Neuinfektionen im Münsterland: Bezirksregierung hat gute Nachrichten

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Eine Woche nach dem Beginn des Lockdowns hat die Bezirksregierung gute Nachrichten für das Münsterland. Dem Kreis Coesfeld mit Olfen, Nordkirchen und Ascheberg kommt eine Sonderrolle zu.

Olfen

, 08.11.2020, 10:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die neue Corona-Schutzverordnung mit strengeren Vorgaben ist am 2. November in Kraft getreten. Ob Restaurant-Schließung oder verstärkte Maskenpflicht: Die Vorgabe scheinen knapp eine Woche später erste Wirkung zu zeigen. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Bezirksregierung Münster am Sonntagmorgen (8.11.) veröffentlicht hat.

Das Team der Behörde hat die sogenannten Inzidenzzahlen der einzelnen Kreise ausgewertet: also jeweils die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Stand Sonntag (8.11.) 0.00 Uhr ist dieser Wert in fast allen Kreisen gesunken. Es gibt aber zwei Ausnahmen.

Nur in zwei Münsterland-Kreisen ist der Wert nicht gesunken

Längst gelten alle Städte und Kreise in NRW als Corona-Risikogebiet. Das Robert-Koch-Institut meldet auf seinem Dashboard erneut einen Anstieg der Covid-19-Fälle um 3286. Der Inzidenzwert liegt Stand Sonntag (8.11.) bei 165. Nur die Stadtstaaten Bremen und Berlin haben höhere Werte. Allerdings sind nicht alle Regionen im größten Bundesland Deutschlands gleich stark betroffen. Während Herne den Negativrekord innehat mit einem Inzidenzwert von 299 liegen drei Landkreise am unteren Ende der roten Skala: der Rheinisch-Bergische Kreis (91,4), der Kreis Coesfeld (78,4) und der Kreis Soest (59). Der Kreis Coesfeld ist damit die Region im Regierungsbezirk Münster, die am wenigsten stark betroffen ist von der Pandemie - und das, obwohl die Zahlen dort in den vergangenen sieben Tagen gar nicht rückläufig waren.

Der Inzidenzwert ist im Kreis Coesfeld unverändert geblieben - als einige Region im Münsterland. Der Kreis Steinfurt ist der einzige, der einen leichten Anstieg zu verzeichnen hat: von 128,7 auf 133. Alle anderen Städte und Landkreise hatten es geschafft, den Inzidenzwert zu senken. Das lässt sich nicht allein mit dem Lockdown erklären. Denn dessen Auswirkungen erwarten die Experten erst nach zwei Wochen. Die Diskussion über die sprunghaft steigenden Zahlen hatten aber wohl schon vor dem 2. November für eine Verhaltensänderung bei vielen Menschen gesorgt.

Der Kreis Coesfeld ist das Schlusslicht

Im Kreis Coesfeld - obgleich auch er mit dem Inzidenzwert von mehr als 50 Risikogebiet ist - ist die Infektionsgefahr am niedrigsten im Regierungsbezirk Münster. Das zeigt sich in den elf Städten und Gemeinden wiederum unterschiedlich. Senden, Lüdinghausen und Dülmen haben derzeit die meisten infizierten Personen. Rosendahl, Billerbeck und Havixbeck die wenigsten. Olfen hat nach Informationen des Kreises Coesfeld von Freitag (7.11.) 35 Infizierte, Nordkirchen 27 und Ascheberg 24.

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