Hörakustik Hein: Gelungener Geschäftsumzug in Zeiten der Corona-Krise

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Es ist eigentlich ein ganz normaler Umzug, den Hörakustikmeisterin Sabine Sonntag mit ihrem Geschäft Hörakustik Hein vollzogen hat. Aber was ist in diesen Zeiten der Corona-Krise normal?

Olfen

, 24.03.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher war das Geschäft Hörakustik Hein an der Neustraße zu finden. Nun ist das Geschäft an die Straße Zur Geest umgezogen. Und zwar in die ehemaligen Räume des Friseursalon Evas Lockenbude, der mittlerweile an den Markt gezogen ist. Wir haben Sabine Sonntag, Inhaberin von Hörakustik Hein, nach den Gründen für den Umzug gefragt. Dabei rückten auch ganz aktuelle und wichtige Themen in den Fokus.

Den Umzug habe sie vollzogen, „weil wir uns vergrößern wollten“. Sie habe schon lange nach größeren Räumen Ausschau gehalten und als Evas Lockenbude ausgezogen sei, habe sich eben ergeben, an die Straße Zur Geest umzuziehen. An der Neustraße habe sie noch nicht einmal 50 Quadratmeter zur Verfügung gehabt. Das sei am neuen Standort deutlich besser gewesen.

Das Geschäft Hörakustik Hein ist in die Straße Zur Geest umgezogen.

Das Geschäft Hörakustik Hein ist in die Straße Zur Geest umgezogen. © Arndt Brede

„Wir haben noch viele ältere Kunden, von denen einige mit dem Rollator und mit Begleitpersonen kommen, die gern in die Untersuchungskabine mit rein möchten“, erklärt die Hörakustikmeisterin. Dafür sei die an der Neustraße zur Verfügung stehende Kabine sehr eng gewesen.

Am neuen Standort sei das Ladenlokal entsprechend umgebaut und mit einer großen Kabine ausgestattet worden. Auch technisch habe sie das Geschäft aufgerüstet, sagt Sabine Sonntag. Zudem sei der Servicebereich und das Lager großzügiger gestaltet worden.

Distanz zu halten, ist jetzt besser möglich

Der Umzug fällt in eine Zeit, in der das Thema Distanz wegen der Corona-Krise eine besondere Bedeutung bekommt. „Umso froher sind wir, dass wir die neuen Räume haben“, erklärt Sabine Sonntag.“ „Wir wollen hoffen, dass diese Krise so schnell wie möglich vorüber geht, aber sie wird uns erst mal noch länger begleiten. Für uns sind die größeren Räume ein großer Vorteil, weil dadurch das Arbeiten viel angenehmer ist, weil man diesen Abstand jetzt wahren kann.“

Um den Umzug des Geschäftes publik zu machen, habe sie ein großes Schild ins Fenster des bisherigen Geschäfts gehängt, habe die Kunden angeschrieben. Eine geplante Feier zur Eröffnung sei jetzt erstmal verschoben worden. „Bislang haben mich alle Kunden gefunden“, erzählt die Geschäftsinhaberin.

Gleichwohl spüre sie einen Rückgang der Kundenfrequenz. Das liege aber an der Corona-Krise. „Die Leute sind zurückhaltender. Aber wir haben weiter geöffnet, weil wir ja auch Kunden haben, die ohne Hörgerät plötzlich hilflos da stehen.“ Allerdings passe sie die Öffnungszeiten der jeweils aktuellen Lage an. So sei sie derzeit statt jeden Tag nun jeden zweiten Tag im Geschäft. Telefonisch sei das Geschäft auch erreichbar.

Was Sabine Sonntag in diesen Zeiten als Service aufrecht erhält, sind Hausbesuche, wenn es unbedingt notwendig ist. Mundschutz, Handschuhe, Desinfektionsmittel gehören dazu.

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