Juzo öffnet wieder: In dem Treffpunkt gibt es eine Neue im Team

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Das Juzo ist auch wieder persönlich für Jugendliche da. Außerdem gibt es eine neue Sozialarbeiterin. Vor allem eine Sache steht bei den Jugendlichen nach den Corona-Einschränkungen hoch im Kurs.

Olfen

, 12.07.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Monatelang konnte Agathe Porwol nur online für die Jugendlichen einen Teil des Programms bieten, das sie vom Jugendzentrum Juzo gewohnt sind. Jetzt öffnet das Juzo seine Türen wieder an zwei Tagen in der Woche. Auch eine neue Kollegin ist jetzt dabei.

Giusi Conti heißt die Neue. Seit drei Wochen betreut sie das Juzo mit Agathe Porwol zusammen. Bevor die 33-Jährige der Liebe wegen nach Olfen kam, hat sie in den Niederlanden als Jobvermittlerin und Coach gearbeitet. Auch mit Jugendlichen - aber die Arbeit im Juzo sei doch etwas ganz anderes, sagt Giusi Conti. Es sei spannend wie offen die Jugendlichen seien und darüber redeten, was sie bewegt.

„Wollen einfach nur quatschen“

„Die wollen einfach quatschen“, hat Agathe Porwol gemerkt, seit das Juzo wieder ganz persönlich für die Jugendlichen da sein kann. Das Sprechen, miteinander in Kontakt sein und auch eine Rückmeldung und Meinung bekommen, sei den Besuchern im Juzo im Moment sehr wichtig. Die meisten wollen derzeit einfach zusammensitzen und sich über ihr Leben und ihre Situation unterhalten.

Während das Juzo in der Corona-Zeit geschlossen war, hat Porwol auch aufsuchende Jugendarbeit gemacht und auch mit Erwachsenen über Probleme und ihre Gefühle in dieser ungewöhnlichen Zeit gesprochen. „Das war einfach notwendig“, sagt sie.

Neue App für Termine und Angebote

Seit dem Neustart versuchen sich Agathe Porwol und Giusi Conti eng nach den Bedürfnissen zu richten, die die Jugendlichen haben, die zu ihnen ins Untergeschoss des Leohauses kommen. „Wir sind da sehr flexibel“, sagt Agathe Porwol. Dabei hilft ihnen auch die neue App der Jugendhilfe Werne: OJApp.

Über die App erfahren die Jugendlichen die aktuellen Öffnungszeiten, das ganze Sommerferienprogramm wird darüber organisiert, Ausflüge und neue Projekte werden angekündigt. Bei Minderjährigen müssen sich auch die Eltern mit einem Account anmelden. Dann können sie in der App Anmeldungen ihrer Kinder absegnen.

Das helfe auch dabei, flexible Angebote zu machen, erklärt Porwol. Denn dann können sie Pläne ganz schnell ändern und neues organisieren und die Eltern können mit einem Klick digital ihr Einverständnis geben, statt wie früher zu Hause einen Zetteln unterschreiben zu lassen. Heute wünschen sich die Jugendlichen noch ein Angebot, in zwei Wochen könne sich die Meinung schon wieder geändert haben, so Porwols Erfahrung.

Zweimal in der Woche geöffnet

Das Juzo hat im Moment mittwochs und freitags von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Ab zehn Besuchern müssen sie einen Abstand von 1,5 Metern einhalten. Außerdem gibt es Namenslisten, in die sich jeder eintragen muss. Die Sozialarbeiterinnen fragen außerdem, ob die Besucher Corona-Symptome haben könnten. Desinfektionsmittel stehen bereit.

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