Nirgendwo in NRW gibt es weniger Arbeitslose

Kreis führt Statistik an

Die Arbeitsagentur im Kreis Coesfeld durfte eine kleine Jubel-Pressekonferenz veranstalten. Auf der Jahres-Zusammenkunft gab es richtig gute Nachrichten zu verkünden: Man ist mal wieder Spitzenreiter mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in ganz Nordrhein-Westfalen.

KREIS COESFELD

, 23.02.2015 / Lesedauer: 3 min

Spitzenreiter heißt: In keinem anderen Arbeitsagenturbezirk in NRW ist die Arbeitslosenquote geringer als im Bezirk Coesfeld, von wo aus die Kreise Coesfeld und Borken bearbeitet werden. Die Zahl der Arbeitslosen blieb auf dem niedrigen Stand des Vorjahres. 

12.842 Arbeitslose in den beiden Landkreisen im Jahresdurchschnitt: Das sind zwar 218 mehr als im Vorjahres-Durchschnitt, aber es bleibt einer hervorragende Zahl: Die Arbeitslosenquote liegt im Agenturbezirk bei 4,0 Prozent.

Kreis Coesfeld: Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent

Schaut man auf den Kreis Coesfeld, wird es sogar noch ein bisschen besser: Die Zahl der Arbeitslosen ging hier auf 3922 Personen im Jahresdurchschnitt zurück, das sind 77 Personen weniger als im Vorjahr. Die Quote liegt im Kreis Coesfeld damit weiterhin bei 3,4 Prozent. Das ist auch im deutschlandweiten Vergleich sehr weit vorn.  Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung, war positiv angetan von der Entwicklung: "Gerade in den letzten Monaten des Jahres ging die Arbeitslosigkeit sogar noch etwas zurück. Die verschiedenen politischen Krisen in Europa und der Welt hatten bislang wenig Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft." Im Agenturbezirk seien die Prognosen in fast allen Branchen auch noch gut: Es gebe einen Trend nach oben, der sich durch alle Wirtschaftsbereiche ziehe.  11.096 neue Stellen meldeten die Unternehmen im vergangenen Jahr bei der Arbeitsagentur - das sind 36 mehr als im Jahr davor. 9560 davon waren unbefristet, 1536 befristet ausgeschrieben.

Situation der Jugendlichen verbessert

Verbessert hat sich auch die Situation der Jugendlichen: Es gab zwischen Oktober 2013 und Ende September 2014 (das ist der Zeitraum für das Ausbildungsjahr) 4970 gemeldete Bewerber um Ausbildungsplätze, das sind 47 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze stieg derweil um 116 auf 3949 - was dann zu einer Quote von 0,79 Stellen pro Bewerber entspricht. Aufgrund des demografischen Wandels werde sich diese Quote weiter erhöhen: "Das Verhältnis von Bewerber zu Ausbildungsstelle wandelt sich immer mehr zu Gunsten der Bewerber. Das wird sich in den nächsten Jahren noch weiter fortsetzen", prognostizierte Dusch. Das führt dann schon fast zu dem Problem des Fachkräftemangels: "Es wird immer schwieriger, Fachkräfte für die offenen Stellen zu finden", so der Vorsitzende.

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