Live-Blog: Zeltstadt in Bork schon bald voll

Notunterkünfte für Flüchtlinge

Eine Notunterkunft für Flüchtlinge auf dem Gelände des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Selm-Bork, eine im benachbarten Olfener Ortsteil Vinnum: Was Sie zu den Zeltstädten und den Entwicklungen rundherum wissen müssen, finden Sie täglich aktuell in diesem Live-Blog.

BORK / VINNUM

, 03.09.2015, 07:19 Uhr / Lesedauer: 23 min

Das Wichtigste in Kürze

  • In Bork gibt es jetzt eine Zeltstadt als Notunterkunft für Flüchtlinge.
  • Am Sonntag (30.8.) zogen die ersten 500 Asylsuchenden ein. 
  • Das maximale Fassungsvermögen liegt in wenigen Wochen bei 1000 Personen.
  • Das LAFP hat dafür seinen Parkplatz zur Verfügung gestellt.
  • Das Deutsche Rote Kreuz verwaltet die Zeltstadt, die von Ozan Kubat geleitet wird.
  • Auch im benachbarten Vinnum wird eine Notunterkunft für bis zu 300 Personen errichtet.
  • Alle ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie in unserem Dossier.

 

Hinweis der Redaktion: In diesem Live-Blog, also einem ständig aktualisierten Artikel, steht das Neueste oben. Hier gibt es eine Erklärung dazu' tag=' von unserem Redakteur Tobias Weckenbrock. 

Donnerstag, 3. September, 11.50 Uhr, Bork: Und schon schießen erste Gerüchte ins Kraut: Quarantäne? Was ist da in der Einrichtung los? Fakt ist: Gestern sind bei einem der Flüchtlinge Windpocken diagnostiziert worden. Daraufhin reagierte das Rote Kreuz, schottete das Wohnzelt der Person zunächst ab und versorgte sie mit den nötigen Medikamenten. Bei einer weiteren Person gab es einen Verdacht auf Windpocken. Daraufhin war das Gesundheitsamt vor Ort und sagte, die Infektion sei grundsätzlich eher unbedenklich. Gemeinsam hob man die Abschottung des Zeltes auf, nahm den Erkrankten und die Person mit Windpocken-Verdacht in Quarantäne und impft nun in 200er-Gruppen die Bewohner gegen Windpocken. "Das Problem ist, dass fast alle von ihnen nicht geimpft sind", so Einrichtungsleiter Ozan Kubat auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. Anders als die Menschen in Deutschland: In NRW waren 2013 rund 80 Prozent der Kinder doppelt geimpft' type='' href='https://www.aekno.de/page.asp?pageId=14239&noredir=True.  

Donnerstag, 3. September, 8.21 Uhr: Kennen Sie Emsdetten? Das liegt im nördlichen Münsterland, 35.000 Einwohner etwa. Eine rührige Kleinstadt. Dorther kommt ein Kollege namens Michael Hagel. Er beschäftigt sich in seinem Blog heute mit seiner Familiengeschichte. Unter dem Titel "Als man Flüchtlinge noch Auswanderer nannte" schreibt er über seinen Großonkel Edmund Kohl - einen Wirtschaftsflüchtling, der Deutschland in Richtung USA verließ. Er endet mit diesen Sätzen: "Ich fragte meine Mutter dann noch, ob sie glaube, dass Edmund Kohl damals in den USA auf ähnliche Vorurteile oder sogar Hass gestoßen sei wie viele Flüchtlinge es in Teilen unseres Landes gerade erleben müssen. Sie überlegte eine Weile und meinte dann, dass sie es nicht wisse. Aber sie glaube es nicht." Ein absoluter Lesetipp!   

Donnerstag, 3. September, 8.09 Uhr: Unser Chefredakteur Wolfram Kiwit schreibt jeden Morgen einen Newsletter. Das ist eine E-Mail mit einem Überblick über das, was er an diesem Tag als lesenswert empfindet. Heute hat er ans Ende, da, wo immer ein besonderes Zitat steht, gleich sechs Zitate veröffentlicht. Sie sind von Hannelore Kraft, der NRW-Ministerpräsidentin, die in einer Grundsatzrede das Flüchtlingsthema aufgriff. Sie sagte (unter anderem): "Stark, tolerant, offen, solidarisch und vielseitig - so sind wir hier. Wir können das und wir schaffen das. Wir in Nordrhein-Westfalen." Die anderen fünf Zitate heute in der "Post vom Chefredakteur" - kann jeder kostenlos hier abonnieren

Donnerstag, 3. September, 7.55 Uhr, Bork: Der "Lokalkompass" hat mit Said, Tarik und Mohamad gesprochen; und mit anderen Menschen, die seit ein paar Tagen in Bork in den Zelten untergebracht sind. Sie berichten von der harten Flucht und ihre Freude über Schokoriegel und eine Dusche - nach vier Tagen. Mohamad sagt, wie ihm in Ungarn oder Serbien von Polizisten Geld abgenommen worden sei. Hier geht es zum lesenswerten Bericht.  

Donnerstag, 3. September, 7.40 Uhr, Bork: Was sich in Bork schon zeigte in den vergangenen Tagen, bestätigen jetzt Zahlen vom Bund: Die Zahl der Flüchtlinge aus dem Balkan hat sich stark verringert. Die Menschen, die von Rechtsextremen oft als "Wirtschaftsflüchtlinge" verunglimpft werden, haben kaum Chancen auf einen genehmigten Asylantrag und müssen oft nach einigen Wochen oder Monaten zurück in die Heimat. In Bork kommen vor allem Menschen aus Syrien und Afghanistan an, berichtet der Einrichtungsleiter Ozan Kubat. Der "Tagesspiegel" berichtet hier über aktuelle Zahlen.

Donnerstag, 3. September, 7.18 Uhr, Bork: Die Antifa Werne erläutert bei sich im Blog den Unterschied zwischen Extremismus und Rassismus. Wir sagen: beides Mist! Hier der Link für Theoretiker: 

 

Die Einsicht, der sich @JungeUnionSelm stellen muss, lautet: das Problem heißt nicht #Extremismus, sondern #Rassimus! http://t.co/8YneujZkdW

— Antifa Werne (@AntifaWerne)

 

Mittwoch, 2. September, 18.01 Uhr, Bork: 680 Flüchtlinge sind zurzeit in Bork - in wenigen Tagen soll die Zeltstadt dann aber ihre Kapazitätsgrenze schon erreichen. Das berichtete Wolfgang Strickstrock, Sozialamtsleiter in der Stadtverwaltung, heute Abend vor dem Sozialausschuss der Stadt Selm. Dann sind rund 1000 Menschen vor allem aus Syrien und Afghanistan in der Notunterkunft. 

Mittwoch, 2. September, 16.32 Uhr, Bork und Vinnum: Sie nennen sich "Schicksalshelfer" und nutzen das Internet, um sich schnell untereinander auszutauschen und Hilfe zu koordinieren: Sowohl in Selm als auch in Olfen haben sich viele Ehrenamtliche in speziellen Facebook-Gruppen zusammengefunden. Dort werden Links ausgetauscht, Fragen gestellt, wann man wo wie helfen oder Spenden abgeben kann und viele Details mehr. In der Gruppenbeschreibung der neuen Olfener Gruppe heißt es: "Wir wollen helfen! Und wir wollen nicht nur, wir tun es auch - die Schicksalshelfer aus Olfen, Vinnum und umliegenden Bauernschaften! Dies gilt für Flüchtlinge, Bedürftige, HartzIV-Empfänger, Arbeitslose, Nachbarschaftshilfe,... Unter der Prämisse der Mitmenschlichkeit, der Würde des Menschen wollen wir miteinander füreinander da sein!" Hier geht es zur Olfener Gruppe, hier zur schon etwas älteren und etablierten Selmer Gruppe (nur für Mitglieder - kann jeder werden). Eine weitere Gruppe ist die vom Arbeitskreis Asyl Selm - auch hier wird unkompliziert geholfen.

Mittwoch, 2. September, 10.43 Uhr, Vinnum: Olfens Beigeordneter Wilhelm Sendermann sagte gestern Abend im Ausschuss, man dürfe die Asylbewerber, die sich bereits in Olfen befänden, nicht vergessen. Dies seien zurzeit 103 Personen. Olfen werden weiterhin Flüchtlinge zugewiesen - erst wenn die Notunterkunft in Vinnum eröffnet wird, wird die Zuweisung gestoppt. Aus diesem Grund hat die Stadt nun das 1. Obergeschoss des alten Krankenhauses hergerichtet. Dort können nun auch Asylbewerber unterkommen. Und zur Notunterkunft: Man habe den Wunsch, eine vernünftige Willkommenskultur zu schaffen. „Der Abend war geprägt von viel Hilfsbereitschaft“, sagte er vor der Politik zum Infoabend am Montag. In naher Zukunft soll es einen Runden Tisch geben, an dem die Hilfe und Ehrenamtlichkeit koordiniert werden

Mittwoch, 2. September, 9.17 Uhr, Bork: Zurzeit wird an den Innen-Trennwänden der Wohnzelte gebaut. Das ist der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Zeltstadt Bork: 

Mittwoch, 2. September, 9.10 Uhr: Wer 98 Minuten Zeit hat, der kann sie sich hier nehmen und den Worten von Angela Merkel lauschen. Sie hat sich zur Strategie der Bundesregierung im europäischen Kontext, in der Zusammenarbeit mit Bund und Ländern und anderen Themen der Flüchtlingsdebatte geäußert. Hier ist die Sommer-Pressekonferenz der Kanzlerin in voller Länge - davon etwa 70 Prozent zum Thema Flüchtlinge.

Dienstag, 1. September, 14.21 Uhr, Vinnum: Es ist doch nicht so, wie gestern Abend noch angekündigt: Das Zeltdorf in Vinnum wird wohl doch erst im Oktober eröffnet. Das haben intensive Gespräche zwischen dem Betreiber und der Bezirksregierung am Dienstag ergeben. Der Aufbau und die Logistik sind innerhalb von zwei Wochen nicht zu organisieren. Hier geht es zum ausführlichen Bericht.' tag='   

Dienstag, 1. September, 13.10 Uhr, Bork: Als "Beitrag zur Willkommenskultur" hat die Volkshochschule (VHS) inzwischen fünf Sprachkurs-Angebote für Flüchtlinge geschaffen. Das erklärte der Leiter Michael Reckers am Montag im Schulausschuss. An der Einrichtung der Kurse habe man länger schwer gearbeitet, sagte Reckers. Denn Kursleiter mit einer entsprechenden Qualifikation seien rar, so Reckers. Die vorhandenen Sprachkenntnisse bei den Interessenten seien sehr unterschiedlich. Während es bei manchen darum ginge, die Fähigkeiten zur Unterhaltung auf deutsch zu verbessern, ginge es bei anderen ganz von vorne los – auch bei der Alphabetisierung. Gut klappe auch die Zusammenarbeit mit den Arbeitskreisen Asyl. In Bork hätten sich bereits ehrenamtliche Partnerschaften für das Deutschlernen gefunden. An ihre Grenzen stößt die VHS allerdings bei dem Versuch, weiterführende Integrationskurse anzubieten. Für diese Kurse seien speziell qualifizierte Dozenten allerdings derzeit nicht verfügbar, so Reckers.

Dienstag, 1. September, 12.15 Uhr, Bork: Heute an der Waltroper Straße in Altenbork entdeckt: 

 

Dieses Banner hängt an der Waltroper Straße in Altenbork. #Flüchtlinge #Bork

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 1. Sep 2015 um 2:39 Uhr

 

Dienstag, 1. September, 10.50 Uhr, Vinnum: Die Infoveranstaltung gestern Abend im benachbarten Olfen zur Zeltstadt in Vinnum verfolgten rund 400 Zuhörer. Unser Reporter Theo Wolters hat eine sehr aufgeschlossene Stimmung vernommen, die Bereitschaft zur Hilfe ist offensichtlich da. Das sind die neuen Infos:

  • Am 15. September sollen die ersten Flüchtlinge einziehen, weil dann die Turnhalle in Coesfeld leergezogen wird. Dort ist zurzeit Platz für 150 Menschen.
  • Es werden sechs Zelte errichtet, in die jeweils 50 Personen passen.
  • 200 Flüchtlinge sollen zuerst einziehen, später Platz für bis zu 300 Menschen sein.
  • Ein halbes Jahr wird das Zeltdorf auf jeden Fall benötigt - Ende allerdings offen. 
  • Ein Sicherheitsdienst wird auf dem Gelände und auch rundherum wachen. 
  • Weitere Details: 

Montag, 31. August, 20.16 Uhr, Bork: Die Polizei arbeitet zurzeit an einem Plan, wie sie auf Dauer die zusätzlichen Streifenwagen-Schichten für Bork besetzen kann. Aus dem eigenen Personalstamm wird das schwierig. Heute ließ die Gewerkschaft der Polizei aber eine mögliche Lösung verlauten: Laut Pressemitteilung habe der Landesvorsitzende Adi Plickert „eine Optimierung der internen Personalsituation für die versprochene polizeiliche Präsenz in Selm-Bork erreichen können“, heißt es darin. Es soll demnach eine zeitweise Unterstützung aus der Nachbarschaft geben. Landrat Michael Makiolla, der auch Leiter der Polizei im Kreis Unna ist, soll bei einem Termin in Bork angekündigt haben, dass Polizeikräfte aus den Polizeipräsidien Dortmund und Recklinghausen zeitnah zur Unterstützung dazu kämen.

Montag, 31. August, 17.01 Uhr, Bork: In einem Kommentar haben wir versucht, die Situation vor Ort in Bork einzuordnen und dabei auch einen Hinweis an die Ortsansässigen formuliert. Unsere Meinung ist: abwarten, ruhig bleiben, helfen wo man kann. Viele werden selbst wissen, wie sie damit umgehen. Für alle anderen ist das hier: 

Montag, 31. August, 15.15 Uhr, Bork: Die Flüchtlingshelfer brauchen Kartons. Dank der großen Spendenbereitschaft der Selmer haben sie inzwischen so viel Kleidung, dass sie sie nun sortieren wollen - am besten in Kisten. Die Redaktion hat knapp 20 Kartons verschenkt. Wer auch welche übrig hat, kann am Mittwoch oder Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr bei Haus Knipping vorstellig worden. Dort werden Kartons und weitere Sachspenden angenommen. 

 

Flüchtlingshelfer! Mit Umzugskartons kann man in Selm zurzeit echte Hilfe leisten. #Bork #Flüchtlinge

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 31. Aug 2015 um 5:18 Uhr

 

Montag, 31. August, 13.37 Uhr, Vinnum: In der Selmer Nachbarstadt Olfen findet heute um 19 Uhr eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Die Bezirksregierung Münster wird dort zusammen mit der Stadt Olfen und der Polizei über die Einrichtung einer Notunterkunft im Ortsteil Vinnum unterrichten und sicherlich auch ein paar Fragen aus der Bürgerschaft zulassen. Ein paar Hintergründe gibt es hier' tag=' - heute Abend ist unser Reporter natürlich vor Ort.

Montag, 31. August, 13.14 Uhr, Bork: Am Freitag war unser Reporter Tobias Weckenbrock noch mal am Gelände, um sich vor Ort den Aufbau der Zelte anzusehen. Wer nicht so der Freund des Lesens ist, kann sich die Eckdaten zur Zeltstadt auch in diesem Video ansehen:

 

Montag, 31. August, 9.28 Uhr, Bork: Einen Tag früher als eigentlich angekündigt hat gestern der Betrieb der Notunterkunft begonnen. 500 Menschen sind ab 13.30 Uhr in Bussen in Bork angekommen, obwohl in den Unterkunftszelten die Trennwände noch fehlen. Die Bezirksregierung hatte kurzfristig am Freitag von der neuen Einrichtungsleitung gefordert, schon am Sonntag fertig zu werden. So kam es, auch wenn es den Druck auf die Vorbereitungsarbeiten noch mal kräftig erhöhte. Denn so erfolgte die Eröffnung genau 24 Stunden früher als eigentlich angedacht. Unsere Volontärin Natasa Balas jedenfalls war gestern bei der Ankunft der ersten Menschen in der Notunterkunft dabei.  Hier hat sie aufgeschrieben, wie das ablief: 

Jetzt lesen

Samstag, 29. August, 9.11 Uhr: Die Eröffnung steht kurz bevor. Die Stadt Selm will die Flüchtlinge im übrigen Willkommen heißen - mit diesem Banner über der Zufahrt zum Gelände: 

 

Mit diesem Banner (Entwurf) wird die Stadt Selm an der Zufahrt zur Notunterkunft dauerhaft die Menschen begrüßen. #Bork #Flüchtlinge

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 29. Aug 2015 um 0:04 Uhr

 

Freitag, 28. August, 19.23 Uhr: Wir waren heute Nachmittag noch mal an der Anlage. Von außen betrachtet sehen die Zelte fertig aus - innen wir übers Wochenende aber weiter hart gearbeitet. Das Technische Hilfswerk zum Beispiel wird Hunderte Betten aufbauen, die EDV für die Verwaltung und Büroräume wird noch installiert und vieles mehr. Der Blick über den Zaun:

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Notunterkunft in Bork kurz vor Fertigstellung

Die Zeltstadt von Bork ist äußerlich fertig: Das LAFP-Gelände ist vorbereitet, so scheint es. Noch im August sollen hier bis zu 400 Asylbewerber einziehen. Dafür kommt am Wochenende aber bezüglich des Innenausbaus noch viel Arbeit zu.
28.08.2015
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Das ist das Tor, zurzeit noch verschlossen: Hier ist der fußläufige Ein- und Ausgang der Zeltstadt. Die Busse werden über die Pforte des LAFP kommen und abfahren, ebenso die Versorgungsfahrzeuge. Hier am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden Wache halten.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das ist das Tor, zurzeit noch verschlossen: Hier ist der fußläufige Ein- und Ausgang der Zeltstadt. Die Busse werden über die Pforte des LAFP kommen und abfahren, ebenso die Versorgungsfahrzeuge. Hier am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden Wache halten.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem der Zelte ist zurzeit noch das Matratzenlager: 1000 Rollmatratzen sind in der Zeltstadt, sie werden bald auf die Betten gelegt, die am Wochenende errichtet werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem der Zelte ist zurzeit noch das Matratzenlager: 1000 Rollmatratzen sind in der Zeltstadt, sie werden bald auf die Betten gelegt, die am Wochenende errichtet werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem solchen Wohnzelt ist Platz für 75 Menschen. Die Zelte haben 250 Quadratmeter.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Platz, auf dem die Zeltstadt steht, ist ohnehin schon von einem Zaun umgeben. Das verhindert, dass die Menschen einfach so in die Einrichtung gehen - die Asylsuchenden können die Zeltstadt jederzeit verlassen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Von außen betrachtet fertig: Diese Wohnzelte geben den Asylbewerbern einen Schlafplatz und ein bisschen Privatsphäre.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das Technische Hilfswerk ist auf der Anlage, um dort technische Dinge zu regeln - und die Betten aufzubauen. Denn noch im August ziehen die ersten Asylbewerber ein.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das Technische Hilfswerk ist auf der Anlage, um dort technische Dinge zu regeln - und die Betten aufzubauen. Denn noch im August ziehen die ersten Asylbewerber ein.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte Bork

Freitag, 28. August, 17.11 Uhr: Reporter Tobias Weckenbrock hat sich gestern am Abend noch länger mit dem neuen Einrichtungsleiter der Zeltstadt unterhalten. Ozan Kubat heißt der junge Mann aus Dortmund - und spricht selbst fünf Sprachen fließend. Was er beim Runden Tisch sagte und wie er sich verhielt, beeindruckte die knapp 20 Personen aus Polizei und Verwaltung, vom DRK und aus den Asylkreisen. Hier haben wir das aufgeschrieben.' tag=' 

Donnerstag, 27. August, 22.11 Uhr: Was für ein intensiver Nachmittag und Abend in der Redaktion. Wir machen jetzt das Licht aus. Vorher verweisen wir aber noch auf unsere Berichterstattung in der Zeitung morgen: Viele Hintergründe zum Zeltstadt-Start am Montag - und eine Annäherung an den neuen Einrichtungsleiter. Er ist erst 27 Jahre alt und steht vor einer großen Aufgabe. Er sagte: „Ich freue mich auf diese Arbeit, habe aber großen Respekt davor, muss ich ehrlich sagen." Und: "Als Einrichtungsleiter gebe ich dem Haus ein Gesicht und ein Profil. Und mein Profil ist, die Menschen willkommen zu heißen, zu fördern, aber auch zu fordern." Keinen Bericht zu diesem Thema mehr verpassen? Die eZeitung kann man auch zur Probe lesen. Hier testen.

Donnerstag, 27. August, 18.18 Uhr: Die Flüchtlings-Notunterkunft in Bork geht am Montag an den Start. Um 8 Uhr muss die Landeseinrichtung bereit sein, um bis zu 400 Flüchtlingen ein Obdach zu geben. Erst Infos über den Einrichtungsleiter sind jetzt auch bekannt. Hier geht es zum Bericht.' tag='

Donnerstag, 27. August, 15.30 Uhr: Die Stadt Selm bekommt übrigens von den 500 Millionen Euro, die der Bund schon recht zügig für die Kommunen locker machen wird zur finanziellen Unterstützung der Flüchtlingshilfe vor Ort, knapp 162.000 Euro. Das ist gerade bekannt geworden. Wie die Stadt Selm das Geld einplant, wissen wir noch nicht - es wird aber komplett für die fest zugewiesenen Flüchtlinge verwendet. Denn die muss man von denen, die in der Notunterkunft für ein paar Wochen untergebracht werden, unterscheiden: Für die Menschen, die in Selm, Bork und Cappenberg wohnen, muss die Stadt Selm in Teilen finanziell selbst aufkommen, während das Bundesland über die Bezirksregierungen die finanzielle Verantwortung für die Notunterkünfte trägt.

Donnerstag, 27. August, 14.49 Uhr: Wir schrieben heute früh schon darüber, welche Ausländer-Schmähungen bei Facebook strafrechtlich relevant sind und wer dafür haftbar zu machen ist. Jetzt hat tatsächlich ein Bundesminister die Initiative ergriffen und einen Brief an Facebook geschrieben. Ob's was bringt? Die Hintergründe' tag='.

Donnerstag, 27. August, 14.02 Uhr: Eine interessante Zusammenfassung der Pläne für die Notunterkunft in Bork hat für die Tageszeitung "Die Welt" Kollege Jonas Mueller-Töwe geschrieben. Er listet genau auf, wie viele Zelte errichtet werden: 28 werden es laut seinen Informationen sein. Davon sind 15 Wohnzelte a 250 Quadratmeter für jeweils 75 Personen. Wir rechnen: Das entspräche genau 1125 Plätzen. Wenn 75 Personen sich 250 qm teilen, hat jede Person rechnerisch 3,33 Quadratmeter für sich. Es sollen Boxen errichtet werden für je sechs bis acht Personen - die Trennwände dafür fehlen aber zurzeit noch. Und eine letzte Zahl: 100 Mitarbeiter des Roten Kreuzes sollen hier laut Planung tätig sein. Hier geht es zum Bericht auf welt.de

Donnerstag, 27. August, 9.42 Uhr: Wer Diskussionen im Internet verfolgt, der wird sich fragen: Was ist eigentlich mit den zum Teil sehr bösen Schmäh-Kommentaren gegen Flüchtlinge, Asylbewerber, Migranten aller Art? Kann man dagegen rechtlich vorgehen? Hat auch Facebook eine Mitschuld, wenn es in diesem Social Network zu solchen Äußerungen kommt? Die Deutsche Presseagentur hat Juristen zu Wort kommen lassen' tag='.

Donnerstag, 27. August, 9.34 Uhr: Heute tagt zum zweiten Mal der Runde Tisch von Notunterkunfts-Betreiber DRK, Stadt Selm, Polizei und den Asylkreisen. Unsere Redaktion wird wieder dabei sein und an dieser Stelle sowie in der Zeitung über Themen, offene Fragen und Ergebnisse berichten.

Donnerstag, 27. August, 8.14 Uhr: Unser Volontär Daniele Giustolisi berichtet hier' tag=' von einem Gespräch neulich bei ihm im Treppenhaus, in dem viele vielleicht ein eigenes ähnliches Erlebnis wiedererkennen. Er nennt es "Zwei Minuten Alltagsrassismus". Es hat eigentlich nicht direkt mit der aktuellen Flüchtlingsentwicklung zu tun. Aber es zeigt doch ein wenig, wie es in unserer Gesellschaft (noch) aussieht. Wollen wir das?

Donnerstag, 27. August, 7.30 Uhr: Bei der Stadt gehen vermehrt Beschwerden ein - bei uns auch: Das Parkproblem rund um das LAFP geht denen, die dort zur Schule gehen und bei denen, die im Umfeld des LAFP wohnen, immer mehr an die Nerven. Wir haben bei der Stadt angefragt: Wann wird der dritte Ersatz-Parkplatz, der hoffentlich alle Probleme löst, fertig? Es dauert wohl noch mehr als eine Woche, sagte Stadtsprecher Malte Woesmann auf unsere Anfrage. So lange wird es weiterhin das eine oder andere Knöllchen geben - denn auch Polizeischüler halten sich offensichtlich nicht immer an alle Verkehrsregeln. Ein Hintergrund zu diesem Thema heute in der Zeitung und eZeitung.   

Mittwoch, 26. August, 18.17 Uhr: Unser Blick geht noch mal nach Schloß Holte-Stukenbrock in Ostwestfalen. Dort verzögert sich die Errichtung der Zeltstadt weiter - die Bezirksregierung Detmold hat der "Neuen Westfälischen" (Printausgabe von Donnerstag, 27. August) jetzt auch verraten, warum: Erdarbeiten, Schotter ausbringen, Planungsrechtliches, Abwasserkanäle - all das müsse erst geschaffen werden. Auch ein Zaun muss noch her. Die Infrastruktur in Bork ist also deutlich besser. Hier fehlt es "nur" an Trennwänden für die Zelte. Der Sprecher der Bezirksregierung Detmold sagte unserer Kollegin Sina Wollgramm von der "NW": "Wir werden den Kontakt nach Selm suchen, um von dort gemachten Erfahrungen zu profitieren." 

Mittwoch, 26. August, 15.12 Uhr: Die Stadt Selm meldet: Die Info-Hotline wird gut angenommen. 21 Menschen hätten darüber in den vergangenen zehn Tagen ehrenamtlich Mitarbeit für die Notunterkunft angeboten. Wer Fragen zu Spenden hat oder wie er sich einbringen kann, solle sich hier melden: Tel. (02592) 6 93 22, montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr. In den übrigen Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. E-Mail: asylhotline@stadtselm.de.

Mittwoch, 26. August, 12.52 Uhr: Ein Medien-Tipp: Wie gehen Notunterkünfte in Deutschland mit Journalisten um? Dürfen sie aus Zeltstädten berichten oder nicht? Es gibt sehr unterschiedliche Beispiele. Wie es in Bork und Vinnum wird, wissen wir noch nicht genau. Ein Drei-Minuten-Beitrag des Deutschlandfunks berichtet von Beispielen aus Berlin (alles erlaubt) und Hamburg (vieles verboten). Hintergründe und der Link zum Anhören' tag='.

Mittwoch, 26. August, 8.08 Uhr: Wie in Bork wird nach Informationen von Bürgermeister Josef Himmelmann auch in Vinnum das Deutsche Rote Kreuz die Organisation und Verwaltung der Unterkunft übernehmen. Hier käme der Kreisverband Coesfeld zum Zuge, sagte er gestern Abend vor dem Bauausschuss.

Mittwoch, 26. August, 7.48 Uhr: In der Bundesregierung wird über das Flüchtlingsthema jetzt intensiv nachgedacht. Es geht um Finanzhilfen für die Kommunen und eine Aussetzung des Dublin-Abkommens für Flüchtlinge aus Syrien. Heute steht das Thema auf der Agenda des Bundeskabinetts. Die Süddeutsche Zeitung hat hier den aktuellen Stand zusammengefasst

Mittwoch, 26. August, 7.33 Uhr: Lob aus der Nachbarstadt: Der Bürgermeister von Olfen, Josef Himmelmann, hat gestern Abend im Bauausschuss außerplanmäßig über die Notunterkunft in Vinnum informiert. Dabei hat er einen flammenden Appell gerichtet an die Politik in NRW, Deutschland und Europa, und ihr schwere Versäumnisse und Fehler vorgeworfen, deren Folgen nun frontal auf die Kommunen zukommen. Wir dokumentieren die Rede, in der Himmelmann auch die Arbeit in Selm als sehr gut hervorhob, im Wortlaut' tag='

Dienstag, 25. August, 15.59 Uhr: Seit heute Mittag, etwa 11.30 Uhr, weiß der Bürgermeister der Stadt Olfen, dass auch in Vinnum eine Zeltstadt als Notunterkunft für Flüchtlinge errichtet wird. Das erfuhr er direkt vor dem Recherchegespräch unseres Reporters Tobias Weckenbrock von der Vize-Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Das Gelände der Ziegelei Hüning wird dazu genutzt - zurzeit werden dort schon auf dem Gelände gelagerte Steine abgefahren. Alle Infos zur Unterkunft in Vinnum hier' tag='.

Dienstag, 25. August, 7.55 Uhr: Die Westfälischen Nachrichten aus Münster waren Ende vergangener Woche ebenfalls auf dem Gelände in Bork. Hier ist ihre Zusammenfassung der Situation rund um die Notunterkünfte im Münsterland und in Selm. 

Montag, 24. August, 18.01 Uhr: Das DRK klagt über Lieferschwierigkeiten. Vom Plan, noch bis Ende August die ersten Flüchtlinge in der Notunterkunft zu haben, muss der Betreiber der Zeltstadt offenbar trotz der Nachrichten aus überfüllten Erstaufnahme-Standorten abrücken. Woran es fehlt, hat Arndt Brede recherchiert' tag='.

Montag, 24. August, 8.47 Uhr: Wir haben uns in einem Hintergrundartikel der Leitfrage angenähert: Was macht eine Notunterkunft in dieser Größe mit einem kleinen Ort wie Bork? Das ist auch eine Annäherung für Leser, die Bork nicht so gut kennen und die Entwicklungen hier nicht Tag für Tag verfolgen: Hier unsere Analyse' tag='

 

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Montag, 24. August, 8.33 Uhr: Es ist die Woche, in der die ersten Flüchtlinge in die Notunterkunft in Bork einziehen sollen. Die Dramatik der Flüchtlings-Ankünfte zeigt sich wieder am Beispiel Dortmund-Hacheney: Hier ist eine Erstaufnahme-Einrichtung für 350 Menschen. Es werden aber 1200 Neuankünfte erwartet. Die Einrichtung ist wieder einmal  vorläufig geschlossen' tag=' , wie die Kollegen berichten. Derweil wachsen überall im Land neue Unterkünfte: In der nordmünsterländischen Stadt Rheine meldet die Stadt: Zeltstadt auf ehemaligem Kasernengelände fertig, Einzug ab heute - und am selben Tag eine Bürgerveranstaltung:

Notunterkunft für Flüchtlinge / Damloup-Kaserne: Bürgerinformationsveranstaltung - http://t.co/QYBx6pGcKvpic.twitter.com/B41tLxiKel

— Rheine (@rheine_tweet)

 

Sonntag, 23. August, 14.04 Uhr: Auch am Sonntag ruhen die Bauarbeiten nicht. In dieser Woche geht der August zu Ende - und das heißt: In dieser Woche soll die Notunterkunft eröffnet werden. Darum arbeiten auch heute viele Bauarbeiter an der Errichtung und Ausstattung der Zelte. Reporter Tobias Weckenbrock war am Vormittag vor Ort und hat sich das Ganze diesmal von außen angesehen. 

Samstag. 22. August, 11.42 Uhr: Gestern und heute ist es hier im Blog etwas ruhiger: Die Informations- und Organisations-Pflöcke sind eingeschlagen. Die Arbeit der Haupt- und der vielen Ehrenamtlichen im Hintergrund geht weiter. Ein Tweet mit einem Bild zeigt das in beeindruckender Weise:

 

Schon viele Spenden heute. #RefugeesWelcome#Selmpic.twitter.com/RMtOLqlOLz

— Jeannine Tembaak (@huepfkuh)

 

Auf der nächsten Seite: Das geschah vom 17. bis 21. August. 

 

Freitag, 21. August, 12:04 Uhr: Die Aufbauarbeiten für die Notunterkunft für 1000 Flüchtlinge in Selm-Bork schreiten voran. Noch im August sollen hier Asylbewerber für einen befristeten Zeitraum eine Unterkunft finden. Jetzt haben wir eine weitere große Fotostrecke zu den Aufbauarbeiten der Unterkunft online - aktuell von Freitagmorgen:

 

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So schreitet der Aufbau der Notunterkunft für Flüchtlinge voran

SELM, 21.08.2015: Die Zeltstadt wächst auf dem Parkplatz am Fortbildungsinstitut der Polizei in Bork: Hier entsteht eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Am Freitagmorgen wurden weitere Zelte errichtet, in den Sanitärzelten lief derweil der Innenausbau weiter. Wir haben uns auf dem Gelände umgesehen.
21.08.2015
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© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
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Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Installation für die Zelte: Rohre zur Belüftung und Heizung und Generatoren.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
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Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesem Container am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden sein. Hier haben die hier bereits untergebrachten Asylbewerber Ausgang und Zugang. Zudem wird hier geregelt, wer auf das Gelände darf und wer nicht.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesem Container am Tor wird ein Sicherheitsdienst 24 Stunden sein. Hier haben die hier bereits untergebrachten Asylbewerber Ausgang und Zugang. Zudem wird hier geregelt, wer auf das Gelände darf und wer nicht.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
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Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Installation für die Zelte: Rohre zur Belüftung und Heizung und Generatoren.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine niederländische Firma errichtet in den beiden Sanitärzelten die Toiletten und Duschen. 100 WCs und 100 Duschen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Stand Freitagmorgen: Rund 15 Zelte sind inzwischen aufgebaut. Auf dem Gelände wird aber weiter fleißig gearbeitet. Die Elektroinstallation läuft in einigen Zelten, während andere erst aufgebaut und in wieder anderen der Fußboden ausgelegt wird.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diesen Matratzen werden die Asylbewerber in der Notunterkunft in Bork schlafen. Zurzeit liegen sie noch aufgerollt in der Ecke eines der Zelte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte Selm

Freitag, 21. August, 11.38 Uhr: Wir waren gerade wieder auf dem Gelände am LAFP, um uns den Fortgang der Arbeiten an der Zeltstadt anzusehen. Wir berichten gleich weiter. Gestern Abend ist unser Bericht über den ersten Runden Tisch online gegangen. Darin berichtet Arndt Brede vor allem über das Spenden-Procedere. Hier geht es zum Artikel' tag='.

Donnerstag, 20. August, 19.01 Uhr: Versöhnlich! Bei der Bürgerversammlung gestern Abend gab es einen Zuhörer, der sich in der Fragerunde meldete. Er rief mit reichlich empörter Stimme Bürgermeister Mario Löhr zu: "Meinen Sie das ernst, dass Sie die Menschen, die eine echt miese Zeit durchgemacht haben, an die Schüppe bringen?" Löhr war sichtlich irritiert, denn das hatte er so sicher nicht erwartet. Noch am selben Abend entschuldigte sich der junge Zwischenrufer aber bei Facebook, während er von anderen dort Zuspruch für seine Courage erntete. Dort nahm Bürgermeister Löhr die Entschuldigung an. So einfach geht das.  

Donnerstag, 20. August, 17.22 Uhr: Der Runde Tisch mit rund 20 Köpfen hat etwa zwei Stunden getagt. Wir berichten morgen in der Zeitung und eZeitung ausführlich über die Ergebnisse. Eine neue Info, die dort besprochen wurde: Um Spenden für die Zeltstadt entgegenzunehmen, richtet die Stadt im Gebäude des ehemaligen Coop-Marktes am Borker Marktplatz eine Kleiderkammer ein - in etwa zwei Wochen soll es losgehen.

Donnerstag. 20. August, 17.18 Uhr: Unsere Redaktion ist für morgen zu einem Telefonat unter Kollegen verabredet: Tobias Weckenbrock wird ein Interview führen mit Sabine Kubendorff. Sie ist Redakteurin bei der "Neuen Westfälischen", einer Lokalzeitung in Ostwestfalen, die auch in Schloß Holte-Stukenbrock erscheint. Dort gibt es auch ein LAFP, dort gibt es bald auch eine Zeltstadt - und dort gibt es schon Erfahrungen mit größeren Flüchtlings-Sonderunterkünften aus dem vergangenen Jahr. Was hat das mit dem Ort, mit den Anwohnern gemacht? Diese Leitfrage wollen wir uns von ihr beantworten lassen. Wir werden hier berichten.

Donnerstag, 20. August, 15.23 Uhr: Was sagen eigentlich Jugendliche aus Selm zur aktuellen Flüchtlings-Situation und dem, was auf die Stadt zukommt? Wir haben mit einem darüber gesprochen, der am Städtischen Gymnasium zur Schule geht: Jan-Niklas Möller (17). Er sagte: "Ich war persönlich erst nicht betroffen von der Nachricht, dass hier eine Notunterkunft eingerichtet wird. Dann kam das Thema aber bei uns im Unterricht auf. Jetzt ist das anders: Ich will Jugendliche unterstützen, die nicht die gleichen Chancen hatten wie wir, sondern unter schlimmsten Umständen aus ihren Heimatländern flüchten mussten." 

Donnerstag, 20. August, 14.44 Uhr: Bork ist nicht allein: In der Nachbarstadt Bergkamen wird es nach einem Beschluss im Stadtrat von Mittwochabend bald eine Zentrale Unterbringungseinrichtung für bis zu 1000 Menschen geben. Mit großer Mehrheit: Drei Mitglieder der SPD-Fraktion aus dem Ortsteil Weddinghofen und die zwei Mitglieder der Fraktion BergAUF stimmen nach einem Bericht des "Hellweger Anzeigers" dagegen.

Donnerstag, 20. August, 13.52 Uhr: In acht Minuten beginnt der erste "Runde Tisch": Dort kommen Entscheider der beteiligten Organisationen fortan wöchentlich zusammen. Was wird gebraucht? Was muss dringend geregelt werden? Das Rote Kreuz, die Polizei, ein LAFP-Mitarbeiter, die Stadtverwaltung, die ehrenamtlichen Macher der drei Asylkreise Selm, Bork und Cappenberg und ein Mitarbeiter des Jobcenters sitzen in dieser Runde zusammen. Unser Reporter macht sich jetzt auch auf den Weg: Arndt Brede darf bei der ersten Sitzung dabei sein. Wir berichten später.

Donnerstag, 20. August, 13.15 Uhr: Eine Aussage von gestern Abend ist bei uns ganz besonders hängen geblieben. Es wirkte nicht heuchlerisch, sondern echt, als LAFP-Chef Michael Frücht' tag=' vor 310 Zuhörern sagte: "Selm ist das Aushängeschild deutscher Willkommenskultur." Was für ein Satz - ein Lob, aber auch eine Anforderung für die nächsten Wochen und Monate. Bürgermeister Mario Löhr muss sich gefreut haben, das zu hören - und er ergänzte, dass man das noch ausbauen wolle.

Donnerstag, 20. August, 12.16 Uhr: Praktisch ausverkauft: Etwa 150 Buttons mit dem Spruch "Keep calm und welcome refugees"' tag=' und dem Selmer Stadtwappen hat Initiatorin Jeannine Tembaak in den vergangenen Tagen verkauft. Über 200 Euro Spendengelder für die Flüchtlingshilfe in Selm, Bork und Cappenberg kamen dadurch zusammen. 

Donnerstag, 20. August, 11.43 Uhr: Während die Event-Firma aus Lich weiter am Zeltaufbau arbeitet, der Innenausbau der Sanitärzelte läuft und weitere notwendige Versorgungsbauten auf dem LAFP-Gelände für die Notunterkunft entstehen, wird auch vor dem Gelände der Polizeischule gearbeitet: Bagger und Planierraupen verteilen zurzeit Schotter auf dem Parkplatz zwischen den Straßen "Im Sunden" und "Zum Sundern". Dort entstehen 330 weitere Stellplätze für die Autos der Polizeischüler- und -studenten. Bisher gibt es schon 200 Parkplätze am Festplatz der Schützen "Auf dem Südfeld" und 260 Plätze im "Rauhen Busch" hinter dem Wall. 70 Parkplätze stehen am PSV-Sportplatz zur Verfügung. Für die Polizeischüler bedeutet das zum Teil einen etwas weiteren Fußweg als bisher - aber in fünf, sechs Minuten erreichen sie die Bildungseinrichtungen.

Donnerstag, 20. August, 7.46 Uhr: Wie bilanzieren Teilnehmer die Veranstaltung im Bürgerhaus gestern Abend? Bei Facebook heißt es zum Beispiel: "Die Bürger der Stadt haben sich heute als Vertreter der Willkommenskultur gezeigt. In der Fragerunde überwog bei weitem die Sorge um das Wohlergehen der Menschen die paar kritischen Beiträge, die es gab." Der Beitrag ist am Morgen von 24 Facebook-Mitgliedern mit "gefällt mir" markiert worden - unter anderem von Bürgermeister Mario Löhr.

Donnerstag, 20. August, 7.43 Uhr: Der Kollege Arndt Brede hat die Informationen vom gestrigen Abend in 17 Fakten zusammengefasst. Hier sind sie nachzulesen.' tag='

Mittwoch, 19. August, 20.57 Uhr: Der WDR berichtete heute Abend in der Dortmunder Lokalzeit aus Bork. In der Mediathek gibt es den Beitrag in voller Länge - hier kommen Sie direkt hin.

Mittwoch, 19. August, 20.25 Uhr: Es gibt einen Haufen Vorurteile, die in der Flüchtlingsdebatte immer wieder auftauchen. Das Nachrichten- und Unterhaltungsportal "Buzzfeed Deutschland" hat 15 Thesen, die dem politisch rechten Rand zuzuordnen sind, aufgegriffen und viele davon kurz und knackig widerlegt. Auch der Einfachheit wegen absolut lesenswert! Hier geht es zu den 15 Thesen und ihren den Erwiderungen.

Mittwoch, 19. August, 20.08 Uhr: Gerade zurück aus dem Bürgerhaus: Während der Kollege weiter der Veranstaltung beiwohnt, können wir schon mal die Eckdaten schildern: Rund 300 Besucher, fast jeder Stuhl ist besetzt, sind gekommen. Hecker, Frücht, Volkmann, Löhr und Milk informieren in ihren Statements die Bürger über den aktuellen Sachstand und die Hintergründe zur Einrichtung der Notunterkunft. Die Bürger lauschen aufmerksam. Vor dem Bürgerhaus ist der Willy-Brandt-Platz spärlich gefüllt: Hier lauschen rundherum auf den Bänken weitere etwa 20 Personen den Worten, die drinnen gesprochen werden. Gleich besteht noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Über Inhalte berichten wir später an dieser Stelle. Eine kurze Einschätzung: 

 

Rund 300 Menschen informieren sich in Selm über die Einrichtung der Notunterkunft für #Flüchtlinge in #Bork.

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 19. Aug 2015 um 10:39 Uhr

 

Mittwoch, 19. August, 19.09 Uhr: Die Bürger-Infoveranstaltung hat begonnen. Wer ganz live und mehr darüber wissen will, kann das nebenan bei den Kollegen vom Lokalkompass in einem Live-Ticker verfolgen. Die Kollegen haben auch aktuelle Bilder vom Tage vom LAFP im Netz. Hier geht es lang. Wir berichten im Anschluss an die Veranstaltung an dieser Stelle weiter.

Mittwoch, 19. August, 16.28 Uhr: Sachspenden sind das, was die Menschen, die oft ohne Hab und Gut oder nur mit einem Koffer nach Deutschland kommen, am dringendsten brauchen. Kleidung, Handtücher. Bettwäsche braucht die Flüchtlings-Notunterkunft in Bork für die Hunderten von Menschen. Auf Privatinitiativen hin gibt es jetzt eine Annahmestelle für Spenden am ehemaligen Hotel Knipping: Sie ist Mittwoch - also heute - und Donnerstag - also morgen - von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Aber auch nächste Woche. Ludgeristraße 32. 

Mittwoch, 19. August, 14.23 Uhr: Unser Reporter Arndt Brede, der heute Abend auch von der zweiten Bürgerversammlung berichten wird, hatte nach der ersten Bürgerversammlung in Bork mit Menschen im Ort gesprochen, was ihre Meinung zur Einrichtung der Notunterkunft ist. Die Stimmungslage? Gemischt. Über 80 Jahre war ein Borker alt, den er auf seinem Spaziergang am Marktplatz traf. Er sagte: „Angst? Habe ich nicht. Ich weiß aus den Kriegsjahren selber, wie es den Flüchtlingen gehen mag. Diejenigen, die skeptisch sind, sollten froh sein, dass es ihnen gut geht, und es anderen gönnen.“ Bäcker Andreas Langhammer meinte: „Klar äußern die Leute gemischte Gefühle, aber da sind auch viele Vorurteile dabei.“ Er habe eine andere Einstellung: „Die Flüchtlinge, das sind Leute, die froh sind, dass sie leben. Dass hier eine Unterkunft entsteht ... irgendwo müssen sie ja hin.“ Seine Frage gehe an die Bundesregierung: „Sind die Asylbewerber Kriegsflüchtlinge, politische Flüchtlinge oder sind sie einfach so mit aufgesprungen?“ Besorgt zeigte sich Uwe Tomaszik, Inhaber des Borker Edeka: „Da sind bestimmt einige dabei, die Böses im Schilde führen.“ Er habe von Kollegen in anderen Orten gehört, dass Flüchtlinge mit bis zu zehn Leuten Geschäfte betreten, „sich die Taschen vollgemacht haben und dann einfach rausgegangen“ seien. „Wir warten ja schon jetzt eineinhalb Stunden auf den Streifenwagen, wenn wir einen Ladendiebstahl melden...“ 

Mittwoch, 19. August, 12.38 Uhr: Wussten Sie schon, dass Deutschland bis Jahresende mit für 2015 750.000 Asylbewerbern rechnet? Das sind 300.000 Menschen mehr als aus einer alten Prognose. Das trifft die ganze Gesellschaft, klar, aber insbesondere auch Dortmund: Im Juni kamen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney, einem südlichen Vorort / Stadtteil von Dortmund, 21 Prozent aller nach Deutschland strömenden Flüchtlinge an - ein Fünftel, allein im Örtchen Hacheney. Oberbürgermeister Ullrich Sierau platzte am Dienstag deswegen der Kragen' tag=', schreibt unser Chefredakteur Wolfram Kiwit in seinem Newsletter ("Post vom Chefredakteur", hier abonnieren) am Morgen - und Sierau erhob massive Vorwürfe gegen das Land. Ab sofort werde man die Einrichtung sofort schließen, wenn sie überbelegt sei. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Auch die Zahl der Flüchtlinge, die Dortmund bis zum Ende des Asylverfahrens aufnehmen muss, wird drastisch steigen. Die Stadt geht von mehreren tausend zusätzlichen Flüchtlingen aus und denkt jetzt auch an den Aufbau von Zelten - wie in Bork. 

Mittwoch, 19. August, 12.19 Uhr: Zur Errichtung der Zeltstadt haben wir am Dienstag das Gelände am LAFP besucht. In einer Reportage beschreibt unser Autor in der Zeitung heute auch ein wenig seine Gefühle, die er dabei hat. "Man kann sich nicht vorstellen, wie es aussieht, wenn hier Hunderte von Menschen untergebracht sind." Die Reportage lesen Sie auch in der eZeitung - hier bekommen Sie sie

 

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Mittwoch, 19. August, 12.02 Uhr: In NRW werden bekanntlich mehrere Notunterkünfte eingerichtet: Die Polizei NRW hat neben dem Gelände am LAFP in Bork auch einen Teil des Geländes in Schloß Holte-Stukenbrock bei Gütersloh zur Verfügung gestellt. Dort reicht die Erfahrung mit einer Großunterkunft für Flüchtlinge schon etwas länger zurück, hier gab es schon eine Zeltstadt. Jetzt wird dort ebenfalls eine Zeltstadt errichtet - allerdings verzögert sich nach einem Bericht der Lokalzeitung vor Ort, der "Neuen Westfälischen", der Start dort von Ende August auf September. Zuständig für das Betreiben der Zeltstadt wird dort "European Homecare" aus Essen sein. Zum Bericht. 

Mittwoch, 19. August, 7.58 Uhr: Wenn es um eine demokratische Allianz geht, dann ist eine Partei vermutlich ganz bewusst auch nicht dabei, die heute Abend per Flugblattaktion ihr Kommen und Werben für dem Bürgerhaus angekündigt hat. Twitter-Nutzerin @IT_Zora hat am Dienstag dasselbe aus dem Briefkasten gefischt wie wir in der RN-Redaktion:   

Nach #Selm kommen 1000 Flüchtlinge. Morgen Infoveranstaltung. Und zur gleichen Zeit macht die AFD mobil @weckenbrockpic.twitter.com/O2qNR2Lada

— die Zora halt;-) (@IT_Zora)

Auf der Vorderseite des Flugblattes steht übrigens, die AfD sei zwar für Asyl, aber... 

 

Mittwoch, 19. August, 7.07 Uhr: Vielleicht darf man bezüglich des Infoabends auch gespannt sein auf das, was vor dem Bürgerhaus passieren wird. Denn die Politik kündigte vergangene Woche an, auf dem Willy-Brandt-Platz eine demokratische Allianz gegen Rechts zu bilden. Jeannine Tembaak will vor Ort auch "Keep calm"-Buttons verkaufen. Unsere Redaktion hat sich gegen eine Spende schon mal ein paar gesichert... 

 

Das ist unser Motto für die Infoveranstaltung heute Abend zur Notunterkunft in Bork. #Flüchtlinge #bork

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Foto am 18. Aug 2015 um 22:11 Uhr

 

Mittwoch, 19. August, 6.31 Uhr: Heute findet im Bürgerhaus am Willy-Brandt-Platz 2 eine zweite Bürgerinformationsveranstaltung statt. Die Stadt Selm lädt ein. Auf dem Podium sitzen Hans-Jürgen Hecker vom Roten Kreuz, LAFP-Direktor Michael Frücht, Kreis-Polizeichef Hans-Dieter Volkmann und Bürgermeister Mario Löhr. Es gibt genau 312 Plätze. Einlass ist ab 18.30 Uhr mit Einlasskarten, die am Eingang ausgegeben werden. Für weitere Zuhörer ist Platz vor dem Bürgerhaus: Das Gespräch soll akustisch nach draußen übertragen werden. Es beginnt um 19 Uhr. Das waren die Themen' tag=' bei der ersten Veranstaltung vor einer Woche.

Dienstag, 18. August, 20.29 Uhr: Wir haben nun auch ein kleines Video (ohne Ton) aus der Luft vom Aufbau der Zeltstadt: 

Dienstag, 18. August, 19.58 Uhr: Ist das nicht mal eine gute Antwort auf die Integrationsfrage? Meine Kollegin schreibt im RN-Blog über ein Video, das im Internet seit Tagen ein großer Star ist. Es geht dabei nur um vier Wörter...' tag=' / Unsere Vier-Worte-Antwort darauf: Kinder an die Macht! 

 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So läuft der Aufbau der Notunterkunft in Bork

Eine Firma aus dem hessischen Örtchen Lich ist auf dem Parkplatz des LAFP zurzeit schwer beschäftigt: Der Zeltaufbau läuft auf vollen Touren. Am Nordrand der Parkfläche sind zwei riesige Sanitärzelte bereits fertig. Darunter wurde eine Zu- und Abwasserlogistik für 100 Toiletten und 100 Duschen sowie zahlreiche Waschbecken verlegt. Nun beginnt der Innenausbau: Die Zelte werden in kleine Kabinen unterteilt. Den Aufbau haben wir in einer Fotostrecke für Sie dokumentiert.
18.08.2015
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Am Rande des Parkplatzes bereits errichtet sind zwei Zelte, in die die Toiletten und Duschen kommen. Arbeiter haben zuvor Leitungen zur Wasserver- und Entsorgung verlegt. Am Dienstag begann der Innenausbau - also die Errichtung der Kabinen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Blick von oben auf den LAFP-Parkplatz am Dienstag-Nachmittag (18. August): Da, wo jetzt noch Freiraum zu sehen ist, werden weitere Zeltreihen errichtet.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Arbeiten zur Errichtung der Zeltstadt laufen auf vollen Touren. Hier, wo sonst die Autos der Studenten standen, wird eine Notunterkunft errichtet. Bis zu 1000 Asylbewerber finden hier Unterschlupf.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Zelte mit den Betten werden in Reihe aufgerichtet. Die Spezialfirma "bill" aus Lich in Hessen ist am LAFP mit dem Aufbau beauftragt worden. Sie baut sonst auch Zelte auf, allerdings meistens bei Festivals oder anderen Events.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Zelte mit den Betten werden in Reihe aufgerichtet. Die Spezialfirma "bill" aus Lich in Hessen ist am LAFP mit dem Aufbau beauftragt worden. Sie baut sonst auch Zelte auf, allerdings meistens bei Festivals oder anderen Events.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Zelte mit den Betten werden in Reihe aufgerichtet. Die Spezialfirma "bill" aus Lich in Hessen ist am LAFP mit dem Aufbau beauftragt worden. Sie baut sonst auch Zelte auf, allerdings meistens bei Festivals oder anderen Events.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
25 mal 10 Meter messen die Zelte, in denen die Asylbewerber schlafen und sich aufhalten. Bis zu 60 Personen sollen in einem solchen Zelt untergebracht werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
25 mal 10 Meter messen die Zelte, in denen die Asylbewerber schlafen und sich aufhalten. Bis zu 60 Personen sollen in einem solchen Zelt untergebracht werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
25 mal 10 Meter messen die Zelte, in denen die Asylbewerber schlafen und sich aufhalten. Bis zu 60 Personen sollen in einem solchen Zelt untergebracht werden.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Aus diesen Bauteilen werden die Zelte zusammengebaut.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im hinteren Bereich des Platzes ist ein Tor zum Fußweg Richtung "Am Pastorenbusch". Hier soll ein Ein- und Ausgang sein, den die Bewohner der Zeltstadt nutzen sollen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesen zwei Zelten entstehen 100 Duschen und 100 Toiletten, nach Geschlechtern getrennt.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schlagworte Selm

Dienstag, 18. August, 17.05 Uhr: Eine Firma aus dem hessischen Örtchen Lich ist auf dem Parkplatz des LAFP zurzeit schwer beschäftigt: Der Zeltaufbau läuft auf vollen Touren. Wir haben uns gerade vor Ort umgesehen. Am Nordrand der Parkfläche sind zwei riesige Sanitärzelte bereits fertig. Darunter wurde eine Zu- und Abwasserlogistik für 100 Toiletten und 100 Duschen sowie zahlreiche Waschbecken verlegt. Nun beginnt der Innenausbau: Die Zelte werden in kleinere Kabinen unterteilt. Am Süd-Ost-Rand des Parkplatzes werden derweil die ersten beiden Reihen Unterbringungszelte errichtet. Sie messen 10 mal 25 Meter und sollen - je Zelt - bis zu 60 Menschen Platz bieten.  

Dienstag, 18. August, 14.59 Uhr: Die Antifaschistische Aktion Werne hat bei Twitter rund 280 Follower. Die Antifa twittert zur Notunterkunft in Bork und der spalterischen Agitation von "Selm wehrt sich" bei Facebook: 

 

In #Selm soll eine Zeltstadt für #Refugees entstehen. Nun hetzen auch Rechte unter'm Label "Selm wehrt sich". Watch out! #refugeeswelcome

— Antifa Werne (@AntifaWerne) 

Dienstag, 18. August, 13.48 Uhr: "Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich da": Das ist die Aussage, mit der das Deutsche Rote Kreuz unter dem Titel "Team Westfalen" Mitarbeiter sucht, die bei der Arbeit in den Notunterkünften helfen. Unermüdlich, so heißt es auf einer eigens eingerichteten Website, seien Hunderte von ehrenamtlichen Rotkreuzhelfern täglich im Einsatz, um "Aufnahmeeinrichtungen einzurichten, zu betreiben, die Menschen willkommen zu heißen und ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten". Im Internetportal kann sich jeder, der Interesse hat, registrieren. Dann, so heißt es, nimmt das Rote Kreuz Kontakt zum Interessenten auf, um mit ihm zu besprechen, wie ein Einsatz am besten möglich ist. Hier geht es zum Portal und zur Registrierung.  

18. August 2015, 11.45 Uhr: Unser Bericht über die Button-Aktion "Keep calm" mit Unterstützung der Schülergenossenschaft ist jetzt hier online zu lesen' tag='

18. August 2015, 9.53 Uhr: "Manchmal geht alles schneller als gedacht", sagt Victor Ocansey vom Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP). Er kann vermelden, dass das erste der klimatisierten und winterfesten Zelte schon seit Montag steht: das Sanitärzelt. Duschen und Toiletten sind also schon da. Die nächsten 20 Zelthallen in unterschiedlichen Größen folgen in den kommenden Tagen.

17. August 2015, 21.08 Uhr: Die Junge Union aus Selm, Nachwuchsorganisation der CDU, hat sich via Twitter und in einer Mail an unsere Redaktion in einem Statement gegen die rechte Hetze im Netz geäußert. Das schreibt die JU: 

 

Unser klares Statement zur Flüchtlingsdebatte in #Selm : Jeder Extremist ist Mist! #SelmIstBunthttp://t.co/0TEhl6jSFg

— Junge Union Selm (@JungeUnionSelm)

 

17. August 2015, 20.54 Uhr: Laut einem Bericht des WDR sollen die ersten Zelte und Container für die 100 Duschen und 100 Toiletten am Donnerstag aufgebaut werden. Hier geht es zur Kurzmeldung.

17. August 2015, 20.45 Uhr: Der Nachrichtensender n-tv berichtet heute in einem Beitrag neben den Zuständen in einer Sporthalle in Düsseldorf über die geplante Notunterkunft in Bork. Ein Kamera-Team zeigt den Parkplatz, berichtet von der Bürger-Infoveranstaltung im LAFP vergangene Woche und lassen drei Borker zu Wort kommen - hier geht es zum Video.

17. August 2015, 16.33 Uhr: "Keep calm and welcome refugees": Eine Selmer Spendenaktion mit diesem Ausspruch macht sich gerade auf Facebook breit. Jeannine Tembaak aus Selm hatte die Idee dazu und hatte Ende vergangener Woche in Eigenregie 50 Buttons mit diesem Claim herstellen lassen. Daraus wird nun aber eine größere Aktion, in die auch die "Schülergenossenschaft Selm", eine Schüler-Firma am Städtischen Gymnasium, einbezogen ist. Am Mittwoch bei der Bürgerversammlung im Bürgerhaus (19 Uhr, Willy-Brandt-Platz 2) sollen die Buttons mit dem aus dem Internet bekannten und beliebten Spruch für den guten Zweck verkauft werden. Wir sprachen mit Jeannine Tembaak darüber. Ausführlicher Bericht in Zeitung und ePaper der Ruhr Nachrichten vom Dienstag, 18. August. (Was steckt hinter Keep-Calm?)

17. August 2015, 13.15 Uhr: Ein großes zivilgesellschaftliches Echo hat unsere Berichterstattung über die rechtsextremen Äußerungen auf mehreren Plattformen im Internet gefunden.

Jetzt lesen

17. August 2015, 13.05 Uhr: Seit dem heutigen Montag gilt für die Schüler und Studenten des Fortbildungsinstitutes eine neue Parkregelung: Auf dem Parkplatz, wo sie sonst parkten, wir die Zeltstadt errichtet. Die Stadt Selm hat vor dem Gelände an den Straßen Auf dem Südfeld (Schützen-Festplatz) und Rauer Busch Ausweich-Parkflächen geschottert. Am Montagvormittag war dort so ziemlich alles zugeparkt, was geht. Auf der anderen Seite der Zufahrtstraße "Im Sundern" wird ebenfalls noch gebaggert für weitere Parkflächen.

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17. August 2015, 12.54 Uhr: Die Stadtverwaltung meldet gerade, dass sie eine Telefonnummer für Flüchtlingsfragen einrichtet. Ab Mittwoch, 19. August, können sich Bürger werktags von 9 bis 13 Uhr unter Tel. (02592) 69322 informieren. Themen, die man dort besprechen kann, sind laut Angaben der Stadt die ehrenamtliche Hilfe und Spenden-Möglichkeiten. Auch per Mail soll das gehen: asylhotline@stadtselm.de

17. August 2015, 12.44 Uhr: Wir starten unseren Live-Blog mit einem kurzen Überblick: Bis Ende August sollen in die Notunterkunft auf einem Parkplatz am LAFP Bork die ersten Flüchtlinge eingezogen sein. Das Deutsche Rote Kreuz errichtet zurzeit und verwaltet später die Zeltstadt, in der in der Spitze bis zu 1000 Menschen eine vorübergehende Bleibe finden sollen. Hierher werden sie verwiesen, wenn sie in der Erstaufnahme-Einrichtung in z.B. Unna-Massen gewesen sind. Dort werden sie aktenkundig erfasst und ihre Gesundheit gecheckt. Außerdem wird in dieser Phase ihr Asylantrag auf den Weg gebracht. Wenn er angenommen wird, werden die Menschen dann von der Notunterkunft in eine dauerhafte Unterkunft in eine Kommune verwiesen. Die Polizei stellt den Parkplatz, auf dem sonst ihre Studenten und Schüler parken, zur Verfügung. Dafür schafft die Stadt Selm Ersatzflächen.

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