Fragen und Antworten zur Zeltstadt in Vinnum

Unterbringung für Flüchtlinge

Eine Zeltstadt für bis zu 200 Flüchtlinge wird in den nächsten Wochen auf dem Gelände der Ziegelwerk Vinnum GmbH errichtet. Sie entsteht im hinteren Bereich, während vorne die Produktion der Firma ZKB Elementbau weiter läuft. Nun äußert sich auch die Bezirksregierung zu dem Vorhaben.

VINNUM

, 26.08.2015, 12:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was macht das Gelände zu einem geeigneten Standort?  

Bei dem Gelände handelt es sich um einen „festen, erschlossenen Standort“, so Sigrun Rittrich, die Pressesprecherin der Bezirksregierung Münster. Die Wasserversorgung ist gewährleitet, außerdem sei eine große Fläche verfügbar. Alle Vorschläge für solche Standorte prüfte die Bezirksregierung Münster vorher bei Vor-Ort-Terminen.

Um was für eine Art Unterkunft soll es sich hier handeln? Sprich: Welche Flüchtlinge werden hier aufgenommen?

Es wird sich um eine Notunterkunft handeln. Zelthallen für je 50 Bewohner werden dort eingerichtet. Welche Flüchtlinge kommen werden, kann die Bezirksregierung nicht sagen.

Wie lange plant man, einzelne Flüchtlinge hier in der Unterkunft zu halten?

Die Flüchtlinge bleiben in der Regel nur wenige Tage. „Es kann aber auch sein, dass sie bis zu sechs Wochen dort bleiben“, so Sigrun Rittrich. „Es geht zunächst einmal darum, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf haben“, sagt sie weiter. Wie lange in den einzelnen Fällen dann die Registrierung oder die Erstversorgung dauert, sei sehr unterschiedlich. Grundsätzlich handele es sich bei der Notunterkunft um eine Unterbringung auf Zeit – wie lang genau sie aber bestehen wird, kann Sigrun Rittrich jetzt noch nicht sagen.

Für wie viele Flüchtlinge wird die Unterkunft maximal ausgerichtet sein?

„Die Unterbringung von 200 Flüchtlingen ist erst mal angedacht“, so Sigrun Rittrich.

Wer wird die Unterkunft betreiben?

„Das steht noch nicht fest“, so Sigrun Rittrich. Die Bezirksregierung führt dazu noch Gespräche mit verschiedenen Betreuungsorganisationen.

Wann werden die Bürger in Olfen offiziell informiert? Wie wird die Infoveranstaltung aussehen? Wer kommt, um zu informieren?

 Es soll Montagabend, 31. August, eine Bürgerversammlung geben, bei der neben dem Bürgermeister auch Fachleute vor Ort sein sollen, um den Olfenern Infos zu geben.

Hat die Bezirksregierung die Bürgermeister im Kreis Coesfeld aufgefordert, Standorte für bis zu 1000 Flüchtlinge zu benennen und meldete daraufhin jede Kommune einen möglichen Standort?

 Grundsätzlich stimme die Info, dass die Bürgermeister des Kreises Coesfeld mögliche Standorte benennen sollten. Allerdings sei von der Zahl 1000 dabei nicht die Rede gewesen.

Wird Lüdinghausen eine ähnliche Unterkunft erhalten?

Nein, das sei bisher nicht geplant. „Da ist uns zur Zeit nichts bekannt“, so Sigrun Rittrich. „Es eignen sich längst nicht alle vorgeschlagenen Standorte.“

Ist damit das Problem der Bezirksregierung Münster zur Unterbringung von Flüchtlingen vorerst gelöst / beseitigt?

Die Bezirksregierung wisse nicht, wie es mit der Zuteilung von Flüchtlingen weitergehe. „Wir stehen jeden Tag vor neuen Herausforderungen“, sagt Sigrun Rittrich. „Die gesamte Situation ist eine große Herausforderung für die Bezirksregierung. Wir sind froh, dass die Menschen die Flüchtlinge so hilfsbereit aufnehmen, dass die Zusammenarbeit mit den Kommunen so gut klappt und die Betreuungsverbände uns so gute Partner sind.“

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