Keine Hochwassergefahr in Ahsen

Neue Stever

Die Ahsener haben in den letzten Jahren oft Hochwasser erlebt. Durch einen neuen Deich sind sie besser geschützt. Doch nun befürchten sie durch die Neue Stever eine erneute Hochwassergefahr.

OLFEN

von Von Theo Wolters

, 07.09.2012, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
In dieses Luftbild ist der Verlauf der Neuen Stever zwischen Stever im Norden und Lippe im Süden eingezeichnet.

In dieses Luftbild ist der Verlauf der Neuen Stever zwischen Stever im Norden und Lippe im Süden eingezeichnet.

 Vor einigen Monaten hatte Bürgermeister Josef Himmelmann die Pläne auch schon in Ahsen vorgestellt. Gab es damals noch viele Ängste, so haben die Ahsener nun wohl viel weniger Angst vor einem größeren Hochwasser durch den Wasserzufluss aus der Neuen Stever in die Lippe.Planer Uwe Koenzen betonte, es sei wichtig, eine Verbindung von der Lippe zur Stever zu schaffen. Dies sei von der Landesregierung auch gewünscht. „Dem Projekt Neue Stever in Olfen hat für das Land eine große Bedeutung“, so Uwe Koenzen. Die 4,4 Kilometer lange Neue Stever sei die beste Möglichkeit, Lippe und Stever wieder zu verbinden, damit die Fische wieder wandern können.

 Uwe Koenzen erklärte, man wolle der Stever lediglich maximal rund zwei Kubikmeter Wasser in der Sekunde entnehmen. Rechne man das von den Feldern und aus der Aue hinzukommende Wasser bei Hochwasser hinzu, komme man höchstens auf vier Kubikmeter. Und damit es nicht mehr Wasser sein kann, wird es zwei Durchlässe geben, deren Querschnitt eine größere Wassermenge verhindert. Wann mit dem Bau begonnen wird, ist noch völlig unklar. Beigeordneter Wilhelm Sendermann erklärte, die Pläne würden nun noch bis zum 21. September in den Rathäusern Olfen und Datteln ausliegen. Bis zum 5. Oktober könnten dann noch Anregungen mitgeteilt werden. „Der Kreis wird die Anregungen dann abwägen.“ Mit einer Baugenehmigung rechne man nicht mehr für dieses Jahr. Im Anschluss müsste dann noch die genauen Kosten ermittelt und die Finanzierung geklärt werden. Das Land wird sich wohl mit rund 80 Prozent beteiligen. 

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