Mit Swing und Jazz in den Frühling

The Down Town Three

Swing in Reinkultur: "The Down Town Three" spielten sich am Montag in die Herzen des Olfonium-Publikums. Seit 25 Jahren machen die drei Vollblutmusiker zusammen Musik. Heute können sie das sogar blind.

OLFEN

von Von Antje Pflips

, 04.05.2012, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die drei Vollblutmusiker von "The Down Town Three".

Die drei Vollblutmusiker von "The Down Town Three".

Denn „blind“ konnten sie gemeinsam die Stücke interpretieren. „Wir kennen die Stücke auswendig“, gab Geck zu „Springtime is swingtime“ lautete das Programm.  „Zum Frühling gehört auch der Tanz“, behauptete Geck und berichtete über die großen Tanzpaläste in New York, in denen sich im größten, dem „Savoy Ballroom“, gleich zwei Big Bands ein musikalisches „Duell“ lieferten. Dazu gehörte das „stumping at the Savoy“, aber auch durch Fred Astaires Tanzfilme bekannte „cheek to cheek“ oder von George Gershwin „I got rhythm“.

Immer wieder erhielten die Musiker Zwischenapplaus für Soli oder den gelungenen Dialog zwischen Piano auf der einen und Bass und Schlagzeug auf der anderen Seite. Beswingt ging es auch nach der Pause weiter mit Stücken über den Mond. Über „Fly me to the moon“, berühmt geworden durch die Interpretation von Frank Sinatra, konnte Geck berichten, dass es vorher ein eher schnulziges Stück war. Mit dem fetzigen Rhythmus wurde es zum Welthit. „Moonlight in Vermond“ entpuppte sich als verträumte Ballade.

Dem folgte „It’s only a papermoon“ von 1932. dieser Song stammte aus einem erfolglosen Musical, erhielt jedoch durch die Interpretation von Miles Davies die „Jazz-Weihen“, wie Geck erzählte.  Erst klassisch am Piano angespielt, erfolgte jedoch schnell der Wechsel ins Jazzfach - so begann „Dein ist mein ganzes Herz“ aus einer Operette von Franz Lehar. Als „Your my heart alone“ hat es den Weg in den Jazz gefunden. Als „Seele des Jazz“ bezeichnete Geck den Blues.

Und damit endete die beswingte Session. 1913 entstand der St. Louis Blues, den Louis Armstrong viele Male spielte. Auf einem Gedenkkonzert verstarb dessen Ex-Witwe genau bei diesem Lied. „Wir hoffen, dass wir den Blues zu Ende schaffen“, bemerkte Geck nur. Das taten sie allerdings ganz lebendig. Viel Applaus vom begeisterten Publikum. 

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