Neue Filteranlage sorgt für sauberes Wasser im Naturbad Olfen

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Auch wenn noch unklar ist, wie es für die Badesaison in diesem Jahr aussieht. Für das Olfener Naturbad ist es ein Jubiläumsjahr und dafür wurde es mit neuer Technik ausgerüstet.

23.04.2020, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für das Naturbad gibt es in diesem Jahr ein Jubiläum. Am 1. Mai 2010 wurde das Bad, das immer mehr an Beliebtheit gewann, offiziell in Betrieb genommen. Mit der immer größer werdenden Anzahl von Besuchern wurde ein wichtiges Problem der vergangenen Jahre deutlich: die Wasserqualität. Gerade rechtzeitig zum zehnjährigen Bestehen sind die Bauarbeiten an der neuen Badewasser-Filterung beendet worden - auch, wenn wegen der Corona-Pandemie nicht klar ist, wie es für die Badesaison in diesem Jahr ausschaut.


Das Wasser im Naturbad wurde noch nie mit Chemie wie Chlor oder Ozon gereinigt, sondern mit biologischen Mitteln. Während bisher die Reinigung dadurch erfolgte, dass das Wasser im Regenerationsbecken mittels einer großflächigen Anlage bestehend aus Algenteppich, Schilfbereich sowie Vliesmatten zur Filterung von feinsten Schweb- und Trübstoffen, aufbereitet wurde, nennt sich der neue Filter „Neptun“.

So funktioniert die neue Anlage

Projektingenieur Martin Kröger von der Firma „Polyplan GmbH“ aus Bremen erklärt die Funktionsweise des beregneten Bodenfilters vom Typ Neptun. Er besteht aus speziellem Schotter unterschiedlicher Körnung und übernimmt die biologisch-mechanische Reinigung des Wassers.

Das mittels vieler Sprenkler verregnete Wasser rinnt an den Kornoberflächen durch das Stein-Substrat bis zur Filtersole. Durch Mikroorganismen wird dann die „organische Fracht“ des Badwassers abgebaut. Der Neptun-Bodenfilter habe eine hohe Entkeimungsleistung von über 99 Prozent und sorge so für eine hohe hygienische Wasserqualität, erklärt Kröger.

Die Sprenkler des „Neptun“ befinden sich zusammen mit der Steuerung auf einer erhöhten Fläche im westlichen Randbereich des Bades.

Per Fernwartung eingreifen

Drei Ingenieure haben an zwei Tagen die Inbetriebnahme der Anlage durchgeführt, wobei sich ihre Tätigkeit im Wesentlichen auf die Programmierung, Justierung und Tests der Abläufe beschränkte.

Per Fernwartung übers Internet können sie auch aus dem Norden steuernd eingreifen, zum Beispiel bei einem „Trockenlauf-Alarm“.
Die unterirdischen Becken sind etwa drei Meter tief und können über eine Leiter kontrolliert werden.

„Durch den Einsatz modernster Mess-, Regel- und Dosiersysteme kann der Pflegeaufwand des Wassers im Naturbad Olfen auf ein Minimum reduziert werden“, so Marios Norman von der Firma „Hermes Systeme GmbH“ aus dem norddeutschen Wildeshausen.

Die Sprenkler sind jetzt im Einsatz und bis zum Mai, wo man frühestens von der Technik her an eine Öffnung des Naturbades denken könnte, haben die Filter das Wasser im Becken absolut sauber „durchgespült“.

Von Werner Zempelin

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