Flüchtlinge kommen Mitte September nach Olfen

Zeltstadt in Vinnum

Mitte bis Ende September sollen die ersten Flüchtlinge in der noch zu schaffenden Zeltstadt in Vinnum einziehen. Das teilte Christoph Schlütermann, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Coesfeld, am Montagabend bei der Informationsveranstaltung in der Stadthalle den rund 400 Bürgern mit.

OLFEN

, 31.08.2015, 23:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Flüchtlinge kommen Mitte September nach Olfen

Reinhard Frieling von der Kreispolizei (v.l.) Bürgermeister Joef Himmelmann, DRK-Geschäftsführer Christoph Schlütermann und Regierungsvizepräsidentin Dorthee Feller informierten über die Flüchtlingsunterkunft in Vinnum.

Schlütermann erklärt, dass er davon ausgehe, dass die ersten Flüchtlinge am 15. September nach Vinnum kommen werden. „Denn zu diesem Zeitpunkt können wir die Turnhalle des Kollegs in Coesfeld wegen Umbauarbeiten nicht mehr nutzen.“ Neben dem DRK-Geschäftsführer informierten Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller, Bürgermeister Josef Himmelmann und Reinhard Frieling,von der Kreispolizeibehörde die Bürger über die geplante Notunterkunft für Flüchtlinge.

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Zeitplan und Größe: Wie Christoph Schlütermann in einem Gespräch mit unserer Redaktion erklärte, seien die Aufträge bereits vergeben. Ende dieser Woche könne schon mit dem Aufbau begonnen werden. Es werden sechs Zelte, Dorothee Feller sprach von Leichtbauhallen, zur Unterbringung von jeweils 50 Flüchtlingen aufgebaut. Hinzu kommen Sanitärzelte und Zelte für das Catering. „Diese Leichtbauhallen sind klimatisiert und auch winterfest“, betonte Dorothee Feller. Zunächst sollen 200 Flüchtlinge, später bis zu 300 Flüchtlinge untergebracht werden. Wie lange es die Zeltstadt gebe, konnte Dorothee Feller nicht genau sagen. Ein halbes Jahr werde sie aber auf jeden Fall benötigt. Die Flüchtlinge würden zwei bis sechs Wochen in Vinnum bleiben. Während dieser Zeit werde man Olfen aber keine weiteren Flüchtlinge zuweisen.

Gelände: Die Leichtbauhallen werden auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Fläche der ehemaligen Ziegelei Hüning aufgebaut. Wie Bürgermeister Josef Himmelmann erklärte, habe man der Bezirksregierung zudem den Parkplatz vor dem ehemaligen Munitionsdepot vorgeschlagen. Die Bezirksregierung habe sich für die ehemalige Ziegelei entschieden.

Sicherheit: Christoph Schlütermann erklärte, es werde ein Sicherheitsdienst auf dem Gelände und auch rund herum für Sicherheit sorgen. Auf die Frage, wie man denn schwarze Schafe in Reihen des Sicherheitsdienstes verhindern wollte erklärte er: „Der Auftrag wird von der Bezirksregierung vergeben. Alle Mitarbeiter müssten namentlich benannt werden. „Sie müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Dorothee Feller ergänzte, die Personen würden auch vom Land überprüft. Wie Reinhard Frieling von der Polizei erklärte, würde auch die Polizei ständig die Einrichtung in Vinnum anfahren. Frieling: „Ich kann aber sagen, dass wir an den anderen Flüchtlingsunterkünften keine großen Probleme haben.

Personal: Die Einrichtung wird vom DRK-Kreisverband betreut. Schlütermann: „Mitarbeiter, die bereits in Coesfeld am Kolleg tätig sind, kommen nach Vinnum.“ 30 bis 40 Mitarbeiter würden sich um die Flüchtlinge kümmern. Hinzu kommen die Mitarbeiter für das Catering und den Sicherheitsdienst.

Hilfsmöglichkeiten: Christoph Schlütermann erklärte, es würden sicherlich Bettwäsche und Kleidung benötigt. „Dies sollten wir aber koordinieren“, so Christoph Schlütermann. Man werde rechtzeitig mitteilen, was man in der Einrichtung gebrauchen könne. Bürgermeister Josef Himmelmann erklärte, man werde eine Sammelstelle im alten Krankenhaus einrichten. Auch ein Hotline im Rathaus sei vorgesehen.

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