Flüchtlings-Zeltstadt in Vinnum unter Quarantäne

Drei Windpocken-Fälle

Niemand darf raus, niemand darf rein. Drei Flüchtlingskinder leiden in der Zeltstadt in Olfen-Vinnum aktuell an Windpocken. Um die Ausbreitung zu verhindern, wurde die Notunterkunft jetzt unter Quarantäne gestellt.

VINNUM

, 05.10.2015, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flüchtlings-Zeltstadt in Vinnum unter Quarantäne

Für die Ankunft war alles vorbereitet.

Die Zeltstadt in Vinnum ist für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Wie DRK-Vorstand Christoph Schlütermann auf Anfrage erklärte, gebe es drei Kinder mit Windpocken in der Einrichtung. Die Kinder und ihre Eltern gehören zu den Personen, die in der Nacht zum 30. September unangemeldet mit zwei Bussen in Vinnum eingetroffen waren.

„Wir haben die Kinder mit ihren Eltern in einem Zelt isoliert, um eine Ausbreitung zu verhindern“, so Christoph Schlütermann. Zudem wurden die Bewohner am Montag geimpft. „Nun dürfen erst einmal keine Menschen die Zeltstadt verlassen. Es dürfen auch keine hinein“, erklärte Schlütermann.

Vorerst keine Neuaufnahmen

So werde es in Vinnum nun auch erst einmal keine Neuaufnahmen geben. Schlütermann: „Wir können die Bewohner zwar nicht zwingen, in der Einrichtung zu bleiben. In Gesprächen weisen wir sie aber auf die Ansteckungsgefahr hin.“

Aufgrund der Quarantäne ist der Busservice nach Olfen ausgesetzt. In der letzten Woche wurde der Bus bereits eingesetzt. Täglich um 14.30 Uhr fuhr er nach Olfen, zwei Stunden später zurück. „Dieser Service wurde gut angenommen“, so Denis Kolakovic in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt