Olfener Dreigestirn kann es "kaum noch abwarten"

Karnevalsvorbereitungen

Viele Fußgruppen laufen im Olfener Nelkendienstagsumzug mit. Doch eine wird garantiert fehlen. „Die Wilde 13“ Gruppe stellt in diesem Jahr den Prinzen, den Johann und den kompletten Elferrat und nimmt somit in den Prunkwagen am Umzug teil. Wie es dazu kam, hat uns das Dreiergestirn erzählt.

OLFEN

, 13.02.2017, 06:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Olfener Dreigestirn kann es "kaum noch abwarten"

Das Olfener Dreigestirn mit Prinz Ansgar I. Bünder, Funkenmariechen Laura Sendermann und Johann Klaus Düllmann übernimmt am Karnevalssonntag die Regentschaft über die Stadt Olfen.

„Ich hatte schon lange den Traum und dieses Jahr ist perfekt dafür“, sagt Ansgar Bünder, amtierender Prinz des Kitt-Vereins. Der Wunsch, einmal Prinz zu sein, keimte schon lange im Olfener, der im Privatleben als selbstständiger Fliesenleger unterwegs ist.

Er erinnert sich, wie er vor 25 Jahren die Feierlichkeiten bei Karl-Heinz Auverkamp miterlebte. „Das ist schon was Besonderes“, dachte er sich. Ihn begeisterte das ganze Drum und Dran, die Musik, die vorspielt, das Abholszenario und überhaupt alles. Vor zehn Jahren war es dann so weit. Auf dem Gardeabend der Prinzengarde führte Bünder ein vertrauliches Gespräch mit dem damaligen Kittpräsidenten Dieter Krämer. Der Antrag wurde sofort festgehalten.

Das Versprechen auf einem Bierdeckel

So kam es zum „Bierdeckelversprechen“. Karnevalistisch ist Bünder schon früh vorbelastet. Mit zwei Jahren nahm ihn Vater Alfons Bünder als Plakettenverkäufer mit. Mit Onkel Willi Bünder, der jahrelang als Einzelgänger marschierte, nahm er ab 1990 am Umzug teil.

Seit 1997 verkauft er gemeinsam mit Matthias Auverkamp und Christian Pieper das Kittblättken. In der Zwischenzeit bauten Bünder und sein Johann, Klaus Düllmann, weitere Großwagen und später kleinere Aufbauten für eine Fußgruppe. Zu ihren Themen gehörten „Elchtest“, „Moulin-Rouge“, „Steverpils“ oder „Kittinternat“. Als Bünder 2001 in die Garde eintrat, bauten die Freunde alleine weiter.

Viel Erfahrung als Wagenbauer

Fünf Jahre lang stand der Prinz als Tanzmajor der Prinzengarde mit dem Tanzmariechen auf der Bühne. Die Gruppe setzt sich aus Freunden aus der Nachbarschaft zusammen. Für sie war es selbstverständlich, dass sie als Elferrat hinter ihrem Prinzen stehen.

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Das war der Prinzenbesuch beim VKK

Hoch her ging es am Freitagabend im Vereinsheim von Westfalia Vinnum. Der VKK begrüßte Prinz Ansgar I. Bünder, Johann Klaus Düllmann und das Funkenmariechen Laura Sendermann mit Gefolge mit zünftigem Karnevalsgruß. Mit weithin hörbarem Kittgruß antwortet Johann Klaus Düllmann. Orden gab es für das Dreigestirn und eine Ehrung für besondere Leistungen ging an Enno Faegenstaedt.
28.01.2017
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Hoch her ging es am Freitagabend im Vereinsheim von Westfalia Vinnum.© Foto: Antje Pflips
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Schlagworte Olfen

Und es war für Ansgar auch sofort klar, dass nur Klaus sein Johann werden konnte. Klaus Düllmann fing 1998 mit dem Wagenbau an. Jahrelang war auch er als Blättkenverkäufer dabei. Der Volksbänkler ist, wie sein Prinz, Mitglied in der Schützengilde Olfen und Fan von Borussia Dortmund. Wegen der Farbe des Ornats gab es zwischen ihm und dem Prinzen keine Diskussionen. „Wir wählten klassisch traditionell rot und weiß“. Das würden auch ihre Vorbilder, die Prinzen in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf, tragen.

"Ich wusste ja gar nicht, was auf mich zukommt"

Ein weiterer Punkt war die Farbe des Funkenmariechens. Sie trägt die Farben der Prinzengarde, und die sind eben Rot und Weiß. Laura Sendermann ist mit ihren Eltern, Bürgermeister Wilhelm und Mutter Doris, 2008 von Südkirchen nach Olfen gezogen. Seit 2009 gibt es den Prinzenbesuch im Hause Sendermann. Da hat sie schon gespürt, dass sie auch einmal dabei sein möchte. Oft ist sie mit ihren Freundinnen ins Zelt gegangen. Seit 2011 bildet sie mit ihnen eine Fußgruppe, die als Schafe, Schmetterlinge oder Zirkusleute beim Umzug mitgeht.

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„Ich wusste ja gar nicht, was auf mich zukommt“, sagt sie. Sie hätte nie gedacht, dass so viele Termine auch damit zusammenhängen. Vor allem ist es das Tanztraining, das sie regelmäßig mit Tanzmajor Frank Elbers absolvieren muss.

„Ich hatte ja keine Vorkenntnisse“, gibt Laura zu, die nie bei den Kittfunken getanzt hat. Nachdem die Grundschritte saßen, mache es ihr jetzt richtig Spaß zu tanzen. Das Dreigestirn kann es jetzt kaum noch bis zur Karnevalswoche erwarten. Unter ihrem Motto „Partystimmung weit und breit – Danke fünfte Jahreszeit“ laden sie alle Karnevalisten ein, fröhlich und ausgelassen zu feiern.  

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