Kommentar

Meinung: Jeder Unterrichtstag ist wichtig – auch an Rosenmontag

Kaum ein Thema ist in der Corona-Pandemie heftiger umstritten als der Präsenz-Unterricht. Wie sinnvoll sind bewegliche Ferientage direkt nach dem Shutdown? Eher weniger, meint unser Autor.

Wer nach wochenlangem Distanz-Unterricht eine Umfrage unter Eltern vor allem jüngerer Schulkinder machen würde, dürfte vom Ergebnis kaum überrascht sein: Die überwältigende Mehrheit dürfte sich dafür aussprechen, jede sich bietende Möglichkeit für Präsenzunterricht zu nutzen. Richtig so. So gut sich auch Grundschüler bereits mit Computern und Handys auskennen, das Lernen in der Klasse ist und bleibt für sie wichtig. Auch für die Eltern, die von ihrem „Zweitjob“ entlastet werden.

Noch hat das Land NRW nicht mitgeteilt, wie es an den Schulen ab dem 15. Februar weitergeht. Es wäre aber ein starkes Signal, wenn gerade die Jüngsten wieder in die Schule kommen könnten, um Lernstoff zu vertiefen oder vielleicht erst aufzuholen. Lehrer wie die der Wieschhofgrundschule Olfen stehen dafür bereit. Ein hingegen fatales Signal wäre es, wenn an Rosenmontag erst einmal der Unterricht ausfällt. Das wäre nicht nur ein verlorener Schultag in der Pandemie, sondern die nächste Herausforderung für die Eltern. Viele sind bereits jetzt am Limit – und können sich in vielen Berufen keine weiteren Fehltage mehr erlauben. Und die Pandemie ist noch lange nicht überstanden.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer