Olfen muss täglich mit mehr Flüchtlingen rechnen

Verweildauer wird sich verkürzen

Die Anzahl der Asylbewerber, die in Olfen wohnen, hat erwartungsgemäß weiter zugenommen. Um den 26. September sollen nun die ersten Flüchtlinge in der Notunterkunft in Vinnum einziehen, die Stadt und das Rote Kreuz sind für dieses Datum gerüstet. Trotzdem ist man auf weitere Unterstützung der Bürger angewiesen.

Olfen

, 17.09.2015, 05:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Olfen muss täglich mit mehr Flüchtlingen rechnen

Die Trennwände werden aufgebaut.

Wie Sozialamtsleiter Jochen Wiggen auf Anfrage erklärte, habe man in den letzten Tagen sechs weitere Flüchtlinge aufgenommen. Für Freitag sei die Zuweisung von drei weiteren angekündigt. Dann leben in Olfen 125 Asylbewerber in den Unterkünften. „Noch haben wir etwas Luft, doch denken wir über weitere Möglichkeiten zur Unterbringung nach“, so Jochen Wiggen. Bis die Zeltstadt in Vinnum bezogen ist, muss die Stadt Olfen täglich mit Zuweisungen rechnen.

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So schreitet der Bau der Zeltstadt für Flüchtlinge in Vinnum voran

Mit dem Errichten des Sanitätszelt begann am Donnerstag der Aufbau der Zeltstadt in Vinnum. Bis zu 300 Flüchtlinge sollen hier ab Oktober einziehen können. In unserer Fotostrecke, die wir immer wieder aktualisieren, sehen Sie, wie der Bau voranschreitet.
03.09.2015
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Bürocontainer am Eingang der Zeltstadt.© Foto: Theo Wolters
Neben den Zelten wurden auch Materialcontainer aufgestellt.© Foto: Theo Wolters
Die Trennwände werden aufgebaut.© Foto: Theo Wolters
Die Trennwände werden aufgebaut.© Foto: Theo Wolters
Material für die Trennwände.© Foto: Theo Wolters
Ein Stromverteiler des Geländes.© Foto: Theo Wolters
Eine neue Zufahrt an der Straße Lehmkamp wurde erstellt.© Foto: Theo Wolters
Die Zufahrt zum Gelände.© Foto: Theo Wolters
Der Fußboden im Dusch- und Toilettenzelt ist verlegt.© Foto: Theo Wolters
Die Decke von einem Schlafzelt.© Foto: Theo Wolters
Dieser Raum für die Technik wurde erstellt.© Foto: Theo Wolters
Auf der rechten Seite befinden sich die Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Der Zugang vom Gelände aus gesehen.© Foto: Theo Wolters
Die Geräte für die Heizungen.© Foto: Theo Wolters
Der Fußboden in den Zelten ist verlegt.© Foto: Theo Wolters
Die Bauzäune erhalten einen Sichtschutz.© Foto: Theo Wolters
An dieser Stelle der Straße Lehmkamp wird das Schmutzwasser eingeleitet.© Foto: Theo Wolters
Über diese Schläuche wird das Dusch- und Toilettenzelt beheizt.© Foto: Theo Wolters
Mit diesen Geräten wird das Zelt mit Duschen und Toiletten beheizt.© Foto: Theo Wolters
Bereich zwischen zwei Schlafzelten.© Foto: Theo Wolters
Die Beleuchtung muss noch angeschlossen werden.© Foto: Theo Wolters
Blick in das Zeltlager.© Foto: Theo Wolters
Hier wird warme Luft eingeleitet.© Foto: Theo Wolters
Das Verpflegungszelt.© Foto: Theo Wolters
Die Toiletten.© Foto: Theo Wolters
in diesem Bereich werden Duschen aufgebaut.© Foto: Theo Wolters
Hintersansicht der Toiletten© Foto: Theo Wolters
Der Graben für die Trinkwasserleitung.© Foto: Theo Wolters
Blick unter das Zelt mit Duschen und Toiletten.© Foto: Theo Wolters
Toiletten sind bereits aufgebaut-.© Foto: Theo Wolters
Hier ist der Ausgang.© Foto: Theo Wolters
Das Gelände ist eingezäunt. An dieser Stelle wird die Zufahrt sein.© Foto: Theo Wolters
Das Sanitätszelt.© Foto: Theo Wolters
Hier entsteht die Zufahrt von der Straße Lehmkamp.© Foto: Theo Wolters
Das Gelände ist mit Gitterziegeln und Bauzäunen eingezäunt.© Foto: Theo Wolters
Hier entsteht die Zufahrt.© Foto: Theo Wolters
Hier wird die Zufahrt und der Eingang sein.© Foto: Theo Wolters
Entlang der Straße Lehmkamp wird der Graben für die Trinkwasserleitung erstellt.© Foto: Theo Wolters
Die Rohre für die Trinkwasserleitung liegen bereit.© Foto: Theo Wolters
Blick in ein Schlafzelt.© Foto: Theo Wolters
Feuerlöscher hängen in jedem Zelt.© Foto: Theo Wolters
Das Gelände ist eingezäunt.© Foto: Theo Wolters
Eingang zum Verpflegungszelt.© Foto: Theo Wolters
Waschbecken© Foto: Theo Wolters
Die hintere Wand des Dusch- und Toilettenzelts.© Foto: Theo Wolters
Die Schlafzelte© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Besprechung auf dem Gelände.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Ein Anhänger aus Holland, denn eine niederländische Firma baut die Zelte auf.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Zeltstadt hat begonnen. Zuerst wurde das Sanitätszelt errichtet.© Foto: Theo Wolters
Auch Vertreter der Polizei beteiligten sich an der großen Besprechung auf dem Ziegeleigelände.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Reichlich Material wurde angeliefert.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Das Zelt für die Saniäranlagen ist bereits aufgebaut.© Foto: Theo Wolters
Der Aufbau der fünf Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Blick über den angelieferten Fußboden auf die Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Das Zelt für die sanitären Anlagen ist aufgebaut.© Foto: Theo Wolters
Das Gelände wird eingezaunt, in einem Teil mit Steinen.© Foto: Theo Wolters
Eingang in ein Schlafzelt.© Foto: Theo Wolters
In diesem Zelt werden Duschen und Toiletten eingebaut.© Foto: Theo Wolters
Blick in ein Schlafzelt.© Foto: Theo Wolters
Die Aufbauarbeiten.© Foto: Theo Wolters
In diesem Zelt werden Duschen und Toiletten eingebaut.© Foto: Theo Wolters
Im Zelz für die sanitären Einrichtungen müsssen noch Duschen und Toiletten eingebaut werden.© Foto: Theo Wolters
Ein Eingang zum Zelt mit den sanitären Einrichtungen.© Foto: Theo Wolters
Die Unterkonstruktion am Zelt für die sanitären Anlagen.© Foto: Theo Wolters
Blick in das Verpflegungszelt.© Foto: Theo Wolters
Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.© Foto: Theo Wolters
DieTür fehlt noch zum Sanitätszelt.© Foto: Theo Wolters
Die Schlafzelte.© Foto: Theo Wolters
Die Tür muss noch eingebaut werden.© Foto: Theo Wolters
Ein Zelteingang© Foto: Theo Wolters
Die Fünf Schlafzelte und am Ende ein Aufenthaltszelt.© Foto: Theo Wolters
Die Zelte sind aufgebaut, im Vordergrund das Sanitätstzelt.© Foto: Theo Wolters
Die Schlafzelte sind aufgebaut.© Foto: Theo Wolters
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Die ersten Flüchtlinge werden wohl um den 26. September in der Zeltstadt in Vinnum einziehen. Die Verweildauer der einzelnen Flüchtlinge wird sich aber wohl verkürzen. DRK-Vorstand Christoph Schlütermann rechnet mit rund zwei Wochen. „Da es nun eine Registrierungstelle am Flughafen Münster/Osnabrück sowie auch eine mobile Registrierungsstelle geben wird, werden die Flüchtlinge schneller auf die einzelnen Kommunen verteilt“, so der DRK-Vorstand.

In Vinnum sei so immer wieder mit neuen Flüchtlingen zu rechnen. Christoph Schlütermann betonte, es gebe eine große Hilfsbereitschaft unter der Bevölkerung. Viele Kleiderspenden würden abgegeben. „Wir brauchen aber auch noch in Zukunft immer wieder neue Kleiderspenden für die ankommenden Menschen.“

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Wie der DRK-Vorstand in einem Gespräch mit unserer Redaktion erklärte, sei das DRK auf die ankommenden Flüchtlinge in Vinnum vorbereitet. Dennoch benötigt das DRK weitere Mitarbeiter, ist auf die Hilfe ehrenamtlicher Kräfte angewiesen. Denn immer wieder kämen neue Standorte hinzu, um die sich das DRK kümmern wolle.

Planen ist kaum möglich

Christoph Schlütermann erklärte, 80 Prozent seiner derzeitigen Tätigkeit sei für die Flüchtlingshilfe. In der Nacht zu Mittwoch wartete Christoph Schlütermann mit einigen Mitarbeitern in Haltern einige Stunden auf ankommende Flüchtlinge. „Erst hatte man uns die Ankunft für ein Uhr mitgeteilt, doch wurde sie dann stündlich verändert.“ Gegen 5 Uhr seien die Busse dann eingetroffen. Planen könne man zurzeit nichts. 

Seit Montag nimmt das DRK Kleiderspenden im Haus Rena an. Und die Olfener haben schon reichlich Spenden abgeliefert. „Wir haben Teams gebildet, die die Spenden annehmen und sortieren“, so Lothar Schulte-Rummel, Geschäftsführer des DRK Olfen.

Als Lagerplatz steht dem DRK nun auch das Kellergeschoss des ehemaligen Krankenhauses an der Oststraße zur Verfügung. Noch nicht geklärt ist, wie die Verteilung der Kleiderspenden erfolgen soll, wenn die ersten Flüchtlinge in der Zeltstadt wohnen werden. Schulte-Rummel: „Wir arbeiten zurzeit an einem Konzept.“

Nur brauchbare Spenden abgeben

Der DRK-Geschäftsführer freut sich über die Hilfsbereitschaft, sagte aber auch, man solle nur Kleiderspenden abgeben, die man auch noch selbst tragen würden. Denn bei den bisher eingetroffenen Spenden seien auch viele Artikel, die nicht mehr gebraucht werden könnten. Dies treffe auf rund 20 Prozent der Spenden zu.

Benötigt werden: saisonale Alltagsbekleidung, sowie warme und wetterfeste Jacken, saubere und intakte Kleidung, Männer-Kleidung überwiegend in den Größen S, M und L, Damen-Kleidung in kleineren Größen, keine gebrauchte Unterwäsche, Schuhe für Herren (Gr. 40-43), Damen (kleinere Größen) und Kinder, Badeschlappen, Baby- und Kinderbekleidung, Kinderreisebetten, Kinderwagen und Buggys, Stofftiere (gereinigt und desinfiziert), Spielzeug (sprachneutral, heil und vollständig), Koffer, Reisetaschen und große Rucksäcke.

 

So können Sie die Flüchtlingshilfe in Olfen unterstützen:
Das Rote Kreuz: Die Spenden können montags bis freitags von 10 bis 12 und 16 bis 18 Uhr im Haus Rena am Eckernkamp abgegeben werden. Das DRK würde sich über weitere ehrenamtliche Helfer freuen. Interessierte können sich bei Lothar Schulte-Rummel, Tel. (0171) 3190703 melden.  
Die Stadtverwaltung: Es wurde eine Info-Hotline (02595) 389400 geschaltet. Sprechzeiten der Hotline sind gleich den Öffnungszeiten des Rathauses: montags bis freitags von 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr. Außerhalb der Sprechzeiten können Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Die Verwaltung ruft bei Bedarf zurück. Es wurde nun auch eine Mailanschrift geschaltet.
Fragen und Angebot können an helfer@olfen.de gemailt werden. Geldspenden gehen auf das Konto des DKK-Kreisverbands Coesfeld. Wer die Zeltstadt Vinnum unterstützen möchte, sollte das Kennwort Flüchtlinge Vinnum angeben. Sparkasse Westmünsterland, IBAN: DE06401545300000002857, BIC: WELADE3WXXX. 

 

 

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