Haus in Lüdinghausen nach Brand unbewohnbar

Stadt und Nachbarn halfen

Ein Haus unbewohnbar, zwei Menschen im Krankenhaus - das sind am Montagabend die Folgen eines Brandes in Lüdinghausen gewesen. 16 Bewohner mussten anderweitig unterkommen. Nicht nur die Stadt wurde aktiv. Auch Nachbarn halfen spontan.

LÜDINGHAUSEN

von André Braune, Björn Althoff

, 29.11.2016, 11:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über eine Leiter kamen die Feuerwehrleute ins Haus.

Über eine Leiter kamen die Feuerwehrleute ins Haus.

Gegen 19.30 Uhr wurde die Feuerwehr Lüdinghausen zu einem ausgedehnten Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Azaleenstraße gerufen. „Bei Eintreffen war eine starke Rauchentwicklung erkennbar“, so Günter Weide, Leiter der Feuerwehr Lüdinghausen.

Schon zu diesem Zeitpunkt zündete das Feuer durch und Flammen schlugen aus den Fenstern. Die Feuerwehr musste zunächst noch eine Person suchen, konnte dann aber zügig mit der Brandbekämpfung beginnen.

Insgesamt waren 54 Feuerwehrleute vor Ort. Zwei Bewohner wurden mit Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus verbracht, drei weitere Personen wurden vor Ort behandelt. 14 weitere Bewohner wurden an der Einsatzstelle betreut.

Die Brandursache steht noch nicht fest. Brandermittler waren bereits am Abend vor Ort. Die Schadenshöhe ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Nachbarn halfen: "In der Not hält man ja zusammen"

Da das Haus unbewohnbar ist, wurden diese zunächst mit Taxi-Bussen ins nahegelegene DRK-Heim gebracht. Mit Hilfe der Stadt Lüdinghausen wurden dann anderweitige Unterbringungsmöglichkeiten für diese Bewohner gesucht.

Dass Nachbarschaftshilfe funktioniert, zeigten Michael und Katja Tembaak, die direkt gegenüber des Mehrfamilienhauses wohnen. Sie halfen den auf der Straße wartenden Bewohnern des Mehrfamilienhauses spontan mit Jacken, Decken, Schuhen und warmen Getränken aus. „In der Not hält man halt zusammen“, erklärt Michael Tembaak. „Das ist für mich ganz selbstverständlich. Es kann mir ja genauso gut passieren.“

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt