Nicht alle Olfener bekommen Wunsch-Kitaplatz

Kinderbetreuung

Die gute Nachricht: Alle im Kindergarten angemeldeten Kinder in Olfen bekommen einen Kindergartenplatz. Die schlechte: Es kann nicht immer der Wunschkindergarten sein. In unseren Grafiken zeigen wir, wie sich die Kinderzahlen und die verfügbaren Kindergartenplätze seit 2008 entwickelt haben.

OLFEN

, 14.03.2017, 07:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alle Kinder bekommen einen Platz im Kindergarten.

Alle Kinder bekommen einen Platz im Kindergarten.

Warum bekommen nicht alle Eltern den gewünschten Platz für ihre Kinder?

„In den Kindergärten des DRK wurden mehr Kinder angemeldet, als Plätze zur Verfügung stehen“, so Hauptamtsleiterin Daniela Damm. Bei der Anmeldung hätten die Eltern immer eine zweiten gewünschte Einrichtung angegeben. Die Träger würden nun versuchen, diesen zweiten Wunsch zu erfüllen.

 

 

Welcher Kindergarten ist beliebt?

Wie Daniela Damm erklärte, sei der Kindergarten in Vinnum beliebt. Auch Olfener hätten den Wunsch, ihr Kind in Vinnum betreuen zu lassen. 42 Plätze gibt es dort.

In welchem Alter ist die Nachfrage besonders gestiegen?

Die Nachfrage nach einem Platz für Kinder unter drei Jahren ist in Olfen erneut gestiegen. Für 43 Prozent der Kinder ist ein Platz gewünscht. Im letzten Jahr waren es noch 38 Prozent. Auffällig bei der Zahlen der Stadt Olfen ist aber besonders die hohe Anmeldequote bei den zweijährigen Kindern. Rund 98 Prozent wurden angemeldet. Die Anmeldequote bei den Einjährigen beträgt 32 Prozent.

Warum werden immer mehr Kinder so jung angemeldet?

Wie Daniela Damm erklärte, würden wohl viele Eltern ihr unter dreijährigen Kinder bereits anmelden, damit sie dann auch einen Platz haben, wenn die Kinder zwischen drei und sechs Jahren jung sind. „Die unter Dreijährigen wachsen in die Gruppe der über Dreijährigen hinein“, so Daniela Damm.

Kommen im laufenden Kindergartenjahr noch Kinder hinzu?

Reichen die Plätze zurzeit aus, so kann es durchaus sein, dass im Laufe des Kindergartenjahres, Beginn am 1. August, weitere Kinder aufgrund von Zuzügen einen Platz haben möchten. „Möglich ist auch, dass bei den zugewiesenen Flüchtlingen sich auch Kinder befinden“, so Daniela Damm. Um einer zusätzlichen U3-Nachfrage gerecht zu werden, haben Kreis und Stadt mit dem DRK bereits Gespräche geführt. „Sollten weitere Plätze benötigt werden, würde im Obergeschoss der Schatzkiste eine Gruppe für zehn U3-Plätze eingerichtet“,so Daniela Damm.

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Gibt es alternative Betreuungsmöglichkeiten?

Daniela Damm erinnerte an den Ratsbeschluss, Spielgruppen finanziell zu fördern. 10.000 Euro stehen im Haushalt. „Zurzeit gibt es eine Spielgruppe beim DRK, doch würden wir uns weitere wünschen“, erklärte die Hauptamtsleiterin. Spielgruppen für U3-Kinder wäre eine weitere gute Betreuungsmöglichkeit für Eltern, die ihre Kinder erst einmal nur ein paar Stunden betreut lassen möchten. Man sei zur Gründung einer Spielgruppe mit Eltern im Gespräch. Damm: „Räumlichkeiten würden wir schon finden.“ Eine weitere Betreuungsmöglichkeit sind Tagesmütter. Hier sei die Nachfrage größer als das Angebot.

Wie wird sich der Bedarf an Plätzen weiter entwickeln?

Daniela Damm erklärte, man könne nicht genau sagen, wie sich der Bedarf an Kindergartenplätzen in den nächsten Jahren entwickle. Um aber auf eine stärkere Nachfrage gerüstet zu sein, wird die Stadt einen Teil des Grundstückes zwischen Schatzkiste und Theodor-Heuss-Weg erst einmal frei lassen. Der Bereich zum Theodor-Heuss-Weg soll bekanntlich bebaut werden. Damm: „Wir sind im Austausch mit den Trägern. So werde es einen runden Tisch mit den Trägern der Einrichtungen geben.

 

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