Glasfaserausbau in Vinnum ist abgeschlossen

Schneller Internetzugang

Es ist vollbracht: Seit Montag steht die Glasfaserverbindung zwischen Olfen und Vinnum. Noch in dieser Woche können sich die ersten Kunden über einen schnellen Internetzugang freuen. In anderen Teilen Olfens heißt es hingegen abwarten - denn es geht nur Schritt für Schritt voran. Hat Olfen einen Rückstand auf andere Städte?

OLFEN

, 21.08.2017, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Glasfaserausbau in Vinnum ist abgeschlossen

ILLUSTRATION - Eine Frau hält ein Kabelbündel aus einem Glasfaserkabel vor einer sogenannten Speedpipe (Leerrohr) für ein Glasfasernetzwerk am 23.11.2016 in Limbach-Oberfrohna (Sachsen). Sieben Unternehmen aus dem Fertigungsnetzwerk im westsächsischen Raum haben ihr eigenes Glasfasernetz aufgebaut. In dem Firmenbündnis wickeln unter anderem ein IT-Dienstleister, ein Maschinenbauer und ein Blechbearbeitungsbetrieb gemeinsame Projekte ab. Nun hat der Verbund eine Internetleitung mit 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). (Zu dpa "Breitbandausbau: Westsächsische Mittelständler ergreifen Initiative" vom 23.11.2016) Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

„Die Glasfaserverbindungen sind eingeblasen“, sagte Manfred Casper, Geschäftsführer der Olfenkom, am Montag auf unsere Anfrage. Auch der Stromanschluss für die Leitungen stehe bereit, sodass die ersten Kunden in den kommenden Tagen aufgeschaltet werden.

Und das, so Casper, sei mehr als notwendig gewesen. Etwa 56 Kilobit in der Sekunde sei die Leitung bislang schnell gewesen. Viel zu wenig, um beispielsweise einen Film über das Internet zu schauen.

„Unser Ziel ist es, Olfen flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen“, so Klemens Brömmel von der Stadt Olfen, die 51 Prozent der Anteile am Unternehmen Olfenkom hält. Noch sei man davon aber deutlich entfernt, bestätigte Casper.

Andere Städte besser aufgestellt?

Knapp ein Drittel des Stadtgebiets sei derzeit durch Glasfaserleitungen abgedeckt. Mindestens zwei bis drei Jahre dauere es noch, bis Olfen flächendeckend versorgt sei. Gerät die Stadt, die mit Olfenkom eine Vorreiterrolle eingenommen hat, also technisch ins Hintertreffen?

In Nordkirchen startet beispielsweise der Anbieter Unitymedia gerade eine große Offensive. „Ich weiß nicht, ob alle anderen Städte besser aufgestellt sind als wir“, sagt Klemens Brömmel, der die Entscheidung für Olfenkom auch heute nicht bereut.

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Ob ein Unternehmen bis heute überhaupt Interesse am Breitbandausbau in Olfen gezeigt hätte, sei müßig zu beantworten. „Mit unserem kleinen Unternehmen können wir nicht alles gleichzeitig machen. Aber wir kommen gut voran und nehmen es selbst in die Hand“, so Brömmel.

Anwohner werden befragt

Genau das plant Olfenkom bis Jahresende auch am Heidkamp, am Niekamp sowie am Sternbusch – wenn die Rückmeldung der Anwohner entsprechend positiv ist. Sie werden in den nächsten Wochen angeschrieben und zu ihrem Interesse befragt, sollten 60 Prozent der etwa 100 Haushalte Interesse bekunden, stände einem Glasfaserausbau dort nichts im Wege. „Damit hätten wir dann einige der kritischen Gebiete abgedeckt“, sagte Brömmel.

Wie es anschließend weitergeht, sei hingegen noch nicht festgelegt. Die Außenbereiche der Stadt könnten ein mögliches Ziel sein. Erste Gespräche habe es bereits gegeben, so Brömmel. Anschließend könne er sich auch vorstellen, dass Teile der Innenstadt mit Glasfaser ausgestattet werden. „Dem widmen wir uns aber erst, wenn es so weit ist“, sagte Brömmel. Es gilt also wie immer bei der Olfenkom: Schritt für Schritt Richtung Ziel.

Kein Interesse der Telekom
200 abgeschlossene Verträge seien nötig, damit sich der Ausbau in Vinnum für Olfenkom finanziell rentiert.
Die Anzahl kann das Unternehmen bislang noch nicht verzeichnen.
Die Telekom interessierte sich vor einigen Jahren nicht für den Auftrag.
Die Geschwindigkeit des Internets beträgt bei Glasfaserleitungen in etwa zwischen 50 und 100 Megabit in der Sekunde.
Nach oben ist die Grenze allerdings offen.

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