Kreuz und Grabsteine im Stadtpark Olfen restauriert

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Die offenen Risse am Kreuz im Stadtpark Olfen sind Geschichte: Steinmetzin Uta Mittelmann hat es restauriert - wir haben die Aktion mit der Kamera begleitet und die Expertin auch in ihrer Werkstatt besucht. Dort arbeitet sie sechs Grabsteine auf, die wieder im Stadtpark aufgestellt werden sollen.

OLFEN

, 07.06.2017 / Lesedauer: 3 min
Kreuz und Grabsteine im Stadtpark Olfen restauriert

Die Arbeiten gingen in Höhe der Baumkronen vonstatten.

Everhard Maikötter vom städtischen Bauhof fuhr Ute Middelmann mit dem Hubsteiger in die Höhe, damit die Steinmetzin eine besondere Arbeit durchführen konnte. Die 43-Jährige ist für die Restaurierung des Kreuzes im Stadtpark zuständig. Erste Überlegungen waren eine Drehung des Kreuzes zum neu angelegten Weg. Doch dann entschied man sich, das Kreuz so zu belassen. Denn bei der Drehung hätten Schäden entstehen können.

„Alle offenen Risse werden mit einem speziellen Restaurierungsmörtel verschlossen“, so Steinmetzin Ute Middelmann. Denn blieben die Risse bestehen, sei die Gefahr groß, dass immer mehr Feuchtigkeit eindringe und Teile des aus Baumberger Sandstein gefertigten Kreuzes platzen könnten.

Viele Jahre Schutz für das Kreuz

Ute Middelmann erlebte auch eine Überraschung, denn das Fundament war vor vielen Jahren einmal verputzt worden. Nach Entfernung des Putzes stellte man fest, dass auch der Sockel aus dem Sandstein hergestellt wurde.

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So sah die Restaurierung des Stadtpark-Kreuzes aus

Das Kreuz im Olfener Stadtpark hat schon so einige Jahre auf dem Buckel. Da bleiben Schäden natürlich nicht aus. Doch dafür war Ute Middelmann zur Stelle. Von einem Hubwagen aus hat die Steinmetzin sich an die Restaurierung des Kreuzes gemacht. Wie das aussah? Wir haben viele Bilder mitgebracht.
07.06.2017
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Mit der Zeit hatten sich in dem alten Kreuz viele Risse gebildet.© Foto: Theo Wolters
Vom Hubwagen aus restaurierte sie das Kreuz. Zum Glück war das Wetter gut.© Foto: Theo Wolters
Ute Middelmann sorgte dafür, dass die Risse wieder verschwanden.© Foto: Theo Wolters
Sie hatte sichtlich Spaß bei der Arbeit.© Foto: Theo Wolters
Die Arbeiten gingen in Höhe der Baumkronen vonstatten.© Foto: Theo Wolters
Everhard Maikötter vom städtischen Bauhof bediente den Hubwagen.© Foto: Theo Wolters
Die Verdachung wird noch erneuert.© Foto: Theo Wolters
Ute Middelmann restaurierte auch alte Grabsteine in ihrer Werkstatt.© Foto: Theo Wolters
Dieser Grabstein ist bereits restauriert.© Foto: Theo Wolters
Und auch dieser Grabstein wurde erneuert.© Foto: Theo Wolters
Die Inschrift ist wieder lesbar.© Foto: Theo Wolters
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Sind die Risse geschlossen, wird das Kreuz noch imprägniert. „So hält es dann wieder viele Jahre“, erklärte die Steinmetzin. Erneuert wird auch die Verdachung des Kreuzes. So nennt man den Bereich über dem der Sockel mit dem Kreuz verbunden ist.

Ute Middelmann restauriert aber nicht nur das Kreuz. Auch in ihrer Werkstatt nimmt sie Restaurierungsarbeiten vor. Alte Grabsteine sollen wieder im Stadtpark aufgestellt werden. Drei Grabsteine finden im Bereich des Kreuzes einen neuen Platz. Zudem sollen drei stehende Grabsteine im Bereich der Baumgruppe aufgestellt werden. Dort waren sie auch vor dem Beginn der Umgestaltung des Stadtparks. Sie wurden im städtischen Bauhof zwischengelagert und werden nun in der Steinmetzwerkstatt restauriert.

Grabsteine aus dem vorletzten Jahrhundert

„Ich reinige sie zunächst durch Dampfstrahlen“, so Ute Middelmann. Dann müssten wie beim Kreuz offene Risse auch bei den Grabsteinen geschlossen werden. Schließlich werden sie zum Schutz vor Verwitterung imprägniert. Nach der Restaurierung sind nun die Inschriften wieder besser zu lesen. Und bei einem alten Grabstein, tauchte, wie Ute Middelmann erklärte, nach Beseitigung des Betonsockels wieder das Geburtsjahr 1882 und das Sterbejahr 1918 auf. Ute Middelmann betonte, man wolle die Grabsteine nur restaurieren. Sind an einem Grabstein Kreuz- oder Corpusteile beschädigt, solle es auch so bleiben.

Wann die Steine aufgestellt werden können, steht noch nicht fest. Das Aufstellen übernehmen Mitarbeiter des Bauhofs.

Auf dem ehemaligen Friedhof auf dem Gelände des heutigen Stadtparks wurden bis in die 50er Jahre Olfener beigesetzt.

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