Nachfrage steigt weiter: Das DRK ist bei Kinder-Betreuung Retter für viele Familien

rnKita-Plätze

Sie arbeiten integrativ, sie nehmen Kinder von null bis sechs Jahren auf - und sie wachsen unfassbar schnell. Was haben DRK-Kindergärten was andere Kitas nicht haben?

Olfen, Nordkirchen

, 28.08.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rotes Kreuz und Kindergärten waren lange Zeit nicht die ganz intensive Beziehung. Ja, es gibt seit vielen Jahren DRK-Kitas, doch in den vergangenen Jahren hat das Thema unheimlich Fahrt aufgenommen. Ein Ende scheint nicht in Sicht. An aktuell neun Standorten im Kreis Coesfeld sind Erweiterungen geplant. Was bedeutet das konkret?

„Insgesamt betreuen wir aktuell 1535 Kinder in der DRK Kita gGmbH und 870 Kinder in den DRK-Ortsvereinen im Kreis Coesfeld - also zusammen rund 2400 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren in 138 Gruppen“, sagt der Vorstand auf Anfrage. So gibt es in Nordkirchen die DRK-Kita Löwenzahn, in Olfen sogar drei Einrichtungen (Regenbogen, Schatzkiste und Traumland).

DRK ist zum mittelständischen Unternehmen geworden

In den Einrichtungen beschäftigt das DRK 690 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (incl. HW-Kraft, Hausmeister etc.) - ein mittelständisches Unternehmen, das kaum im Ehrenamt zu managen ist. Deshalb ist zum Kita-Jahr 2016/17 auch die gemeinnützige Kita-GmbH an den Start gegangen. Hier in der Geschäftsstelle in Coesfeld gibt es fest angestellte Mitarbeiter, die sich um verschiedenste Aufgaben kümmern.

Weil das Rote Kreuz auch in anderen Bereichen stark gewachsen ist, hat der Kreisverband rund 2,1 Millionen Euro in die Hand genommen, um die Nutzfläche der Kreisgeschäftsstelle um 450 Quadratmeter zu erweitern. „Dabei haben wir eine Punktlandung hingelegt“, sagt Kreisvorstand Christoph Schlütermann. Der Spatenstich erfolgte im April 2018, vor wenigen Wochen war die offizielle Übergabe. Dabei konnten die Verantwortlichen feststellen, dass der veranschlagte Kostenrahmen komplett eingehalten wurde.

Bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter

Die Räumlichkeiten bieten auch Platz für weiteres Wachstum, zudem konnten die Arbeitsabläufe und Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter verbessert werden. So sind die neuen Schreibtische ausnahmslos höhenverstellbar. Zudem gibt es verschiedenste Besprechungsräume für den schnellen kurzen Meinungsaustausch. Die weitere Entwicklung ist für Präsidium und Vorstand nicht absehbar.

Ein besonderer Bereich ist dabei neben der Flüchtlingshilfe besonders der Kitabereich. „Wir sind mit sieben Einrichtungen angefangen. Und wir hätten niemals gedacht, dass wir so schnell wachsen würden“, sagt Christoph Schlütermann. Und es geht rasant weiter.

Geplant sind folgende Erweiterungen: Seestern in Lüdinghausen auf sechs Gruppen, Kastanienbaum in Seppenrade auf sechs Gruppen, Spiekerkamp Seppenrade auf vier Gruppen, Darfeld Zwergenland auf vier Gruppen, Havixbeck Narurreich auf vier Gruppen, Nottuln Appelhülsen Abenteuerland auf vier Gruppen, Nottuln Nord vier Gruppen neu, Billerbeck Berkelbande auf vierbis sechs Gruppen, Höckenkamp Lüdinghausen auf sechs Gruppen.

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