Olfen plant Kraftwerk in jedem städtischen Gebäude

Umrüstung

Die Idee lautete: ein großes Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem Gelände des städtischen Bauhofs, von dem über Leitungen alle städtischen Gebäude versorgt werden. Das wurde auch durchgeplant. Doch nun setzt die Stadt auf eine dezentrale Lösung - jedes öffentliche Gebäude soll ein eigenes Kraftwerk erhalten.

OLFEN

, 16.02.2017, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Warum soll es kein großes Kraftwerk mehr geben?

Ein großes BHKW könne nun „nicht mehr wirtschaftlich dargestellt werden“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Die Preise für Gas und Strom seien derzeit zu niedrig. Doch ganz auf Kraft-Wärme-Kopplung wolle man in Olfen nicht verzichten.

Was soll es stattdessen geben?

„Wir gehen nun weg von einer zentralen hin zu verschiedenen dezentralen Blockheizkraftwerken“, so der Bürgermeister. In den nächsten fünf Jahren sollen alle öffentlichen Gebäuden ein BHKW erhalten. „Bei einigen Gebäuden müssten wir sowieso investieren.“ Diese Pläne sollen in diesem und im nächsten Jahr verwirklicht werden. Wie der Bürgermeister weiter mitteilte, prüfe man zurzeit, ob es Fördermittel für das Projekt gebe.

Jetzt lesen

Wo kann so ein Blockheizkraftwerk gebaut werden?

  • Bei dem Umbau und Anbau der Wieschhofschule auch ein BHKW gebaut werden. „Und mit diesem könnten wir auch den Bereich des betreuten Wohnens des Vitus-Stifts anbinden.“
  • Mit einem BHKW solle auch die zurzeit erstellte Flüchtlingsunterkunft am Vinnumer Landweg ausgestattet werden.
  • Ebenso gehöre ein BHKW auch zum Neubau der Feuerwehr in Vinnum.
  • Angeschlossen werden könne dann in Vinnum auch zum Beispiel die Sporthalle.
  • Im nächsten Jahr soll auch das Vitus-Stift ein BHKW erhalten. „Wir haben auch im Hallenbad Sanierungsbedarf“, so der Bürgermeister. Und auch dort solle eine Sanierung zum Bau eines BHKW genutzt werden.
  • Auch die Stadthalle soll angeschlossen werden.

Wie erfolgt die Steuerung der Anlagen?

Die Steuerung der einzelnen Anlagen, so der Bürgermeister, solle zentral erfolgen. Gebaut werden die Anlagen von der Genreo, an der Stadt Olfen und Gelsenwasser beteiligt sind. „Wir können uns vorstellen, dass alle Anlagen mit der zentralen Steuerung von Gelsenwasser in Gelsenkirchen verbunden werden“, so der Bürgermeister. Von dort aus könnten die Anlagen gesteuert werden. 

Jetzt lesen

 

Lesen Sie jetzt