Olfener Sparkasse verabschiedet Josef Hatebur

Nach viereinhalb Jahrzehnten

44,5 Jahre war Josef Hatebur bei der Sparkasse Olfen beschäftigt, nun ist er in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Wie sich der letzte Arbeitstag am Montag für den 61-Jährigen anfühlte und warum Hatebur mal im Schlafanzug in der Bank war - wir haben nachgefragt.

OLFEN

, 24.01.2017, 05:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Josef Hatebur betrat wie in den letzten Jahrzehnten die Geschäftsstelle, da ertönte „Simple the Best“ von Tina Turner. Und es gab einen neuen Schalter in der Geschäftsstelle. Josef Hatebur hatte am letzten Arbeitstag die Aufgabe, eine besondere Geldmünze zu verteilen. Seine Kollegen hatten sich Goldtaler besorgt und sein Bild auf die Münze geklebt.

Nach Feierabend wartete die nächste Überraschung. Vor der Sparkasse standen einige Mitglieder der Jägerkompanie der Bürgerschützengilde Spalier, wünschten ihrem General alles Gute für den Ruhestand.

Geld mit der Hand gezählt

Organisiert hatten die Kollegen einen Planwagen, mit dem es dann angeführt von einem Polizeiwagen zum Hatebur-Haus an der Nordstraße ging.

„Auch wenn man seit Längerem weiß, dass es der letzte Arbeitstag ist, so ist es doch ein komisches Gefühl“, sagt Josef Hatebur. Viel habe sich im Bankgeschäft in den letzten Jahren verändert. „Früher gab es keine Technik. Das Geld wurde alles mit der Hand gezählt“, so der Pensionär. Besonders an Weltspartag sei dies schon viel Arbeit gewesen.

Im Schlafanzug zur Bank

Josef Hatebur, der in einigen Tagen 62 Jahre alt wird, begann im August 1972 seine Ausbildung bei der Sparkasse, war seitdem unterbrochen durch die Bundeswehrzeit immer in Olfen tätig.

„Man kann schon sagen, Josef Hatebur ist das Gesicht der Sparkasse in Olfen“, so Filialdirektor Michael Gerken. So einige Anekdoten habe es in dem Leben von Josef Hatebur gegeben. So sei es durchaus vorgekommen, dass er bei einem Fehlalarm in der Sparkasse im Schlafanzug gekommen sei. Josef Hatebur wurde immer bei einem Alarm von der Polizei informiert.

„Bei der Einführung der Bankautomaten hat wohl eine Kundin Josef Hatebur gefragt, ob er dann hinter dem Automaten stehe und das Geld herausgebe".

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