Neues Förderprogramm bietet Amateurmusikern wieder Perspektiven

Kulturförderung

Die Coronakrise hat auch der Kulturbranche arg zugesetzt. Jetzt gibt es ein neues Förderprogramm. Es richtet sich an Amateurmusiker und ist an eine besondere Bedingung geknüpft.

Olfen, Nordkirchen

, 03.05.2021, 09:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein neues Förderprogramm soll Amateurmusikern im ländlichen Raum Perspektiven bieten.

Ein neues Förderprogramm soll Amateurmusikern im ländlichen Raum Perspektiven bieten. © Arndt Brede

Die Veranstaltungsbranche ist seit dem ersten Lockdown massiv von der Coronakrise betroffen. Hilfen sind notwendig, um die Existenzen der Künstlerinnen und Künstler und Betriebe zu sichern. Seit Sommer 2020 hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in enger Abstimmung mit Kulturverbänden und Kulturfonds das Rettungs- und Zukunftsprogramm „Neustart Kultur“ für Kunst, Kultur und Medien entwickelt. Spartenübergreifend werden auch Mittel für pandemiebedingte Investitionen und Digitalisierung zur Verfügung gestellt.

Jetzt werden rund 60 Teilprogramme mit weiteren Investitionen fortgesetzt und erweitert, teilt die Stadt Olfen mit. Fünfzehn Programme kommen neu hinzu. Der Schwerpunkt der Förderungen liege auf Hilfen für Künstlerinnen und Künstler sowie Stipendienprogrammen.

„Ein Baustein ist das Programm ,Impuls’ , welches die von Corona betroffene Amateurmusik im ländlichen Raum fördert und somit insbesondere für Künstlerinnen und Künstler unserer Stadt interessant sein könnte“, sagt zum Beispiel Eva Beckmann von der Stadt Olfen. Zehn Millionen Euro werden insgesamt bereitgestellt.

Akteure vor Ort zusammenbringen

Das neue Förderprogramm richte sich ausdrücklich an aktive Amateurmusikensembles aus Kommunen mit höchstens 20.000 Einwohnern. Mit ,Impuls’ werden kooperative Projekte gefördert, die unterschiedliche Akteure vor Ort zusammenbringen und so Vernetzung und Wissenstransfer ermöglichen. Neben der möglichst schnellen Befähigung zur Wiederaufnahme der Proben- und Konzerttätigkeit verfolge das Programm auch das Ziel, die Ensembles strukturell zu stärken und bei den Transformationsprozessen zu unterstützen, die sich durch die Pandemie noch beschleunigt haben. Dazu gehören zum Beispiel neue, kreative Proben- und Konzertformate, mediale Sichtbarkeit, Maßnahmen zur (Wieder-) Gewinnung von Mitgliedern oder Förderung der Digitalisierung.

Anträge bis 31. Mai einreichen

Anträge können bis 31. Mai 2021 eingereicht werden. Die Ensembles können sich um Fördersummen von 2.500 bis 15.000 Euro bewerben; einen Eigenanteil von 10 Prozent der Antragssumme müssen sie allerdings selbst tragen, zum Beispiel durch ehrenamtliche Arbeit. Die geförderten Projekte werden in der zweiten Jahreshälfte 2021 realisiert.

Weitere Informationen zum Förderprogramm „Impuls“ sind unter www.bundesmusikverband.de/impuls zu finden. Informationen zum Programm „Neustart Kultus“ sind verfügbar unter www.kulturstaatsministerin.de.

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