Olfener melden Bürgerbegehren gegen Skatepark an

Standort Friedhof

Die Bürgergemeinschaft Pro Friedhofsruhe hat am Dienstagmorgen bei Bürgermeister Wilhelm Sendermann ein Bürgerbegehren angemeldet. Mit diesem soll der Bau einer Skateranlage am Friedhof verhindert werden. Die Bürgergemeinschaft sei nicht gegen die Jugend, nur gegen den Standort.

OLFEN

, 25.07.2017, 11:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bürgergemeinschaft ProFriedhofsruhe überreichte Bürgermister Wilhelm Sendermann die Anmeldung eines Bürgerbegehrens: Hans Oswald Mattern (v.l.), Wilhelm Sendermann und Wolfgang Lorch.

Die Bürgergemeinschaft ProFriedhofsruhe überreichte Bürgermister Wilhelm Sendermann die Anmeldung eines Bürgerbegehrens: Hans Oswald Mattern (v.l.), Wilhelm Sendermann und Wolfgang Lorch.

Der Rat der Stadt Olfen hat sich am 11. Juli mehrheitlich für den Standort ausgesprochen. „Wir sind nicht gegen einen Skatepark. An dieser Stelle sollte er aber nicht gebaut werden“, so Hans Oswald Mattern für die Bürgergemeinschaft. Der Standort sei aus Gründen der Rücksichtnahme auf die Trauernden nicht tragbar.

Zudem zerstöre die Anlage auch das naturnahe Gebiet der Steveraue. Mattern: „Wir haben nichts gegen die Jugend, doch sehen wir uns auch denen verpflichtet, die mit ihrer Unterschrift sich gegen den Standort ausgesprochen haben“. Rund 800 Olfener hatten sich im Vorfeld der Ratssitzung gegen den Standort am Friedhof ausgesprochen.

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„Nach der politischen Diskussion geht es nun um formelle Gesichtspunkte“, so der Bürgermeister. Er betonte, er werde alle Fragen der Bürgergemeinschaft beantworten. Fragen der Initiative sind unter anderem, wie viele Unterschriften es sein müssen und welche Voraussetzungen die unterschreibenden Bürger mindesten erfüllen müssen. Zudem ist für das Bürgerbegehren eine Kostenschätzung zu der geplanten Maßnahmen notwendig.

Sendermann will erfolgreiches Bürgerbegehren respektieren

Sendermann: „Ich wehre mich dagegen, dass wir nicht mit offenen Karten spielen würden.“ Die Verwaltung würde zum Thema Bürgerbegehren alles tun, was sie tun müsse. Er betonte, er werde die Bürgermeinung bei einem erfolgreichen Bürgerbegehren und Bürgerentscheid respektieren. „Ich werde dann keinen weiteren Standort mehr vorschlagen.“ Denn er sehe in jedem Standort Konfliktpotenzial.

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Sendermann betonte, der Rat habe der Verwaltung einen Auftrag erteilt, den Skatepark an dem Standort am Friedhof zu bauen. Man sei zurzeit dabei, einige Fragen zu klären. „Ich lasse so auch untersuchen, ob die Fläche für einen drei Meter hohen Schutzwall in Richtung Friedhof ausreicht.“

Hans Oswald Mattern erklärte, man werde von einem Rechtsbeistand beraten. Neben dem Bürgerbegehren wolle man, so Hans Oswald Mattern, sich an den Kreis und die Bezirksregierung wenden, um zu klären, ob der Ratsbeschluss für ungültig erklärte werden könne.

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