Krisenstab Wirtschaft: Coesfelds Landrat stellt Forderungen im Kampf gegen die Corona-Krise

Corona-Krise

Die Corona-Krise bedroht viele Unternehmen und Selbstständige in ihrer Existenz. Drei Forderungen aus dem Kreis Coesfeld sollen ihre Situation verbessern.

Olfen, Nordkirchen

11.04.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr gibt Forderungen an Land Und Bund weiter.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr gibt Forderungen an Land Und Bund weiter. © Kreis Coesfeld, Christoph Hüsing

Coesfelds Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr hat erstmals den „Krisenstab Wirtschaft“ einberufen - per Videokonferenz.

30 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaft, Kammern, Sparkasse Westmünsterland und Volksbank Baumberge sowie der Bezirksregierung hatten sich eingewählt. Die Teilnehmer verständigte sich auf drei Forderungen, die der Landrat an Landes- und Bundesregierung stellen will.

Das sind die drei Forderungen

Erstens: „Das Instrument des Kurzarbeitergeldes ist auch auf Auszubildende zu erweitern, damit Auszubildende nicht betriebsbedingt gekündigt werden muss und diese den Unternehmen langfristig als Fachkräfte zur Verfügung stehen.“

Zweitens: „Beim Verwendungszweck der staatlichen Soforthilfen für Freiberufler und Solo-Selbstständige ist rechtssicher zu klären, wofür diese die Soforthilfen verwenden können.“ Hintergrund dieser Forderung sei es, dass in der Beratungspraxis Fragen aufkamen, ob die Soforthilfen auch für Aufwendungen des privaten Lebensunterhalts eingesetzt werden dürfen.

Drittens: „Das Bundeswirtschaftsministerium wird gebeten, zu prüfen, ob eine direkte Abwicklung der Liquiditätskredite über die KfW-Bank, (...) zu einer Vereinfachung und Beschleunigung im Interesse der Wirtschaft führen kann.“

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