Kostenübernahme billiger als Neubau einer Wache

OLFEN Olfener Bürger und Kommunalpolitiker möchten, dass ihre Stadt lieber heute als morgen von der Dattelner Rettungswache versorgt wird. Der Vorteil: raschere Versorgung und damit mehr Sicherheit.

05.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Kostenübernahme billiger als Neubau einer Wache

Rettungswache und Feuerwache liegen in Datteln Tür an Tür. Von hier aus erreicht der Rettungswagen die meisten Teile der Stadt Olfen erheblich schneller als aus Lüdinghausen.

Geht es nach den Nachbarn im Kreis Recklinghausen, fehlt nur noch das OK aus Coesfeld und schon könnte die Vereinbarung stehen. Aber die Sache ist aus Coesfelder Sicht verzwickter:

Es geht ums Geld

Erstens geht es ums Geld. Der Kreis Recklinghausen und die hoch verschuldete Stadt Datteln können die Versorgung Olfens nicht bezahlen. Allerdings wäre die Kostenübernahme für einen Teil des Dattelner Personals für den Kreis Coesfeld weit billiger, als etwa der Neubau einer Rettungswache in Olfen.

Zweitens gäbe es möglicherweise Auswirkungen auf das ums Überleben kämpfende Krankenhaus in Lüdinghausen, wenn die Dattelner Rettungswagen Olfener Patienten nicht mehr ins St. Marien-Hospital, sondern ins St. Vincenz-Krankenhaus nach Datteln bringen würden. 

Krankenkassen werden mitreden

Drittens haben auch die Krankenkassen noch ein Wörtchen mitzureden. Denn sie müssen die Kosten für die Einsätze erstatten.

Und viertens steht immer noch ein möglicher Umzug der Dattelner Rettungswache im Raum. Denn dort haben die Rettungswagen Probleme, den Süden Dattelns rechtzeitig zu erreichen, weil sie durch die Innenstadt müssen. Ein Neubau würde allerdings Millionen verschlingen und wäre von der Kommune nur schwer zu stemmen.

Da könnte eine Vereinbarung zwischen den Kreisen Recklinghausen und Coesfeld, die auch im Rettungsbedarfsplan verankert ist, Fakten schaffen. Denn um Olfen zu versorgen, müsste die Rettungswache im Dattelner Norden natürlich erhalten bleiben. Ein Umzug wäre vom Tisch.

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