, 10:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine schöne glatte Fahrbahndecke und ein Mini-Kreisverkehr zieren neuerdings die Bilholtstraße. Verkehrszeichen und Laternen stehen, Fahrbahnmarkierungen wurden gesetzt und die ersten Autos rollten schon über die sanierte Straße. Etwas fehlt jedoch noch: Die rote Farbe der Radfurt und Bäume. Warum die später kommen, hat seine Gründe.

„Die rote Farbe wird aufgesprüht, während die weißen Fahrbahnmarkierungen aus Heißplastik bestehen. Die Mittellinie wird nicht so oft überfahren und kann zur Not nachgetrocknet werden. Das geht bei der roten Radfurt nicht so leicht“, erklärt der zuständige Fachbereichsleiter Klemens Brömmel. Das frische Bitumen, also Pech, müsse sich etwa vier Wochen setzen, damit die Sprühfarbe besser hält. Wann genau die Farbe aufgesprüht wird, hänge vom Wetter ab.

Buchen sind praktisch und schick

Ab November werden 42 Säulen-Hainbuchen an der Straße gepflanzt. Sie gelten als Ersatz für die 29 Bäume, die für die Straßenbauarbeiten gefällt werden mussten. Warum es Säulen-Hainbuchen werden, weiß Brömmel: „Wir haben gute Erfahrungen mit den Bäumen gemacht. An vielen Stellen, wie am Mobilpunkt, stehen bereits Buchen. So gibt es ein einheitliches Stadtbild. Außerdem sind sie recht schlank und ragen nicht so weit auf die Straße.“

Wann die Bäume kommen, hänge von der Baumschule und dem Wachstum der Bäume ab. „Wenn die noch in vollem Saft stehen, kann man sie schlecht umpflanzen. Deshalb geht es vermutlich Anfang November los“. Neben Bäumen werden an der Straße noch Bodendecker gepflanzt. Das sind niedrige Pflanzen, die - der Name sagt es schon - den Boden bedecken. Vor dem Leohaus gibt es neue Stauden.

Mini-Kreisel statt Ampel

Ein Mini-Kreisverkehr mit überfahrbarer Mitte hat Olfens letzte Ampelkreuzung abgelöst. Dass die Autofahrer die überfahrbare Mitte ausnutzen, hat eine unserer Reporterinnen bereits beobachtet. Der Stadt sei laut Brömmel nicht bekannt, dass der Kreisverkehr in besonderem Maße unsachgemäß benutzt werde.

„Lkw und Busse müssen die Mitte aufgrund ihrer Größe überfahren“, betont Brömmel und verweist auf die Straßenverkehrsordnung, in der es heißt: „Die Mittelinsel darf nur von Fahrzeugen überfahren werden, deren Abmessungen das ordnungsgemäße Befahren des Kreisverkehrs unmöglich machen. Die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer muss dabei ausgeschlossen sein“.

Bei Gefährdung gelte ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro. Ausgeschildert ist der Kreisverkehr bereits mit dem üblichen blau-weißen Schild, sodass die richtige Benutzung des Kreisverkehres selbstverständlich sein sollte. Für Autofahrer, die sich nicht an die vorgeschriebene Fahrtrichtung halten, kann es ebenfalls teuer werden: 25 Euro Verwarngeld kostet es nach §41 der Straßenverkehrsordnung, wenn man erwischt wird.

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