Fische, die an Füßen knabbern: In der Fish Lounge gibt es wieder Events

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Die Fish Lounge in Olfen gibt es nun seit mehr als zweieinhalb Jahren. In der Corona-Krise hatte das Unternehmen für fünf Wochen geschlossen. Nun sind wieder kleine Events möglich.

Olfen

, 27.06.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Sommerurlaub in der Türkei ist abgesagt, er selbst ist in Kurzarbeit. Da wollte Oliver Henning aus Olfen wenigstens, dass Tochter Hannah einen schönen zehnten Geburtstag erlebt. Seine Tochter sei schon einmal dort gewesen und habe sich gewünscht, ihren Geburtstag in der Fish Lounge zu feiern.

Ein paar Wochen vorher habe dann festgestanden, dass das durch die weiteren Lockerungen der Kontaktbeschränkungen die Feier mit sechs Freundinnen am Samstag, 20. Juni auch möglich ist. „Wir hatten Glück“, so Henning. „Hannah und ihre Freundinnen konnten ihre Füße in die Fischbecken tauchen und hatten einen tollen Tag zusammen.“

Erstes Event nach Corona

Auch für Inhaberin Daniela Evans war es ein besonderes Ereignis. „Das war das erste Event nach Corona“, sagt Evans. Die Lüdinghauserin hat ihr Geschäft in der Funnenkampstraße 3 im November 2017 eröffnet. Das Konzept: In einem kleinen Mini-Aquarium knabbern jeweils 50 kleine Fische, Garra Rufas heißen sie, die Hautschüppchen von den Füßen ihrer Kunden ab. Ein natürliches Peeling sozusagen. Die Behandlung kitzelt etwas und soll entspannen. Dazu werden auch Kosmetik-Leistungen, wie zum Beispiel eine Pediküre, angeboten.

50 Fische knabbern in einem Becken an den Füßen ihrer Kunden herum.

50 Fische knabbern in einem Becken an den Füßen ihrer Kunden herum. © Jürgen Weitzel (Archiv)

Funktioniert so eine ungewöhnliche Geschäftsidee in einer Kleinstadt wie Olfen? Nach zweieinhalb Jahren sagt Daniela Evans klar: „Ja.“ Sie habe sich inzwischen eine Stammkundschaft erarbeitet, nicht nur aus Olfen, sondern auch aus dem umliegenden Gebiet. „Wir sind die einzige Fish Lounge in der Umgebung, die auch Behandlungen für Menschen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis anbietet“, so Evans.

Hilfe in der Corona-Krise hat wirklich geholfen

Aber natürlich ist die Corona-Krise auch an dem Geschäft von Evans nicht spurlos vorüber gegangen. „Zum Glück hatten wir nur fünf Wochen zu, da waren andere Betriebe härter betroffen“, sagt Evans. Sie musste ihren Laden wegen der geltenden Regelungen von Mitte März bis Ende April geschlossen halten. Sie sagt aber gleichzeitig auch: „Ohne die Soforthilfe hätten wir es nicht geschafft.“

„Es ist der Anfang der Saison für Sommerfüße“, sagt Evans über den Zeitraum, als sie geschlossen hatte. Also der Zeitraum, in dem Kunden sich das erste Mal wieder Gedanken darum machen, wie sie ihre Füße in offenen schuhen präsentieren. Sich vielleicht ein Peeling und Nagellack dazu gönnen. Aber nicht nur. Auch Events, „sind mittlerweile ein großer Einnahmefaktor“, sagt Evans. Sie bietet zum Beispiel Pakete für Geburtstage an, so wie Oliver Henning es für seine Tochter gebucht hat. Aber auch, wer seinen Jungesellen- oder Junggesellinnenabschied dort feiern möchte, kann das zum Beispiel tun.

Absage für Junggesellenabschiede

Acht Junggesellenabschiede waren eigentlich schon geplant gewesen, die mussten aber wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt werden. Ein großer Faktor. Schließlich nehmen 15 bis 30 Personen bei so einer Junggesellenveranstaltung teil. Inzwischen dürfen sie - da Feiern bis 50 Personen wieder erlaubt sind - aber wieder stattfinden.

Wegen Corona gibt es nun zwischen den einzelnen Sitzplätzen vor dem Aquarium eine Plexiglasscheibe, außerdem hat Daniela Evans die Termine so auseinander gezogen, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig in der Fish Lounge sind. Andere Sachen haben sich hingegen nicht geändert: Mit Handschuhen und Mundschutz wurde auch vor Corona schon gearbeitet, „wir hatten auch vorher schon hohe Hygienestandards“, sagt Daniela Evans.

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