Jugendliche aus Olfen bauen in 72 Stunden an der Steverumflut einen Jugendnaturplatz

rn72-Stunden-Aktion in Olfen

Nicht lange reden, sondern anpacken und fertig machen: Viele junge Olfener wollen am Wochenende Olfen schöner und lebenswerter machen. Mit Freude, aber unter Zeitdruck.

Olfen

, 24.05.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Exakt 72 Stunden stehen Landjugend, Pfadfindern, Messdiener und dem Caritas-Wohnhaus zur Verfügung, um zwischen Donnerstag- und Sonntagnachmittag anspruchsvolle Projekte zu verwirklichen. Die Messdiener gestalten den alten Staudengarten im Pfarrgarten zu einer Außensitzmöglichkeit am Haus Katharina um. Pfadfinder und Landjugend (KLJB) bauen an der Steverumflut an der Füchtelner Mühle einen Jugendnaturplatz.

Wenn sich die Mitglieder der Landjugend treffen wollen, müssen sie sehen, „wo sie bleiben“. Deshalb gab es vor Jahren die Idee, den früheren Kiosk an der Füchtelner Mühle zu einem Vereinsheim umzubauen, das Landjugend und Pfadfinder hätten nutzen können. Es blieb allerdings bei der Idee. „Die Bausubstanz war doch schlechter als gedacht“, sagt Jörg Kublun. Der 22-Jährige ist seit einem Jahr Vorsitzender der Landjugend, hat sich aber auch schon die Jahre davor im Vorstand der KLJB engagiert.

Landjugend-Mitglieder waren schon vor sechs Jahren hier aktiv

Kublun kann sich noch gut an die letzte 72-Stunden-Aktion vor sechs Jahren erinnern. Damals hatten rund 12.000 Kinder und Jugendliche im Bistum Münster in 284 Gruppen angepackt und ihre Projekte umgesetzt. So auch in Olfen. Und auch damals war die Landjugend schon an der Füchtelner Mühle aktiv. „Wir haben damals die Fläche des früheren Campingplatzes aufgeräumt“, erinnert sich Kublun. Jetzt wollen Landjugend und Pfadfinder zunächst Ordnung schaffen, um am gleichen Wochenende Neues zu schaffen.

Jugendliche aus Olfen bauen in 72 Stunden an der Steverumflut einen Jugendnaturplatz

Die Fläche ehemalige Gaststätte war vor Jahren als Vereinsheim für Landjugend und Pfadfinder im Gespräch. Mittlerweile ist das Gebäude abgerissen. © Theo Wolters

Die notwendigen Gerätschaften haben sich die Jugendlichen bereits im Vorfeld gesichert. Wie schon bei anderen Aktion unterstützt das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Brüse die Arbeiten. Sorgen um die Gerätschaften muss sich Chef Bernhard Brüse nicht machen. „Einige Landjugendmitglieder arbeiten auch für uns“, sagt er und lobt das Engagement.

17 Gruppen im Kreis Coesfeld haben sich diesmal angemeldet

Im Kreis Coesfeld haben sich insgesamt 17 Gruppen angemeldet, die sich für soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Integration einsetzen: Die Gruppe „Zusammen für Andere in Senden“ besteht aus der Landjugend, Messdienern und Pfadfindern. Gemeinsam arbeiten sie im Pfarrheim und im Altenheim. In Billerbeck haben sich die Jugendverbände zusammengeschlossen, um den Berkelweg zu erneuern und wieder zu einem attraktiven Ziel werden zu lassen. Die PSG in Dülmen baut ein Bienenhotel und rettet somit Sabiene, das Maskottchen der Aktion.

Bundesweite Unterstützer der Aktion sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. In Olfen unterstützt die Stadt ausdrücklich das Projekt von Landjugend und Sternsinger.

Naturplatz ist ein Baustein des touristischen Konzeptes für den Westen

Pastoralreferent Martin Reuter hat am Donnerstagnachmittag die Beteiligten über die Aufgaben am Wochenende informiert. Er rechnet mit rund 50 engagierten Messdienern und jeweils 15 Landjugendmitglieder und Pfadfinder, die sich am Wochenende engagieren. Möglich werde die Umsetzung aber erst durch die „starke Unterstützung“ der Olfener Unternehmen. „Viele Firmen unterstützen mit Geld- oder Materialspenden“, sagt Reuter. Dass die Pfadfinder und Landjugend an der Füchtelner Mühle aktiv werden, freut auch die Stadtverwaltung. Der Jugendnaturplatz war ohnehin ein Baustein des touristischen Konzeptes für den Olfener Westen. Bereits im vergangenen Jahr war der Heimatverein hier aktiv, stellte Bänke und Tische auf. Beteiligt war auch damals die Olfener Landjugend, die jetzt wieder „kräftig in die Hände spuckt“. Die Zeit läuft.

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