Kandaouroff-Prozess: Informant bleibt anonym

Gericht

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des früheren Mutter-Althoff-Chefs Klaus Kandaouroff (80) bleibt die Identität des Tippgebers geschützt. Die Bochumer Richter wiesen am Mittwoch den letzten Vorstoß zur Enttarnung der geheimnisvollen Person ab.

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von Werner von Braunschweig

, 18.04.2012, 19:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Richter beschlossen am Mittwoch, den letzten noch offenen Verteidiger-Vorstoß abzulehnen. Die Geheimhaltungsinteressen des Tippgebers hätten Vorrang, von Erpressung könne keine Rede sein. Die Frau oder der Mann habe wohl allenfalls über „Stückwerkwissen“ verfügt.Ende 2010 hatte ein Tippgeber Hinweise zur Ergreifung der Täter angekündigt, jedoch erst geredet, nachdem ihm die Geheimhaltung der Identität und die Verdreifachung der Belohnung vertraglich zugesichert worden waren.

Das angeklagte Trio hat die Beteiligung an der Erschießung des Unternehmers (80) am 29. Mai 2010 vor seiner Villa in Klostern zugegeben. Urteil: voraussichtlich am 10. Mai. Theoretisch droht den Angeklagten lebenslange Haft.

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