Olfens Beigeordneter verteidigt Projekt "New Park"

Riesiges Gewerbegebiet

Olfens Beigeordnete Wilhelm Sendermann hat die Beteiligung der Stadt beim Industrieareal New Park in Datteln und Waltrop verteidigt. Er betont jedoch auch: Das geplante Areal, eines Tages womöglich das größte Gewerbegebiet Westfalens, darf keinesfalls von der Ortsdurchfahrt Vinnum erschlossen werden.

OLFEN/DATTELN

, 02.05.2015, 08:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kreis Recklinghausen hat bekannt gegeben, dass er das Gelände des neuen Industrieparks für rund 26 Millionen Euro kauft – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Industriepark. Die Stadt Olfen ist mit drei Prozent am Eigenanteil des Parks beteiligt. Wilhelm Sendermann hält den Gewerbepark auf der grünen Wiese in Datteln und Waltrop für extrem wichtig: „Wir sind nur ein kleiner Partner, aber für uns ist das auch ein Zeichen, dass wir uns mit den Nachbarn solidarisieren und New Park als interkommunales Gewerbe- und Industriebetrieb verstehen. Wir wollen mithelfen, dass dieser Raum diese Perspektive bekommt.“ Die Befürchtung, für Olfen mit Vinnum könnte der Verkehr stark zunehmen, wenn die Verbindung vom Kreuz Dortmund-Nordwest (A2/A45) bis nach Datteln scheitert, teilt Sendermann nicht: „Eine Erschließung dieses Gewerbegebietes kann nicht über die Ortsdurchfahrt in Vinnum funktionieren. Für uns ist die Fertigstellung der B474n Grundvoraussetzung für die Erschließung des New Parks.“ Es gebe keine Alternative zu einer neuen Straßenanbindung.

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Wie viele Arbeitsplätze durch die Ansiedlung von Firmen entstehen werden, ist nicht klar. Die Rede ist von bis zu 9000 Arbeitsplätzen. Um die Dimensionen des Projekts zu verdeutlichen: Die Fläche ist etwa 500 Hektar groß, die bebaute Fläche Olfens beträgt etwa 800 Hektar.

Ansiedlung flächenintensiver Industrie

 „Es soll Arbeit und Wertschöpfung entstehen und das brauchen die Menschen in der Region und auch in Olfen. Deshalb unterstützen wir diese Initiative“, sagt Sendermann. Laut der Internetseite der Entwicklungsgesellschaft soll hier Platz für flächenintensive Industrie sein. Ganz besonders wünscht man sich die Ansiedlung von Green-Tech-Firmen. Das sind Unternehmen, die auf nachhaltige, energie- und ressourcensparende Produktion setzen.

 

Trotzdem ist das Projekt nicht ohne Gegner: Die Stadt Waltrop ist derzeit noch der größte: Hier glaubt man nicht an die Arbeitsmarktperspektiven, will lieber den Mittelstand stärken und die Rieselfelder erhalten.

Auch die Grünen stehen auf dem Standpunkt, dass man ein Gebiet mit Naherholungspotenzial zerstören würde. Sendermann respektiere diese Ansicht, wie er sagt: „Wir kommen wie bei vielen Projekten dahin, dass wir eine Abwägung machen müssen und uns dann entscheiden müssen. Die Schaffung von Arbeitsplätzen hat bei den Sorgen im östlichen Ruhrgebiet mehr Bedeutung als die genannten Gegenargumente.“ Es seien allerdings nie Entscheidungen, die einhundertprozentig gefällt werden.

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